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Montag, 16. Dezember 2013

Aufsteiger, Sitzenbleiber und Verlierer: Das sind Deutschlands neue Minister

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Angela Merkel ist die alte ... (Foto: picture alliance / dpa)

Angela Merkel ist die alte ...

Angela Merkel ist die alte ...

... und die neue Bundeskanzlerin. So weit, so erwartet. Für Überraschung sorgte, dass die CDU-Chefin ...

... Ursula von der Leyen an die Spitze des Verteidigungsministeriums stellte. Die 55-Jährige gilt schon lange als mögliche Nachfolgerin Merkels. Jetzt erst recht.

Thomas de Maizière muss das Verteidigungsministerium nun räumen. Was sich als Bestrafung für das Drohnen-Debakel rund um den "Euro Hawk" lesen lässt, ist in Wirklichkeit eine Beförderung für den CDU-Mann.

De Maizière darf in das Innenministerium zurückkehren. Er musste es 2011 verlassen, um die Lücke, die Karl Theodor zu Guttenberg im Verteidigungsministerium hinterließ, zu stopfen. De Maizière hegte im Innenministerium große Ambitionen.

Zu den Aufsteigern in der CDU zählt auch Hermann Gröhe. Bisher war er Generalsekretär.

Jetzt darf er sich Gesundheitsminister nennen. Das ist nicht das beliebteste Haus, aber Minister ist Minister.

Das Finanzministerium bleibt in den Händen der Christdemokraten und damit in den Händen von Wolfgang Schäuble.

Auch bei Johanna Wanka verändert sich nichts. Die Nachfolgerin der an einer Plagiatsaffäre gestrauchelten Annette Schavan bleibt Bildungsministerin.

Ganz klar ist es nicht, ob Peter Altmaier seinen Wechsel ins Kanzleramt als Beförderung empfindet. Eigentlich wollte der 55-Jährige weiterhin im Umweltministerium die Energiewende voranbringen. Als Trost winkt nun mehr Einfluss in der Parteiführung.

Während es bei der CDU vor allem Gewinner gibt, muss manch ein Christsozialer Rückschläge verkraften - trotz des gewaltigen Erfolgs der Partei bei den Landtagswahlen in Bayern. Hans-Peter Friedrich verliert das bedeutsame Innenministerium.

Jetzt steht nicht mehr die Aufklärung des NSA-Skandals ganz oben auf seiner politischen Agenda, sondern der nächste Besuch auf der Grünen Woche. Friedrich wird Landwirtschaftsminister in einem entkernten Haus. Denn der Verbraucherschutz wird künftig im Justizministerium verwaltet.

Alexander Dobrindt und ...

... Gerd Müller sind eigentlich Aufsteiger. Dobrindt übernimmt das Verkehrsministerium und damit auch das Thema Internet, der noch unbekannte Müller ist für die Entwicklungshilfe zuständig. Dass der CSU nun drei zweitrangige Ministerien zufallen, ist insgesamt aber eine Abwertung. Die Partei ist der große Verlierer des Postengeschachers, denn ...

... für die SPD gilt, was auch für die CDU richtig ist: Es gibt praktisch nur Gewinner. Parteichef Sigmar Gabriel musste lange bangen. Ein Erfolg des Mitgliedervotums zum Koalitionsvertrag, das er anstieß, war nicht garantiert.

Sein Mut zahlte sich allerdings aus. Die Sozialdemokraten stimmten mit großer Mehrheit für die Koalition. Gabriel darf sich jetzt Wirtschafts- und Energiewendeminister nennen und obendrein stellvertretender Bundeskanzler.

Das wohl wichtigste Ministerium für die Sozialdemokraten übernimmt Generalsekretärin Andrea Nahles. Sie ist künftig für Arbeit und Soziales zuständig - und damit auch für den Mindestlohn von 8,50 Euro.

Frank-Walter Steinmeier kehrt zurück ins Außenministerium, ein prestigeträchtiger Posten.

Mit ihren 39 Jahren ist Manuela Schwesig das Küken im Kabinett. Wie gefährlich diese Rolle ist, zeigte sich deutlich bei ihrer Vorgängerin Kristina Schröder von der CDU.

Schwesig hat allerdings schon Erfahrung in ihrem Amt. Schon 2008 übernahm sie in ihrer Heimat Mecklenburg-Vorpommern das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales.

Barbara Hendricks ist nun die erste Frau im Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Eine gewaltige Aufgabe für eine noch weitgehend unbekannte Politikerin.

Hendricks kennt das politische Geschäft allerdings lange. Schon 1998 diente sie Gerhard Schröder als Staatssekretärin im Finanzministerium. Zuletzt war sie Schatzmeisterin der SPD.

Für eine der größten Überraschungen sorgte Heiko Maas. Der 47-Jährige hat den Ruf des ewigen Zweiten. Seine Versuche, im Saarland Ministerpräsident zu werden, scheiterten immer wieder. Jetzt darf er das Justizministerium führen.

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