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Großer Andrang bei Stippvisite in Berlin: Hasselhoff rettet die East Side Gallery

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Man kennt ihn als Rettungsschwimmer. (Foto: dpa)

Man kennt ihn als Rettungsschwimmer.

Man kennt ihn als Rettungsschwimmer.

Und man kennt ihn als Sänger von Hits wie "Looking for Freedom".

Gerade dieser Song machte ihn in Deutschland zum Superstar - und drückte Ende der 80er Jahre so ziemlich genau die Gefühle hierzulande aus. Schließlich war es die Zeit des Mauerfalls.

Dass die Reste jener Mauer, genauer gesagt: die East Side Gallery, nun vom Teilabriss bedroht sind, erzürnte den US-Amerikaner.

Also kündigte er an, selbst nach Berlin zu reisen und dagegen zu protestieren. Am 17. März war es nun soweit: ...

... Hasselhoff kam nach Berlin. Zunächst sprach er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Bündnis "East Side Gallery retten!".

"Dieses letzte Stück Mauer sollte wirklich unantastbar sein", verkündete der 60-Jährige. "Es ist wichtig, dass wir diese Erinnerung bewahren."

Schließlich sei die von internationalen Künstlern bemalte East Side Gallery der letzte Platz, an dem die Menschen sich an die Geschehnisse in der DDR erinnern und darüber sprechen könnten.

Danach nahm Hasselhoff - von Fans liebevoll "The Hoff" genannt - noch an einem Mauerspaziergang teil.

Zusammen mit mehreren tausend Menschen.

Die Veranstalter sprachen von 7000 bis 10.000 Teilnehmern, Augenzeugen bezweifelten dies jedoch.

Wobei viele wohl gar nicht wegen der Kunst auf der Mauer kamen, sondern wegen dem US-Star.

Es waren am Ende jedenfalls so viele Anhänger, die Hasselhoff bedrängten, dass dieser von der Polizei abgeschirmt und ...

... in ein Auto gebracht werden musste.

Das hielt den Sänger und Schauspieler freilich nicht davon ab, etwas Stimmung zu verbreiten, ...

... sich mit Journalisten und Fans zu unterhalten und ...

... Autogramme zu geben.

Dabei ist sein Anliegen natürlich ehrenwert: Der Anlass der Demonstration war der am Dienstag auslaufende Baustopp für den Mauerdurchbruch.

Ein Stück der Mauer soll einem Bauvorhaben weichen und eine kleine Lücke ist auch schon gerissen.

Wie es am Dienstag weitergeht, ist aber noch unklar. Das sagte auch ein Sprecher des verantwortlichen Unternehmens Living Bauhaus. Die Gespräche dazu liefen noch, hieß es.

Hasselhoff jedenfalls nahm sich auch noch die Zeit für einen Schnappschuss an der historischen Stätte.

Er dürfte mit seiner Blitzaktion einige neue Fans hinzugewonnen haben - und einige alte an sich erinnert haben.

Für die Organisatoren ist sein Besuch jedenfalls ein öffentlichkeitswirksamer Glücksfall. (Text: Markus Lippold)

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