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Bei Holi sind alle gleich: Inder ziehen in die Farbenschlacht

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Während in unseren Breiten der Winter einfach nicht enden will, ... (Foto: dpa)

Während in unseren Breiten der Winter einfach nicht enden will, ...

Während in unseren Breiten der Winter einfach nicht enden will, ...

... feiern die Menschen in Indien ihr Frühlingsfest Holi.

Ausgelassen und tagelang. Denn das Holi-Fest markiert das Ende des Winters und gehört zu den fröhlichsten Festen Indiens.

Holi ist eines von vielen indischen Frühlingsfesten. Es ist aber das populärste ...

... und farbenprächtigste, weswegen es auch "Fest der Farben" genannt wird.

Es wird von Hindus, Buddhisten und Sikhs gefeiert.

Die Regeln sind einfach: Jeder darf jeden mit buntem Pulver bewerfen, ...

... beschmieren ...

... und, mit Wasser vermischt, bespritzen.

Manch einer rüstet sich dafür gleich mit Wasserspritzen oder größerem Kaliber aus.

Die moderne Variante: Spraydosen.

Ursprünglich waren die farbigen Pulver pflanzlichen Ursprungs, also aus Blüten, Wurzeln und Kräutern, die sogar eine heilende Wirkung besaßen.

Heute sind die Farben oft synthetisch hergestellt und nicht selten gesundheitsschädlich, ...

... vor allem metallische Farben wie Silber und Gold.

Auch Touristen bleiben von der Farbschlacht nicht verschont. Man sollte also wissen, ...

... was einen erwartet, nicht unbedingt sein bestes Hemd tragen ...

... und möglichst Spaß daran haben.

Das Fest bietet schließlich auch jedem die Möglichkeit, das Kind in sich rauszulassen.

Holi beginnt am Vollmondtag des Monats "Phalguna". 2013 war das der 27. März.

Das "Fest der Farben" dauert mindestens zwei, in einigen Gegenden aber auch bis zu zehn oder sogar sechzehn Tage. (im Bild: Soldaten der indischen Grenztruppen in Srinagar beim Holi-Tanz)

Es wird hauptsächlich im Norden Indiens begangen, aber auch in Teilen Nepals, Sri Lankas ...

... und Pakistans und in anderen Ländern mit großem indischem Bevölkerungsanteil wie etwa Südafrika oder den Niederlanden. (Im Bild: Hindu-Kinder in Karachi, Pakistan)

Für kurze Zeit verwischen dann Unterschiede ...

... zwischen Kasten, Geschlechtern und Altersgruppen, ...

... denn es erwischt jeden, der aus dem Haus geht.

Die Stimmung ist sehr ausgelassen ...

... und man besprengt und bestreut sich gegenseitig mit gefärbtem Wasser und gefärbtem Puder, dem "Gulal", ...

... welches man hinterher wieder herunterbekommen muss. Daher ziehen sich viele Menschen während des Festes eher ältere Kleidung an, um die es nicht zu schade ist.

Hinter all dem Spaß hat das Fest aber ...

... eine religiöse Bedeutung.

Die Farben werden vor dem Verteilen auf dem Altar geweiht.

Man trinkt gemeinsam Tee oder "Bhang", ein berauschendes Getränk aus Blättern und Blüten der Cannabis-Pflanze mit Milch.

Am ersten Festtag wird in der Nacht ein Feuer entzündet und darin eine Figur aus Stroh, die sogenannte Holika, verbrannt.

Danach feiern die Menschen als Erinnerung an die Vernichtung der Dämonin das Fest Holi.

Das Festival feiert also auch den Sieg des Guten über das Böse.

Es markiert zudem den Frühlingsbeginn, also den Sieg des Frühlings über den Winter.

Das Fest wird auch zum Anlass genommen, alte Streitigkeiten zu begraben und sich zu versöhnen.

Eine sehr fröhliche Art, in den Frühling zu gehen. (Text: Andrea Beu)

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