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Politik

Dresdner Elbtal: Welterbe-Titel aberkannt

 
Dresdner Elbtal: Welterbe-Titel aberkannt

Günter Grass, ...

... die Hufeisennase und ...

... zahlreiche Protestaktionen konnten den Bau der umstrittenen Waldschlösschenbrücke nicht stoppen.

Bei der 33. Tagung des UNESCO-Welterbe-Komitees im spanischen Sevilla wurde dem Dresdner Eltal nun der Welterbe-Status aberkannt.

Seit drei Jahren schon stand die einzigartige Kulturlandschaft wegen des Baus der Waldschlösschenbrücke auf der Roten Liste des gefährdeten Weltkulturguts. (Im Bild: Montage)

Die Stadt hatte bis zuletzt gehofft, dass es eine weitere Schonfrist gibt. (Im Bild: Montage)

Chancen auf Aufnahme in die Welterbeliste haben indes das Wattenmeer ...

... und das Schloss Schwetzingen.

Das idyllische Elbtal bei Dresden mit seinen Wiesen und historischen Bauten aus Renaissance und Barock schaffte im Jahr 2004 den Sprung auf die renommierte Welterbeliste.

Doch nur zwei Jahre später fand sich die Stätte auf der Roten Liste wieder.

Grund ist der Bau einer 600 Meter langen vierspurigen Elbbrücke, die nach Ansicht der Kulturorganisation der Vereinten Nationen ... (Im Bild: Montage)

... den einzigartigen Blick auf die barocke Dresdner Altstadt samt Frauenkirche, Semperoper und der prachtvollen Uferpromenade stört.

Mit zahlreichen Klagen versuchten Naturschutzverbände, den Brückenbau zu verhindern, doch ohne Erfolg.

Auf ihrer Sitzung im vergangenen Jahr setzte die UNESCO der Stadt dann noch einmal eine Frist, um den Bau zu stoppen.

Andernfalls werde "das Elbtal 2009 von der Liste gestrichen", erklärte die Organisation damals und signalisierte zugleich, dass der Bau eines Tunnels den Titel retten könnte.

Doch Dresden und der Freistaat Sachsen sehen sich außerstande, den rund 160 Millionen teuren Brückenbau zu stoppen.

Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) beruft sich auch auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts, das im Februar Bedenken gegen einen Tunnel vorgebracht hatte, weil dies ebenso Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt hätte.

Das Votum gegen das Elbtal ist nicht nur ein Imageschaden für Dresden, sondern auch für Deutschland als Unterzeichner der Welterbe-Konvention.

Es ist erst das zweite Mal, dass ein Welterbestatus wieder aberkannt wird - nach der Streichung des Titels für ein Wüstenschutzgebiet im Oman.

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