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Donnerstag, 12. Oktober 2017

Terrorangriff mit Pestbakterien: Bundespolizei übt Abwehr von Bio-Waffen

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Das hat es in Deutschland so noch nicht gegeben: ... (Foto: dpa)

Das hat es in Deutschland so noch nicht gegeben: ...

Das hat es in Deutschland so noch nicht gegeben: ...

... In einem dreitägigen Testlauf spielen Sicherheitskräfte und Behörden in Berlin einen Großeinsatz nach einem Terroranschlag mit biologisch wirksamen Substanzen durch.

Ziel der Übung ist es, die Zusammenarbeit von Polizei, Ämtern und Seuchenexperten zu verbessern.

Im Mittelpunkt der Übung stehen brisante Fragen: Wie lassen sich Täter bei einem Anschlag mit sogenannten B-Waffen so schnell wie möglich stoppen?

Wie greifen die Abläufe von Polizei, Feuerwehr und Ärzten im Ernstfall ineinander?

Und: Wie gehen Spezialeinsatzkräfte am besten vor, um die Folgen eines solchen Anschlags einzugrenzen?

Für die Teilnehmer der Übung bedeutet das Szenario Dienst unter erschwerten Bedingungen.

Die Sicht ist eingeschränkt, das Atmen fällt schwer, die Lage ist unübersichtlich.

Beteiligt sind neben Polizei, Feuerwehr und Sanitätern auch Amtsärzte der Gesundheitsämter, Krisenstäbe verschiedener Ministerien sowie Fachleute vom Robert-Koch-Institut.

Neben 300 direkt Beteiligten sind auch 80 nationale und internationale Sicherheits- und Gesundheitsexperten dabei, darunter auch Vertreter des FBI und europäischer Polizeibehörden.

Abgesichert werden die für die Übung aufgebauten Dekontaminationszelte durch die Anti-Terroreinheit GSG 9.

Das Übungsszenario jagt allen Beteiligten kalte Schauer über den Rücken: Nach einer Fotoausstellung mit 200 Teilnehmern erkranken plötzlich mehrere Menschen.

Ärzte, so heißt es in der Ausgangslage der Übung, stellen Pestbakterien und das tödliche Gift Rizin fest.

Unter Vollschutz müssen die Beamten einen Verdächtigen stellen, Infizierte versorgen und gleichzeitig die Ausbreitung einer Seuche verhindern.

Dabei stehen sie unter ständiger Beobachtung von Übungsleitern, die das Vorgehen genau protokollieren.

Die Auswertung der Übung, die von den Behörden unter dem Namen "Wunderbaum" seit zwei Jahren vorbereitet wurde, soll ein halbes Jahr dauern.

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