| SA | 9° / 23° |
| SO | 12° / 22° |
Es ist die schwerste Naturkatastrophe in Russland seit Jahrzehnten.
Hunderttausende Einsatzkräfte aus Militär, Feuerwehr sowie Freiwillige kämpfen bis zur Erschöpfung ...
... gegen die verheerenden Wald- und Torfbrände, ...
... die in weiten Teilen des Landes wüten. In vielen Regionen gilt Ausnahmezustand.
Die Situation im Land sei dramatisch, klagte der Leiter des nationalen Krisenzentrums, Wladimir Stepanow. Landesweit gebe es bis zu 400 neue Brände. Sogar auf Satellitenbildern kann man die Rauchschwaden im europäischen Teil Russlands erkennen.
Nach offiziellen Angaben starben bisher mehr als 40 Menschen. Die Hilfsorganisation Caritas International rechnet jedoch aufgrund von Angaben ihrer russischen Gruppen mit deutlich mehr Toten.
Hunderte Menschen wurden bei den Bränden verletzt.
Tausende Bewohner verloren ihr Hab und Gut.
Ganze Dörfer liegen in Schutt und Asche.
Rund 500.000 Hektar Fläche brennen.
Das entspricht der doppelten Fläche von Luxemburg.
Betroffen sind auch Biosphärenreservate wie etwa in Rjasan, rund 200 Kilometer südöstlich von Moskau.
Die Behörden meldeten Festnahmen von Brandstiftern und Plünderern, die versucht hätten, sich an der Katastrophe zu bereichern.
Der russische Regierungschef Putin rief die Gouverneure der betroffenen Regionen zu einer Krisensitzung nach Moskau zusammen und forderte sie nachdrücklich auf, Wiederaufbaupläne zu entwickeln und Schadensbilanzen aufzustellen: "Ich will noch heute erfahren, wie der Wiederaufbau organisiert wird. Ich will Pläne für jede Region, jeden Ort, jedes Haus."
Die Regierung war zuvor in ungewohnter Offenheit für ihre Reaktion auf die Brände kritisiert worden. Bei einem Besuch in Nischni Nowgorod wurde Putin von Brandopfern mit wütenden Tiraden empfangen.
Bei Moskau und Nischni Nowgorod begannen Soldaten damit, Rohrleitungen zu verlegen, um Wasser in die Brandherde zu pumpen.
Auch die Moskauer Innenstadt ist durch den Brandrauch ...
... in dichten Nebel gehüllt.
Von der russischen Hauptstadt sind die Brände nur noch etwa zehn Kilometer entfernt, so Stepanow.
Russland erlebt derzeit eine Hitze und Trockenheit wie seit mehr als 130 Jahren nicht mehr.
Die Temperaturen in Moskau sollen bis Ende der Woche auf mehr als 40 Grad Celsius steigen, sagen Meteorologen. Eine Abkühlung ist nicht in Sicht.
Die Dürre hat bereits auch große Teile der Ernte vernichtet. Russland ist einer der weltgrößten Exporteure von Weizen.
Die Schäden gehen nach Schätzungen in die Milliarden.
Die Schäden an der Natur sind ebenso enorm: "Es dauert mindestens fünf Jahre, bis die Natur zu etwa 50 Prozent wiederhergestellt ist", sagte ein Forstexperte.
Er sei "fassungslos", welch riesige Waldfläche vernichtet worden sei. (abe/dpa)
Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.
Bitte überprüfen Sie Ihre Angaben.