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Huch, was ist denn nun schon wieder?
Überall auf der Welt legen sich Menschen …
… - ja, nicht nur - ...
… an den merkwürdigsten Orten mit dem Gesicht nach unten, …
… strecken ihre Beine durch, legen ihre Arme an …
… und lassen sich fotografieren.
Habachtstellung im Liegen also.
Ist es die Angst vor Erdbeben oder ähnlichen Katastrophen?
Nein. Es ist ein neuer Trend. Nun gut, so neu nun auch wieder nicht, wenn man seinem selbst ernannten australischen Erfinder glaubt. Er will vor sieben Jahren ein skurriles Ritual begründet haben, das bereits hunderttausende im Internet dokumentierte Anhänger gefunden hat: ...
... Planking.
Übersetzen lässt sich das Wort nur schwer, es heißt so viel wie Vertäfelung, Holzverkleidung oder Beplankung und kommt aus der Welt des Heimwerkens. Irgendwann fingen Jugendliche jedenfalls an, sich stocksteif auf die Erde oder an andere Orte zu legen und fotografieren zu lassen. "Lying Down Game" wurde es auch genannt.
Die Erfindung reklamieren bei Wikipedia zwei Männer aus Somerset in England mit dem Jahr 1997 für sich. Matt Fernandez aus dem australischen Melbourne will den Hype 2004 ins Leben gerufen haben.
Jedenfalls ist aus der anfänglichen Untergrundbewegung einiger gelangweilter Teenager eine echte Bewegung geworden.
Bewegung sollte man hier nur nicht wörtlich nehmen.
Männer, Frauen, Kinder, Alte, unbekannte Freunde, Sportstars, TV-Moderatoren – sie alle wollen Teil der Planking-Bewegung sein.
Im Internet existieren bereits zahlreiche Seiten, die die ungewöhnlichen Fotoshootings dokumentieren. Die offizielle Facebookseite hat bereits 200.000 Fans, iPlanking (von dort stammen fast alle Bilder hier) oder Plankingsaustralia heißen andere beliebte Adressen.
Massenberühmtheit erlangte das Phänomen allerdings jüngst durch zwei tragische Unfälle. Ein Australier wollte sich auf dem Kofferraum eines rasenden Autos fotografieren lassen, stürzt und zog sich schwere Kopfverletzung zu. Er schwebt in Lebensgefahr. Ein anderer Australier legte sich auf das Geländer seines Balkons und stürzte in den Tod.
Deshalb wird bereits auf den meisten Internetseiten vor zu großen Risiken gewarnt. Beim Planking sollte unbedingt auf die Sicherheit geachtet werden.
Aber warum machen die das denn nun überhaupt?
Es ist die wohl häufige Ursache für solche Phänomene, die sich über das Internet verbreiten: Ein Teil der Bewegung sein, den Hype mitzumachen, …
… die anderen im Wettbewerb um die kreativste Idee …
… und den ungewöhnlichsten Ort noch zu übertreffen.
Ein zutiefst menschliches Bedürfnis also, zur Geltung zu kommen und Anerkennung zu finden.
Psychologen versuchen den Trend noch zu begreifen, die Polizei warnt bereits ebenso davor wie die australische Regierung.
Doch schon liegt wieder jemand stocksteif in der Gegend rum und lässt sich fotografieren.
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