Afrika - ein Kontinent von unglaublicher Weite.Bild 1 von 95 Nach Asien ist Afrika der zweitgrößte Kontinent der Erde. Er wird von 924 Millionen Menschen bevölkert.Bild 2 von 95 Innerhalb Afrikas bildet die Sahara eine natürliche Grenze, welche den Kontinent geographisch, ethnisch und kulturell trennt. In Nordafrika wohnen hauptsächlich Berber und Araber. Der andere Teil, Subsahara-Afrika, wird hauptsächlich von Schwarzafrikanern bewohnt.Bild 3 von 95 Charakteristisch für eine Vielzahl afrikanischer Staaten sind die multikulturellen Gesellschaften, die aus den kolonialen Grenzziehungen entstanden sind.Bild 4 von 95 In den meisten Ländern gibt es verschiedene Bevölkerungsgruppen, die eine jeweils eigene Kultur, eigene Organisations- und Wertesysteme und in der Regel eigene Sprachen haben.Bild 5 von 95 Diese Heterogenität ist eine Wurzel für zahlreiche Konflikte in den relativ jungen unabhängigen Staaten Afrikas.Bild 6 von 95 Eins der aktuellsten Beispiele ist SIMBABWE. Robert Mugabe ist seit 1980 an der Macht. Damals putschte seine jetzige Regierungspartei ZANU das Smith-Regime, eine weiße Minderheitsregierung.Bild 7 von 95 Mugabe enteignet brutal und chaotisch weiße Farmer, die durch kommerzielle Bestellung der Felder dem Land eine positive Wirtschaftbilanz beschert hatten.Bild 8 von 95 Jedoch gibt es keine Ersatzkräfte. Der bisher unterdrückten schwarzen Bevölkerung fehlt das nötige Fachwissen, um erfolgreich Landwirtschaft zu betreiben.Bild 9 von 95 Die versprochene Modernisierung bleibt aus und die Bevölkerung verarmt.Bild 10 von 95 Die Lebenserwartung in Simbabwe ist auf 34 Jahre gesunken. Jede Woche sterben etwa 3500 Menschen.Bild 11 von 95 Bereits ein Drittel der Bevölkerung ist aus Simbabwe geflohen, viele von ihnen nach Südafrika. Auf diesem Foto sind Simbabwer in Johannesburg zu sehen, wo sie gegen Mugabe demonstrieren.Bild 12 von 95 In Simbabwe blüht nur der Schwarzmarkt. Was die Politik Mugabes ausmacht, ist "bad governance" - schlechtes Regieren -, Misswirtschaft und Repression.Bild 13 von 95 Die Inflation in Simbabwe ist enorm. Mit einer Inflationsrate von 66.000 Prozent hat das Land einen neuen Weltrekord aufgestellt.Bild 14 von 95 Die Präsidenten- und Parlamentswahlen vom 29. März 2008 versprachen Veränderung. Der Kandidat der oppositionellen Bewegung für einen Demokratischen Wandel (MDC), Morgan Tsvangirai, hatte gute Aussichten, die Wahl zu gewinnen.Bild 15 von 95 Wahlprognosen sagten ihm einen deutlichen Sieg voraus.Bild 16 von 95 Nach offiziellen Wahlergebnissen aus Harare konnten weder Mugabe noch Tsvangirai die absolute Mehrheit hinter sich vereinigen. Westliche Beobachter gehen davon aus, dass es massive Wahlfälschungen gab. Eine Stichwahl sollte die Entscheidung bringen.Bild 17 von 95 Im nun folgenden Wahlkampf lässt Mugabe die Anhänger der Oppositionsbewegung verfolgen und ermorden. Die Bevölkerung wird systematisch eingeschüchtert. Hier zu sehen sind MDC-Anhänger, die in die US-Botschaft fliehen wollen.Bild 18 von 95 Der Diktator droht offen mit Krieg. Überall im Land lässt er das Militär aufmarschieren.Bild 19 von 95 Nachdem Tsvangirai selbst des Öfteren inhaftiert wird, zieht er seine Kandidatur aus Angst um das Leben seiner Wähler zurück.Bild 20 von 95 Mugabe lässt sich als Präsident vereidigen.Bild 21 von 95 Einen Tag später reist der 84-Jährige zum Gipfel der Afrikanischen Union. Die anderen Gipfelteilnehmer kritisieren Mugabe verhalten, seine Wiederwahl hätte den "Standards der AU für demokratische Wahlen nicht genügt".Bild 22 von 95 Unter der Führung des südafrikanischen Präsidenten Mbeki vermitteln die afrikanischen Staaten zwischen Mugabe und Tsvangirai. Mugabe sagt Gespräche über eine Machtteilung zu - doch die Verhandlungen geraten ins Stocken.Bild 23 von 95 KENIA - bis vor kurzem noch ein beliebtes Touristenziel. Safari und Erlebnistouren gehörten zum Standardprogramm der Europäer.Bild 24 von 95 Ende Dezember 2007 findet die Präsidentschaftswahl statt, bei der der amtierende Präsident Mwai Kibaki (Partei der nationalen Einheit - PNU; hier rechts) gegen Raila Odinga (Orange Democratic Movement - OMD; links) antritt.Bild 25 von 95 Wahlforscher sagen einen eindeutigen Sieg für Odinga voraus, kurz nach der Wahl wird jedoch der Sieg Kibakis verkündet. Wahlbeobachter werfen Kibaki massiven Wahlbetrug vor, da Odinga bei den vorläufigen Auszählungen der Stimmzettel führte.Bild 26 von 95 In einigen Provinzen wird eine Wahlbeteilung von 115 Prozent ermittelt. In der folgenden Zeit kommt es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Regierung und Opposition. Der Wahlbetrug ist nur Auslöser in diesem Konflikt.Bild 27 von 95 Hintergrund sind auch die ethnischen Konflikte zwischen den beiden größten Volksgruppen Kikuyu und Luo. Viele Angriffe gelten den Angehörigen des Kikuyu-Volkes, der mächtigsten Volksgruppe, der auch Kibaki angehört.Bild 28 von 95 Odinga hingegen ist ein Luo. Hunderte Menschen kommen bei Straßenkämpfen und Morden ums Leben.Bild 29 von 95 Leute, die vorher friedlich zusammenlebten, schlachten sich gegenseitig ab. Hier schlagen Angehörige des Luo-Stammes auf einen Kikuyu ein.Bild 30 von 95 Die ethnisch motivierten Gewaltausbrüche nehmen zu. Die Situation eskaliert.Bild 31 von 95 Zahlreiche Menschen sind auf der Flucht.Bild 32 von 95 Im Februar 2008 kommt es unter der Vermittlung des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan (l) zu Verhandlungen zwischen Odinga und Kibaki. Im April wird eine Koalitionsregierung gebildet, Odinga wird vom Präsidenten Kibaki zum Ministerpräsidenten ernannt.Bild 33 von 95 Im westsudanesischen DARFUR beginnt 2003 eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen den in Darfur ansässigen schwarzafrikanischen Stämmen und dem islamistischen Militärregime in Khartum.Bild 34 von 95 Grund des Konfliktes ist der Ausschluss des Westsudans von der Macht- und Ressourcenverteilung zwischen Nord- und Südsudan.Bild 35 von 95 Der Wunsch nach größerer politischer Autonomie wird von dem Zentrum-Peripherie-Konflikt zwischen der Zentralregierung in Khartum und dem politisch marginalisierten und wirtschaftlich unterentwickelten Westen des Landes begleitet.Bild 36 von 95 Die sudanesischen Rebellenorganisationen Sudan Liberation Movement/Army (SLM/A) und Justice and Equality Movement (JEM) ...Bild 37 von 95 ... stehen der von der Regierung eingesetzten Reitermiliz (sog. Janjaweed), die sich hauptsächlich aus arabischstämmigen Söldnern zusammensetzt, gegenüber.Bild 38 von 95 Die Reitermilizen morden und vergewaltigen, ...Bild 39 von 95 ... zerstören ganze Dörfer und vertreiben die Bevölkerung.Bild 40 von 95 Rund zweieinhalb Millionen Menschen sind seit Beginn des Konfliktes auf der Flucht. Laut UN-Angaben sind in den letzten fünf Jahren 300.000 Menschen in Darfur ermordet worden.Bild 41 von 95 Die Flüchtlinge sind vollständig auf Hilfe von außen angewiesen.Bild 42 von 95 Die Camps, in denen sie hausen, können bis zu 100.000 Menschen aufnehmen und sind regelrechte "Gefängnisse unter offenem Himmel", so der Projektleiter von "Ärzte ohne Grenzen" in West-Darfur, Jean-Sebastien Matte.Bild 43 von 95 Der Schutz der Zivilisten gestaltet sich schwierig. Immer mehr Kinder werden zu Kindersoldaten gemacht.Bild 44 von 95 Aufgrund der massiven Verschlechterung der Sicherheitslage in der Krisenprovinz wird ein robustes Mandat für 20.000 UN-Blauhelme beschlossen. Die AU-Friedensmission wird in die Blauhelmmission UNAMID (United Nations African Union Mission in Darfur) überführt.Bild 45 von 95 Auch zahlreiche Prominente (hier Mia Farrow mit Michel Friedman) setzen sich für eine Lösung des Konfliktes in Darfur ein. Auf dem Plakat wird Kritik an China deutlich, das seinen Einfluss im Sudan nicht dazu nutzt, den Völkermord zu stoppen.Bild 46 von 95 Der Chefankläger beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, Luis Moreno-Ocampo, beantragt einen Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar Hassan al-Baschir ...Bild 47 von 95 ... dem er Völkermord an der schwarzafrikanischen Bevölkerung in der Region Darfur vorwirft. Al-Baschir bezeichnet die Anschuldigungen als Lügen und erklärt, dass er das Gericht nicht anerkenne.Bild 48 von 95 Der Konflikt greift auch auf den TSCHAD über, der unter dem starken Flüchtlingsstrom aus Darfur leidet. Mittlerweile sollen 200.000 Menschen aus Darfur in das Nachbarland geflohen sein.Bild 49 von 95 Der Präsident der ehemaligen französischen Kolonie, Idriss Déby, gehört der gleichen Volksgruppe an wie ein Teil der Rebellen, die in der Krisenregion Darfur gegen die sudanesische Armee kämpfen.Bild 50 von 95 Die sudanesische Regierung wirft ihm vor, die Darfur-Rebellen militärisch zu unterstützen. Sie revanchiert sich, indem sie ihrerseits den tschadischen Rebellen Unterschlupf und vermutlich auch militärische Hilfe gewährt.Bild 51 von 95 Zwischen dem benachbarten Sudan und dem Tschad gibt es seit Beginn des Darfurkonflikts daher einen "Zustand der Feindseligkeit".Bild 52 von 95 Im März unterzeichnen Al-Baschir (l) und Déby (r) ein Friedensabkommen. Der Pakt soll die seit rund fünf Jahren andauernden Feindseligkeiten zwischen den afrikanischen Nachbarstaaten beenden.Bild 53 von 95 Jedoch hat der Tschad weiterhin große Probleme mit den Rebellentruppen im eigenen Land, die im Februar bis in die Hauptstadt N'Djamena vorgedrungen sind. Die Rebellen wollen Déby stürzen und von dem Ölreichtum des Landes profitieren.Bild 54 von 95 Rund 30.000 Menschen fliehen aus der Hauptstadt in das benachbarte Kamerun.Bild 55 von 95 Die französische Regierung lässt hunderte Menschen aus dem Tschad ausfliegen, hält sich ansonsten jedoch zurück.Bild 56 von 95 Inzwischen sind die Rebellen vorerst wieder vertrieben. Das Leid im Tschad nimmt dennoch kein Ende.Bild 57 von 95 SOMALIA - Musterbeispiel eines "failed state", eines so genannten gescheiterten Staates. Seitdem der Diktator Siad Barre 1991 gestürzt wurde, herrscht in dem Land Chaos.Bild 58 von 95 Jegliche Staatsstruktur fehlt. Warlords kontrollieren Somalia und kämpfen um ein Stück Zentralgewalt in dem kollabierten Staat.Bild 59 von 95 Verschiedene Clans haben sich zusammengeschlossen und kontrollieren die Bürgerkriegsökonomie: Wegzölle, Piraterie, Schmuggel und der Import von Banknoten gehören zu ihrem Repertoire.Bild 60 von 95 Die UN haben den Piraten in somalischen Hoheitsgewässern den Kampf angesagt. Angesichts zunehmender Überfälle auf Schiffe hat der Weltsicherheitsrat andere Staaten ermächtigt, dort mit Kriegsschiffen und Flugzeugen gegen die Piraten vorzugehen.Bild 61 von 95 Die Zeit direkt nach Barres Sturz war besonders schlimm für die Zivilbevölkerung. Dürre, Krieg und Staatszerfall kosteten 1991/92 schätzungsweise 300.000 Menschen das Leben.Bild 62 von 95 Die Union Islamischer Gerichte, eine Vereinigung von Scharia-Gerichten, gewinnt zunehmend an Macht. 2006 vertreiben sie die Warlords aus Mogadischu, besetzen die Stadt und kämpfen gegen die im Jahr 2000 gebildete Übergangsregierung.Bild 63 von 95 Äthiopien, das sich durch die Union bedroht fühlt, erklärt den Islamisten den Krieg. Die Union flieht vorerst aus Mogadischu.Bild 64 von 95 Die Übergangsregierung zieht daraufhin erstmals in die Haupstadt ein und versucht sich nun dort zu etablieren. Hier zu sehen sind Premierminister Nur Hassan Hussein (l.) und der Präsident Abdullahi Yusuf Ahmed (r.).Bild 65 von 95 Die Übergangsregierung wird von 55.000 äthiopischen Soldaten unterstützt, da sie sich ohne fremde Militärhilfe kaum behaupten kann. Die afrikanische Friedenstruppe AMISOM soll helfen, Somalia zu stabilisieren, und die kontroverse äthiopische Militärpräsenz ersetzen.Bild 66 von 95 Seit den Terroranschlägen des 11. September 2001 interessieren sich vor allem die USA wieder verstärkt für eine Stabilisierung Somalias, da sie befürchten, dass sich dort Terroristen-Camps bilden könnten.Bild 67 von 95 Die Geschichte der DEMOKRATISCHEN REPUBLIK KONGO beginnt mit Patrice Lumumba, dem ersten Präsidenten des unabhängigen Kongo. Er wird 1961, wohl auf Anordnung von US-Präsident Eisenhower und unter Kenntnis des belgischen Königs Baudouin ermordet.Bild 68 von 95 Daraufhin ergreift Joseph Mobutu (hier mit Altkanzler Kohl) die Macht. Diktatorisch regiert er das 1971 in Zaire umbenannte Land bis 1997.Bild 69 von 95 Angeführt von Laurent Kabilas "Alliance des forces pour la libération du Congo-Zaire" (AFDL) beginnt im Herbst 1996 eine von Ruanda und Uganda initiierte Invasion in den Kongo (Erster Kongokrieg, 1996-1997).Bild 70 von 95 Offiziell wollen Ruanda und Uganda eine Pufferzone errichten, die die Hutu-Milizen aus Ruanda zurückhalten soll.Bild 71 von 95 Jedoch tritt schnell die wirtschaftliche Ausbeutung des Kongo in den Vordergrund. Der Osten des Landes ist rohstoffreich. Neben Gold und Diamanten ...Bild 72 von 95 ... ist vor allem das Roherz Coltan sehr begehrt.Bild 73 von 95 Das Mobutu-Regime befindet sich in einer Krise, die die Invasion und die Formierung konkurrierender Milizen auf der kongolesischen Seite begünstigt. Kabila (hier im Bild) übernimmt 1997 die Macht im Kongo.Bild 74 von 95 Er versucht sich des Einflusses der ruandischen und ugandischen Milizen zu entledigen, die jedoch ihre Machtstellung in der rohstoffreichen Ostprovinz nicht aufgeben wollen und sich schließlich gegen ihn richten (Zweiter Kongokrieg 1998).Bild 75 von 95 Kabila erkauft sich die Unterstützung afrikanischer Nachbarstaaten; der Konflikt wird zum "Ersten afrikanischen Weltkrieg".Bild 76 von 95 Die Zahl der Opfer der Kongokriege wird auf 4 bis 5,4 Millionen geschätzt.Bild 77 von 95 2001 wird Kabila ermordet, sein Sohn Joseph (hier mit Papst Benedikt) folgt ihm ins Amt. Seitdem versucht er, die Staatlichkeit im Kongo wieder herzustellen.Bild 78 von 95 Er bindet verstärkt internationale Organisationen ein. Die mit fast 18.000 Mann größte UN-Friedenstruppe MONUC (Mission der Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik Kongo) trägt zur Stabilisierung des Landes erheblich bei.Bild 79 von 95 Am 30. Juli 2006 finden die ersten freien Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. UN-Truppen sind präsent, um den Ablauf der Wahl zu sichern. Kabila setzt sich gegen seinen Widersacher Bemba Gombo durch.Bild 80 von 95 Er bemüht sich um eine Politik der Einbindung der Konfliktparteien. Bisher konnte Kabila jedoch die Hutu-Milizen nicht zum Rückzug in ihr Nachbarland bewegen. Es kommt immer wieder zu Kämpfen mit den Rebellentruppen.Bild 81 von 95 2008 wird ein Friedensvertrag mit den Rebellentruppen geschlossen, aber die Unterschrift des Anführers des von Ruanda gestützten "Rassemblement congolais pour la démocratie" (RCD), Laurent Nkunda, fehlt. Er ist Kabilas größter Widersacher.Bild 82 von 95 Die ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK leidet unter einer schweren Finanzkrise. Der Norden des Landes ist weiterhin eine unsichere Region, in der Geiselnahmen und Überfälle auf Regierungstruppen für Unsicherheit sorgen.Bild 83 von 95 Man geht davon aus, dass über 78.000 Menschen das Land verlassen haben, 212.000 sind innerhalb der Grenzen auf der Flucht. Die Konflikte im Tschad und in Darfur beginnen auf die Zentralafrikanische Republik überzugreifen.Bild 84 von 95 In UGANDA findet seit mehr als 20 Jahren ein Guerillakrieg zwischen der Regierung und Rebellentruppen im Norden des Landes statt. Mehr als 10.000 Menschen sind ihm bereits zum Opfer gefallen.Bild 85 von 95 Joseph Kony, der Führer der Lord's Resistance Army (LRA), kämpft für die Errichtung eines Gottesstaates auf Grundlage der zehn Gebote. Luis Moreno-Ocampo, Chefankläger des ICC, hat 2003 Haftbefehle gegen Kony erlassen.Bild 86 von 95 Die LRA entführt im Norden Ugandas Kinder, um sie als Kindersoldaten oder Sex-Sklaven zu missbrauchen.Bild 87 von 95 Als "brutalste Rebellenorganisation der Welt" wird die LRA von Jan Egeland, dem Vizegeneralsekretär für Humanitäre Angelegenheiten und Koordinator für Nothilfe der UNO, bezeichnet. Praktisch wahllos plündern, morden und vergewaltigen sie.Bild 88 von 95 In NIGERIA schwelen seit Jahren Konflikte um die Erdölförderung. Ein Problem ist die Ressourcenverteilung, ein anderes die erhebliche Umweltverschmutzung, die ein Nebenprodukt der Ölförderung ist.Bild 89 von 95 Rebellen werfen der Zentralregierung eine ungerechte Ressourcenverteilung vor und den ansässigen Öl-Konzernen eine rücksichtlose Ausbeutung der Umwelt. Erhebliche Schäden für die Landwirtschaft und die Fischerei sind die Folge.Bild 90 von 95 Das Movement for the Emancipation of the Niger Delta (MEND) ist die wohl wichtigste Rebellentruppe im Nigerdelta. Sie verübt Anschläge auf Förderplattformen, zündet Autobomben und nimmt ausländische Ölarbeiter als Geiseln, um ihre Forderungen durchzusetzen.Bild 91 von 95 2002 wird die Organisation Afrikanischer Einheit (OAE) in die Afrikanische Union (AU) überführt - ein erneuter Versuch die Einheit und Entwicklung des Kontinents zu stärken. Der institutionelle Aufbau der AU ist stark an die EU angelehnt.Bild 92 von 95 Die AU umfasst alle afrikanischen Staaten (außer Marokko). Im Gegensatz zu der OAE ist die Souveränität der Staaten durch einen Interventionsmechanismus deutlich eingeschränkt.Bild 93 von 95 Der Rat für Frieden und Sicherheit ist für Konfliktprävention zuständig. Er kann die Entsendung von Friedensmissionen anordnen und der Versammlung militärische Zwangsmaßnahmen empfehlen, um Frieden und Sicherheit wiederherzustellen.Bild 94 von 95 Der Postkolonialismus ist geprägt von Leid, Gewalt und Kriegen. Ob die AU erfolgreich sein wird, wird sich erst in Zukunft zeigen. Hoffen wir, dass es der Union gelingt, dem afrikanischen Kontinent in Zukunft Frieden zu bringen. (Alle Bilder: AP / dpa)Bild 95 von 95