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Ende der 1960er Jahre eröffneten die ersten Freizeitparks in Deutschland. Was mit ein paar Karussels und Tiergehegen begann, ist inzwischen ein Milliardenmarkt. Jahr für Jahr strömen rund 50 Millionen Besucher in über 100 Einrichtungen.
Dort stürzen sich die Erlebnishungrigen mit Achterbahnen in die Tiefe, bestaunen Artisten und Zauberer bei der Arbeit, sie streicheln zahme Ziegen - und weil das alles hungrig macht, gibt es irgendwann auch was zu essen.
Wo das alles am besten geht, hat jetzt das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) untersucht. 16 Freizeitparks haben sich die Tester angeschaut. Neben den zehn Größten wurden auch einige regionale Anbieter bewertet. Bei fünf Parks war allerdings keine endgültige Bewertung möglich, weil die Pressestellen nicht die nötigen Auskünfte lieferten. Hier nun das Ergebnis der übrigen elf.
Das Fort Fun im Sauerland verspricht Action in Wildwest-Manier. So richtig überzeugend fanden das die Tester aber nicht. Weder die Themenwelten noch der Service konnten begeistern und so landet der Park im Sauerland auf dem letzten Platz.
Niedlich, oder? Der Breitmaulnashornnachwuchs und zahlreiche andere Tiere sind im Serengeti-Park im niedersächsischen Hodenhagen zu bestaunen. Für die Parkausstattung gibts vom DISQ gute Noten, insbesondere für die attraktiven Tiergehege.
Wegen ungünstiger Verkehrsanbindungen und teils unmotivierten Mitarbeitern schaffte es der Serengeti-Park letztlich aber nur auf den zehnten Platz.
Im Freizeitland Geiselwind gibt es fast genauso viele Attraktionen wie im viel bekannteren Europapark. Weil man sich die Fahrgeschäfte mit viel weniger anderen Besuchern teilen muss, kommt man erfreulich schnell voran: Im Schnitt liegt die Wartezeit bei gerade mal zwei Minuten. Schön auch die langen Öffnungszeiten von bis zu elf Stunden.
Weil der unterfränkische Park nur mit dem Auto zu erreichen ist und die Mitarbeiter nicht gerade durch Kompetenz und Hilfsbereitschaft glänzten, gab es Abzüge in der Servicewertung. Insgesamt landet Geiselwind deshalb nur im unteren Drittel auf Platz neun.
Der Erlebnispark Tripsdrill feierte letztes Jahr sein 80jähriges Jubiläum und darf sich wohl unbestritten als ältester Freizeitpark Deutschlands bezeichnen.
Reichlich antiquiert erschien den Testern auch der Internetauftritt der Schwaben. Immerhin ist die Ausstattung zeitgemäß. Im Gesamtrating liegt Tripsdrill auf dem achten Platz.
Im Movie Park Bottrop dreht sich alles ums Thema "Film". Zentral im Ruhrgebiet gelegen, zog der Park im letzten Jahr rund 1,26 Millionen Besucher an.
So viel Andrang lässt die Wartezeit mitunter zum reinen Horror werden. Im Schnitt standen die Tester über 15 Minuten an den Attraktionen an - und das in der Nebensaison. Statt eines Oscars gibt es für den Movie Park einen siebten Platz.
"Spaßbäder sind gut und schön, aber was dem Osten fehlt, ist ein Freizeitpark", müssen Investoren irgendwann Ende der 90er Jahre festgestellt haben. Nach intensiver Marktforschung und 19 Monaten Bauzeit eröffnete 2003 südlich von Leipzig schließlich Belantis. Wem der Fluch des Pharao oder das Verlies des Grauens das Fürchten gelehrt hat, der findet Entspannung beim Anblick der zahlreich vorhandenen Tiere.
Für das angenheme Ambiente und die gute Parkausstattung gibt es gute Noten vom DISQ. Lob auch für die gute Verkehrsinfrastruktur. Insgesamt kommt Belantis auf den sechsten Platz.
Legoland liegt ursprünglich in Dänemark. Doch inzwischen haben auch die Deutschen ihr Legoparadies, seit 2002 liegt das im bayrischen Günzburg.
Auf Kinder und behinderte Besucher ist man hier besonders gut vorbereitet. Die Mitarbeitermotivation ist allerdings steigerungsfähig, fanden die Tester und stuften das Spielzeugland auf Platz fünf ein.
Das erste deutsche Legoland befand sich übrigens auf dem Gelände des heutigen Hansaparks. Der nördlichste Freizeitpark kommt im Test auf Rang vier. Ausschlaggebend war unter anderem die angebotene Kinderbetreuung.
Das Gerät auf dem Bild sieht zwar etwas gefährlich aus, doch der Heide-Park bietet auch reichlich kindgerechte Ausstattung. Auch deshalb erreicht er im DISQ-Test den dritten Platz.
Am Service lag das gute Ranking nicht - der wurde nämlich wie bei allen norddeutschen Parks lediglich mit "befriedigend" bewertet.
Durchweg solide dagegen die Leistungen im Phantasialand. Der Park überzeugte durch ein gut beschildertes und sehr sauberes Umfeld, durch die kinderfreundlichste Infrastruktur im Test und relativ kurze Wartezeiten.
An Attraktionen wie der "Black Mamba" kann es allerdings etwas länger dauern. Wer nicht alles an deinem Tag schafft, findet im Park auch Übernachtungsmöglichkeiten. Das gute Gesamtpaket verhilft dem Phantasialand auf den zweiten Platz.
Der Europapark ist nicht nur Austragungsort der Miss Germany Wahl, sondern auch selbst preisdekoriert als "Bester Freizeitpark 2010". 4,25 Millionen Menschen strömten im letzten Jahr auf das 85 Hektar große Vergnügungsgelände. Damit ist der Park nicht nur der größte in Deutschland, sondern auch der besucherstärkste saisonale Freizeitpark der Welt.
Die Testbesucher waren nicht nur vom Service angetan, auch das Parkumfeld begeisterte. Zudem ließ die Ausstattung kaum Wünsche offen. In Rust gibt's also Grund zum Jubeln.
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