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Ehemaliger Schulbusfahrer war der Peiniger: Das Martyrium der gefangenen Mädchen

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Fassungslosigkeit in den USA: ... (Foto: AP)

Fassungslosigkeit in den USA: ...

Fassungslosigkeit in den USA: ...

.... Drei junge Frauen, die Jahre vermisst waren, werden in Cleveland aus einem Haus befreit.

Hier sind sie jahrelang eingesperrt - ...

... in Ketten gelegt und immer wieder missbraucht.

Die Polizei nimmt zunächst drei verdächtige Brüder fest ...

... aber allein der 52-jährige Ariel Castro, ein früheren Schulbusfahrer, wird sich verantworten müssen. Seine Brüder sind unverdächtig.

Nachbarn beschreiben Ariel Castro als freundlichen Mann, mit dem man grillen und Salsa-Musik hören konnte.

Dabei war er es offenbar, der Amanda Berry im April 2003 nach der Arbeit in einem Fastfood-Restaurant entführte. Damals war sie 16 Jahre alt.

Mittlerweile hat Amanda Berry eine kleine Tochter, die sie in Gefangenschaft zu Welt brachte.

Ebenfalls ein Teenager war Gina DeJesus, als sie zum letzten Mal in Freiheit gesehen wurde.

Sie verschwand 2004 mit 14 Jahren auf dem Heimweg von der Sonderschule.

Jahrelang werden DeJesus und Berry gesucht.

Vergeblich. 2006 vernehmen Ermittler zwei Männer zu DeJesus, müssen sie aber wieder freilassen.

Im Fall Berry gibt es scheinbar einen Erfolg: Im Januar wird an Mann zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Er hatte erklärt, er kenne den Ort von Berrys Leiche.

Tatsächlich löst sich der Fall erst an diesem Montag.

Der Nachbar Charles Ramsey wird aufmerksam, als eine der Frauen ihren Arm durch einen Riss in der Tür des Hauses streckt und um Hilfe schreit. "Da ging ich auf die Veranda und sie sagte mir: 'Hol mich raus, ich bin schon seit langer Zeit hier drin'", erzählt er einem Lokalsender.

Er habe die Tür eingetreten und die Frau sei mit dem Mädchen ins Freie gekrochen.

Bei ihm wählt sie die Notrufnummer und fleht um rasche Hilfe. "Ich bin Amanda Berry. Ich wurde entführt. Ich werde seit zehn Jahren vermisst. Ich bin frei. Ich bin jetzt hier", ruft sie aufgelöst ins Telefon.

Die Zentrale bleibt erst unbeeindruckt, kündigt an, eine Streife zu schicken, "sobald ein Wagen verfügbar ist". "Nein, ich brauche sie jetzt, bevor er zurückkommt", so Berry.

Die Polizei kommt und befreit auch die beiden anderen Frauen.

Nach der Befreiung steigt der Tellerwäscher Ramsey in kürzester Zeit zum Helden auf, der in Internet und Fernsehen gefeiert wird.

Die Frauen werden ins MetroHealth-Krankenhaus gebracht, wo sie erstmals ihre Familien und ihre Freunde wiedersehen.

Sie sind bei guter Gesundheit und können die Klinik rasch verlassen.

Nur "ein gutes Essen konnten sie gut gebrauchen", sagt Vize-Polizeichef Ed Tomba.

Die Nachbarn und viele US-Bürger rätseln indes: Wie konnten die drei Brüder so lange die drei Frauen versteckt halten?

Mindestens zweimal werden Polizei und FBI auf Verdächtiges in der 2207 Seymour Avenue hingewiesen.

Nun wächst der Druck auf die Polizei.

Haben die Ermittler versagt?

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