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Traditionelle afrikanische Religion: Voodoo-Festival mit Tieropfern und Zauberei

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Jedes Jahr im Januar treffen sich in Ouidah, einer kleinen Stadt in Benin, Festivalbesucher aus nah und fern zum Voodoo. (Foto: REUTERS)

Jedes Jahr im Januar treffen sich in Ouidah, einer kleinen Stadt in Benin, Festivalbesucher aus nah und fern zum Voodoo.

Jedes Jahr im Januar treffen sich in Ouidah, einer kleinen Stadt in Benin, Festivalbesucher aus nah und fern zum Voodoo.

Eine Woche lang kommen Priester und Würdenträger, Reiche und Arme, Einheimische und Fremde zusammen.

Das Fest erinnert an die schätzungsweise 60 Millionen Menschen, die während des afrikanischen Sklavenhandels ihre Freiheit und ihre Heimat verloren haben.

Sklaven aus Nigeria, Togo, Ghana und ganz Westafrika wurden unter anderem von der Hafenstadt Ouidah am Atlantik aus abtransportiert.

Mit sich nahmen sie ihre traditionelle Religion des Voodoos, das viele Elemente aus Philosophie und Medizin miteinander verbindet.

Der zentrale Glauben des Voodoos ist es, das Geistwesen den Kontakt zu den Göttern vermitteln.

Diese Geistwesen können auch in Menschen wohnen.

Es gibt etwa 100 Gottheiten, beispielweise für Krieg, Krankheit, Heilung, Erde, Blitzschlag oder Gerechtigkeit.

Das Voodoo-Fest ist seit mehr als 20 Jahren in Benin ein Nationalfeiertag.

Die Feierlichkeiten umfassen traditionelle Tänze und Tieropfer.

Die Gläubigen ziehen zu speziellen Voodoo-Schreinen, wie diesen am Kpasse-Wald.

In rituellen Tänzen wenden sich die Menschen an die Geister.

Oft sind sie mit Palmöl und Farben eingerieben.

Zu den traditionellen Voodoo-Riten gehören auch Tieropfer.

Voodoo-Gläubige sind überzeugt, dass erst das frische Blut der Opfertiere bewirkt, dass die Geister ihre Kräfte freisetzen können.

In Benin ist Voodoo ein wichtiger Teil des spirituellen Erbes.

Auch in der Alltagskultur des Landes spielt der alte Glaube nach wie vor eine große Rolle.

Die Ausbildung der Priester beginnt im frühen Kindesalter und kann mehrere Jahrzehnte dauern. Voodoo-Priester sind Geistliche, Ärzte und Psychologen in einer Person.

Kommuniziert wird mit den Göttern in Form von Zeremonien oder Gesprächen.

Nach den Vorlieben der Götter richten sich auch die jeweiligen Opfergaben. Das können Alkohol, Süßigkeiten und auch Zigaretten sein.

Obwohl sich viele Gläubige auch zur christlichen Religion bekennen, ...

... bleibt Voodoo ein wichtiger Teil ihres Lebens.

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