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Montag, 01. September 2014

Milane, Sturmgewehre, Dingos: Das sind die Waffen für die Kurden

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Es ist noch nicht allzulange her, dass die meisten Deutschen mit Milan entweder diese Prachtburschen oder ... (Foto: imago/Buzzi)

Es ist noch nicht allzulange her, dass die meisten Deutschen mit Milan entweder diese Prachtburschen oder ...

Es ist noch nicht allzulange her, dass die meisten Deutschen mit Milan entweder diese Prachtburschen oder ...

... diesen Prachtburschen meinten.

Doch diese Zeiten sind vorbei, heutzutage hat ein Milan so auszusehen.

Seit die Bundesregierung darüber nachdenkt, den kurdischen Peschmerga im Kampf gegen die IS-Terrormiliz mit deutschen Waffensystemen beizustehen, ist die Panzerabwehrlenkwaffe in aller Munde.

Nun veröffentlicht die Bundesregierung eine vollständige Liste der zu liefernden Waffensysteme, und siehe da: Milan bildet mit 30 Stück sowie 500 dazugehörigen Raketen nur einen kleinen Teil der Lieferung.

Außerdem mit dabei und ebenfalls vorrangig zur Zerstörung gepanzerter Ziele geeignet ist die Panzerfaust 3. 200 Stück will die Bundeswehr in die kurdische Hauptstadt Erbil liefern. Das System ist deutlich kompakter, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Statt aus bequemen zwei Kilometern Entfernung muss sich der Schütze bis auf 400 Meter an sein Ziel heranwagen.

Und noch ein Panzerabwehrsystem findet sich im Portfolio der Hilfslieferung: 40 Stück der "Schweren Panzerfaust 84mm" bekommen die Kurden. Die allerdings soll, wie schon bei der Bundeswehr, zweckentfremdet werden: Anstelle von Granaten verschießt die Panzerfaust Leuchtmunition, um nächtliche Gefechte zu ermöglichen.

Einen Hauptteil der ersten Lieferung machen Sturmgewehre vom Typ G3 aus. Dafür gräbt die Bundeswehr tief in ihren Depots: Insgesamt 8000 der größtenteils bereits eingemotteten Gewehre werden in den Irak verschifft.

Sollte das nicht reichen, folgen in einer dritten Lieferung 8000 der modernen G36-Gewehre, der Standardinfanteriewaffe der Bundeswehr.

Vergleichsweise wenige Maschinengewehre finden ihren Weg in die kurdischen Gebiete: Nur 40 MG3 sollen den Peschmerga bei ihrem Kampf gegen den IS helfen. Gut möglich, dass die Bundeswehr nicht allzuviele Maschinengewehre entbehren kann: Dieses Modell ist schließlich noch im aktiven Dienst.

Ganz im Gegensatz zur Pistole P1: Die ist längst durch eine modernere Waffe abgelöst. 8000 Stück des alten Eisens sollen in den Irak geliefert werden.

Ebenfalls alt, dafür aber beinahe schon legendär ist die militärische Version der Mercedes-G-Klasse: 60 Wolf-Geländewagen gehören zum Lieferumfang, genau wie 40 leichte Unimog-Laster (nicht im Bild).

Sollten die älteren Fahrzeuge nicht genügen, um die IS-Truppen zurückzudrängen, will die Bundesregierung später nachlegen: Ähnlich wie bei den Sturmgewehren werden dann in einer dritten Tranche fünf dieser gepanzerten Dingos geliefert, die bereits im Afghanistan-Einsatz gute Dienste leisteten.

Die Waffen und Fahrzeuge werden durch umfassende Equipmentlieferungen abgerundet. Neben 680 Nachtsichtgeräten und 700 Funkgeräten ...

... liefert die Bundesregierung auch so banale, aber wichtige Dinge wie 25 Feldküchen und 125 Zelte.

Und, nicht zu vergessen, eine umfangreiche Schutzausrüstung: 4000 Gefechtshelme, 4000 ballistische Schutzbrillen sowie 4000 Schutzwesten sollen die kurdischen Kämpfer bekommen.

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