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Löw, Ferres, Kerkeling: Diese Promis wählen den Bundespräsidenten

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Am 12. Februar 2017 wird es voll im Berliner Reichstag. (Foto: imago/fossiphoto)

Am 12. Februar 2017 wird es voll im Berliner Reichstag.

Am 12. Februar 2017 wird es voll im Berliner Reichstag.

Denn dort kommen dann, wie hier im Jahr 2012, 1260 Wählerinnen und Wähler in der Bundesversammlung zusammen, …

… um den Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck zu wählen.

Sie ist natürlich bei der Wahl dabei.

Er selbstverständlich auch, …

… schließlich möchte er derjenige sein, der Gauck ins Schloss Bellevue folgt.

Doch in der Bundesversammlung, die je zur Hälfte aus 630 Bundestagsabgeordneten und 630 Wahlfrauen und -männern aus den Bundesländern besteht, …

… sitzen nicht nur Politiker, sondern traditionell auch Prominente aus Sport (wie hier Otto Rehagel 2012) und Unterhaltung.

Am eifrigsten, was die Entsendung von Promis angelangt, ist die SPD. Der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern schickt unter anderem Roland Keiler alias Roland Kaiser nach Berlin.

Der Schlagersänger, hier mit Frank-Walter Steinmeier 2013, ist langjähriges SPD-Mitglied.

Auch Kaisers Kollege Peter Maffay vertritt die Sozialdemokraten – allerdings für das Saarland.

Steinmeiers Landesverband Brandenburg setzt ebenfalls auf die Macht der Musik und ist unter anderem mit Karin Ilse Überall - besser bekannt als Katja Ebstein - vertreten.

Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel reist auch ins benachbarte Berlin, um für Steinmeier zu stimmen, …

… genau wie der ehemalige brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck.

Für die nordrhein-westfälischen Sozialdemokraten nehmen der ehemalige Vizekanzler Franz Müntefering (hier mit Ex-Kanzler Gerhard Schröder im Frühjahr 2016), …

… die Schauspielerin Mariele Millowitsch (hier mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft) …

… und die ehemalige Speerwerferin Linda Stahl an der Bundesversammlung teil. "Ich bin schon etwas aufgeregt", sagt die Olympiasiegerin, die bereits bei der Bundesversammlung 2012 für die SPD dabei war.

Der Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL), Reinhard Rauball, vertritt ebenfalls die SPD NRW.

Auch die SPD Niedersachsens nimmt die Wahl sportlich und entsendet Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus nach Berlin.

Für die bayrischen Sozialdemokraten gibt die zwölffache Paralympics-Siegerin Verena Bentele ihre Stimme ab, …

… die SPD Sachsen ist unter anderem durch "Silbermond"-Sängerin Stefanie Kloß vertreten.

Aus der Schauspieler-Riege schickt die SPD Iris Berben (Landesverband Hessen) …

… und Natalia Wörner (Landesverband Baden-Württemberg) nach Berlin.

Der Masse an Promis auf Seiten des sozialdemokratischen Lagers versucht die CDU einige namhafte Personen entgegenzusetzen. So findet sich unter anderem Komiker und Schauspieler Hape Kerkeling (Landesverband Nordrhein-Westfalen) in ihren Reihen.

Kerkelings Schauspiel-Kollegin Veronica Ferres reist ebenso für die CDU NRW nach Berlin …

… wie der Künstler Günther Uecker.

Die Christdemokraten aus Berlin schicken Verlegerin Friede Springer zur Bundesversammlung.

Doch auch bei der CDU geht es mitunter sportlich zu. So vertritt Ruder-Olympiasiegerin Julia Lier den Landesverband Sachsen-Anhalt …

… und Paralympics-Sieger Niko Kappel den Landesverband Baden-Württemberg.

Zeitfahrer und mehrfacher Olympiamedaillen-Gewinner Stefan Nimke (l.) tritt den Weg nach Berlin aus Mecklenburg-Vorpommern an.

Ebenfalls im Auftrag der Christdemokraten wird Klimaforscher Mojib Latif an der Bundesversammlung teilnehmen. Ihn schickt der Landesverband Schleswig-Holstein.

Weitaus mehr Wert als die SPD legt die CDU auf die Entsendung ehemaliger Regierungschefs. So finden sich bei der 16. Bundesversammlung unter anderem Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen (hier mit Ehefrau Monika), …

… Thüringens Ex-Ministerpräsident Bernhard Vogel, …

… der ehemalige Ministerpräsident Hessens, Roland Koch, …

…. sowie Ex-NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.

Auch Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber ist mit von der Partie.

Die Linkspartei schickt abseits ihrer Politiker kaum prominente Vertreter nach Berlin. Stattdessen setzt der thüringische Landesverband mit der Delegierten Semiya Şimşek Demirtas auf Symbolkraft. Die 30-Jährige ist die Tochter des ersten Mordopfers des rechtsextremen NSU.

Für die FDP ist die Bundesversammlung eine Gelegenheit, zumindest für einen Tag in den Bundestagssaal zurückzukehren. Doch nicht nur Politiker, sondern auch Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe (Landesverband Niedersachsen) nimmt an der Wahl teil.

Für den liberalen Landesverband NRW fährt Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann nach Berlin.

Die Grünen nehmen die Wahl des neuen Bundespräsidenten mitunter mit Humor und schicken Carolin Kebekus ins Reichstagsgebäude. "In diesen politisch turbulenten Zeiten möchte ich mich dafür einsetzen, dass Deutschland den richtigen Weg einschlägt und nicht von rechts überholt wird", begründet die Komikerin ihre Mission für die Grünen aus ihrem Heimatland Nordrhein-Westfalen.

Ähnliche Beweggründe hat Olivia Jones: "Für mich als Repräsentantin einer bunten Republik ist das eine große Ehre und für alle, die in diesen schwierigen Zeiten für Toleranz und Vielfalt kämpfen, ein kleiner Lichtblick." Die Travestie-Künstlerin beschreibt ihren Auftritt in der Bundesversammlung so: "Es gab bislang Wahlmänner und Wahlfrauen und jetzt gibt es eben auch mal was dazwischen." Die Drag-Queen, die bürgerlich Oliver Knöbel heißt, wird von den niedersächsischen Grünen geschickt.

Die Grünen im baden-württembergischen Landtag senden Fußball-Nationaltrainer Joachim Löw ebenso nach Berlin ...

... wie "Tatort"-Schauspielerin Christine Urspruch.

Für die Grünen aus Schleswig-Holstein nimmt der Schriftsteller Feridun Zaimoglu an der Bundesversammlung teil.

Auch die Piratenpartei, die in zwei Landesparlamenten sitzt, entsendet Delegierte zur Wahl des Bundespräsidenten. Prominentester Vertreter ist der Kabarettist Volker Pispers, der den Landesverband Nordrhein-Westfalen vertritt.

Ein bekanntes Gesicht darf diesmal jedoch nicht dabei sein: Wolfgang Thierse, der seit 1994 an allen sechs Bundespräsidentenwahlen teilgenommen und zwei davon selber geleitet hat, ist Opfer einer Panne seiner SPD geworden. Weil ein Parteigenosse bei der Delegiertenwahl im Berliner Abgeordnetenhaus die Vorschläge aller Parteien der neuen rot-rot-grünen Koalition ankreuzte, verlor die SPD einen – Thierses – Platz an die Grünen. Nun ist der Dauergast bei der diesjährigen Bundespräsidentenwahl zum Zuschauen verdammt.

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