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Trumps Idylle: Grenzzaun zu Mexiko ist bereits Realität

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Mexikanische Einwohner unterhalten sich mit ihren Verwandten auf der anderen Seite des Zauns, der die USA von Mexiko trennt. Hier in Playas Tijuana ist die von Donald Trump geforderte Mauer schon Realität. (Foto: reuters)

Mexikanische Einwohner unterhalten sich mit ihren Verwandten auf der anderen Seite des Zauns, der die USA von Mexiko trennt. Hier in Playas Tijuana ist die von Donald Trump geforderte Mauer schon Realität.

Mexikanische Einwohner unterhalten sich mit ihren Verwandten auf der anderen Seite des Zauns, der die USA von Mexiko trennt. Hier in Playas Tijuana ist die von Donald Trump geforderte Mauer schon Realität.

Doch auch an anderen Orten an der Grenze trennt ein hoher Zaun die Menschen voneinander: Nach einem grenzübergreifenden Gottesdienst in den Schwesterstädten Ciudad Juárez und El Paso greifen diese Kinder durch den Maschendrahtzaun nach den Händen ihrer Verwandten.

El Paso liegt im äußersten Westen von Texas; zusammen mit den umliegenden Gemeinden und der am südlichen Ufer des Rio Grande gelegenen mexikanischen Stadt Ciudad Juárez bildet sie einen Metropolkomplex von etwa zwei Millionen Einwohnern.

Familienfoto mit Grenze: Während der eine Teil auf mexikanischem Grund und Boden in Ciudad Juárez ist, stehen die Verwandten auf der anderen Seite des Zauns, im US-amerikanischen El Paso.

Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung El Pasos sind Hispanics - in weiten Bereichen von Wirtschaft und Verwaltung ist Zweisprachigkeit daher ein Haupteinstellungskriterium. Einfach zwischen Mexiko und den USA hin und her reisen geht trotzdem nicht.

Die Grenze zwischen den USA und Mexiko ist insgesamt rund 3144 Kilometer lang. Sie verläuft von Westen kommend zwischen den Grenzstädten San Diego (USA) und Tijuana (Mexiko) in Richtung Osten nach Matamoros (Mexiko) und Brownsville (USA) . Ein 22,5 Kilometer langer Teil der Grenze zwischen San Diego und dem Pazifischen Ozean wird auch salopp "Tortilla Wall" genannt.

Ein Kuss auf die Hand - näher kommt die Mexikanerin Mayda Reyes Lujan ihrem Ehemann Antonio vorerst nicht. Antonio ist zum Arbeiten in die USA ausgewandert, Mayda blieb in Mexiko. Die beiden werden nun durch einen massiven Grenzzaun zwischen Nogales in Arizona und Nogales Sonora auf der mexikanischen Seite getrennt.

Playas Tijuana ist der westlichste Bezirk von Mexiko. Der Pazifik bildet nach Westen eine natürliche Grenze, zu den USA im Norden wurde ein großer eiserner Zaun errichtet - ansonsten könnte man am Strand entlang direkt nach Kalifornien laufen.

Die Grenze zwischen den USA und Mexiko ist eine der am häufigsten überquerten der Welt. Es gibt intensive wirtschaftliche und familiäre Verflechtungen zwischen den beiden Ländern. Pro Jahr kommt es zu etwa 250 Millionen legalen Grenzübertritten - doch längst nicht jeder Mexikaner hat die Möglichkeit, ins Nachbarland einzureisen.

Die Zahl der illegalen Einwanderer aus den Ländern Mexiko, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nikaragua und Ekuador wird jährlich auf etwa 350.000 Menschen geschätzt. Der Grenzzaun in Playas Tijuana ist aus Eisen und Stahl, jedoch kann man durch die groben Maschen noch durchschauen und so erahnen, wie es jenseits der Grenze in den USA ist.

Zwischen 1850 und 2015 wanderten ungefähr 12 Millionen Mexikaner in die USA ein. Die illegale Einwanderung wurde erstmals im Wahlkampf zwischen Präsident George W. Bush und Bill Clinton zum hart umkämpften Thema. Nach dem Sieg Clintons baute dieser die Grenzschutzanlagen aus. Dank Donald Trump ist das Thema auch in diesem Jahr wieder ganz oben auf der Wahlkampfagenda.

Die Grenze der Vereinigten Staaten zu Mexiko wird wesentlich stärker bewacht als die der USA zu Kanada. Der Zaun soll beide Seiten voreinander schützen: Illegale Einwanderung in die USA ist im nördlichen Nachbarland ein Dauerthema - Waffenschmuggel nach Mexiko ist dem Süden ein Dorn im Auge.

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