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Wenn es zappenduster wird: Die Angst vor der Apokalypse

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Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. (Foto: REUTERS)

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

In vielen Orten der Welt wird derzeit geschlachtet, ...

... geköchelt ...

... und gebunkert, was das Zeug hält.

Die Waffenarsenale werden aufgeladen, ...

... die Regale gefüllt.

Schließlich sind es nur noch wenige Tage bis zum Weltuntergang.

Am 21. Dezember soll die Apokalypse über uns kommen.

Zumindest, wenn man den Endzeitpropheten und ihren Jüngern Glauben schenkt.

Ihre Warnungen stützen sie auf einen alten Kalender der Maya, ...

... den sie allerdings offenbar ein wenig falsch auslegen.

Zwar soll am 21. Dezember 2012 der Maya-Kalender enden, doch am 22. Dezember geht es dann eben mit einem neuen Kalender weiter.

So entspannt sehen es zumindest die meisten Maya.

In anderen Ländern der Welt ist die Aufregung größer. Besonders in den USA gibt es viele sogenannte "Preppers".

Menschen wie Phil Burns, die versuchen, für den Fall der Fälle gewappnet zu sein.

Einige haben Nahrung für Jahre gebunkert.

Paul Seyfried hat Bunker in North Salt Lake vorbereitet, in denen man der Katastrophe angeblich entkommen kann.

Die Preise sind nicht gerade niedrig für diese Blechröhren: ...

... Sie reichen von 51.800 bis zu 64.900 Dollar.

Menschen wie Mike Holland setzen auf totale Autarkie.

Zusammen mit seiner Frau, vier Kindern und drei anderen Männern lebt er auf einer 13 Hektar großen Farm in Warrenton in North Carolina.

Hier kann sich die kleine Gruppe mit Hühnern, Ziegen und einem Gewächshaus selbst versorgen.

Außerdem bunkert Holland Waffen und Munition. Kameras, ein Sicherheitsraum und ein Stromgenerator der Armee sollen für den Notfall das Überleben sichern.

Tausende Briefe gingen inzwischen bei der Weltraumbehörde Nasa ein, vor allem viele Kinder haben Angst. "Die Kinder schreiben, dass sie sich wegen des nahenden Weltuntergangs schlecht fühlen oder sogar über Selbstmord nachdenken", sagt Nasa-Mitarbeiter David Morison.

Nasa und US-Regierung versuchen nun, die besorgten Bürger zu beruhigen.

Wie unser Küchenkalender am 31. Dezember zu Ende gehe und ein neuer am 1. Januar anfange, so würde am 21. Dezember eben der Maya-Kalender enden, heißt es in einem Beitrag der Nasa.

Auch in anderen Teilen der Welt wächst die Unruhe.

Marina Mendelson packt im russischen Tomsk Notfallpakete mit dem Titel "Für den Tag des jüngsten Gerichts. Es wird nicht schlimmer".

In China füllt die Angst vor dem Untergang ganze Internetforen. In der Provinz Sichuan verbreitet sich das Gerücht, nach dem 21. Dezember werde drei Tage lang Dunkelheit herrschen.

Prompt sind in zwei Kreisen Kerzen und Streichhölzer ausverkauft. Das kommunistische Parteiorgan "Volkszeitung" appelliert an die verängstigte Bevölkerung: "Wir müssen alle einen klaren Kopf bewahren."

In anderen Ländern sehen sich die Behörden zum Handeln gezwungen: In Argentinien schließen sie für einige Tage den Berg Uritorco bei Córdoba aus Angst vor einem kollektiven Selbstmord.

Der Berg gilt den Ureinwohnern als heilig und ist auch bei Anhängern von Meditationspraktiken beliebt. 15.000 Besucher waren dort anlässlich des Weltuntergangs erwartet worden.

Im französischen Bugarach greifen die Behörden ebenfalls ein und verbieten bis zum 23. Dezember den Aufstieg auf den angeblich magischen Berg.

Mehr als 100 Polizisten und Feuerwehrleute sind im Einsatz. Es gibt ein Überflugverbot. Camping, Wanderungen, Jagd oder Partys sind untersagt.

Einschlägigen Webseiten zufolge soll der Ort vom Untergang verschont bleiben.

Unter der langen Bergkante liege eine Startbahn für Außerirdische, heißt es. Von da nähmen fremde Wesen Auserwählte mit ins sichere All.

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