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Der Buchenwald im nordhessischen Nationalpark Kellerwald-Edersee ist eins der jüngsten "deutschen Kinder" auf der Liste des Kultur- und Naturerbes der UNESCO. Es wurde mit vier anderen deutschen Buchenwäldern am 25. Juni 2011 aufgenommen. Damit steht das Gebiet künftig unter besonderem Schutz, ebenso ...
... wie die Buchenwälder des Nationalparks "Hainich" bei Bad Langensalza, ...
... des Nationalparks Jasmund auf der Insel Rügen ...
... des Grumsiner Forstes im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin nahe Angermünde (im Bild) und des Serrahner Buchenwalds im Müritz-Nationalpark (beide Brandenburg). Nach Einschätzung der Unesco repräsentieren die "Alten Buchenwälder Deutschlands" in herausragender Weise ...
... ein Ökosystem, das einen ganzen Kontinent geprägt hat und ergänzen perfekt das bereits bestehende Weltnaturerbe "Buchenurwälder der Karpaten" in der Slowakei und in der Ukraine. Reste naturnaher Tiefland-Buchenwälder gibt es weltweit nur noch in Deutschland. Die Gebiete in der Slowakei und der Ukraine liegen in Bergen von bis zu fast 2000 Metern Höhe.
Ebenfalls am 25. Juni 2011 nahm die Unesco das Fagus-Werk in Alfeld auf ihre renommierte Welterbeliste auf. Die Fabrik ist das Erstlingswerk ...
... des später weltberühmten Architekten Walter Gropius (1883-1969) und gilt als Schlüsselbau der Moderne. In dem lichtdurchfluteten Werk ...
... werden noch heute Fußnachbildungen für die Schuhherstellung produziert.
Am 27. Juni 2011 fiel die Entscheidung zugunsten des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer - es gehört künftig zum Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer. Das 137 Quadratkilometer große Areal an der Elbmündung ...
... ergänzt das bereits bestehende Welterbe mit den Watt-Regionen vor Schleswig-Holstein, Niedersachsen und den Niederlanden.
Im Juni 2009 bereits hatte das Unesco-Welterbekomitee das Wattenmeer zum Weltnaturerbe erklärt und damit in die illustre Runde der Welterbestätten aufgenommen.
Prähistorische Pfahlbauten in sechs Alpenländern gehören seit dem 27. Juni 2011 zum Weltkulturerbe. (im Bild: Pfahlbau-Museum in Unteruhldingen am Bodensee)
18 der 111 Objekte stehen in Bayern und Baden-Württemberg - unter Wasser. So konnten sich die prähistorischen Anlagen erhalten. Es sind die ersten archäologischen Unterwasser-Denkmäler mit dem Welterbe-Titel. (Überreste einer Pfahlbausiedlung bei Unteruhldingen)
Die Harzer Wasserwirtschaft wurde am 31. Juli 2010 zum Weltkulturerbe erklärt. (Kunstrad mit Feldgestänge und Hubsatz in Clausthal-Zellerfeld)
Das Wassersystem hat schon vor 800 Jahren Energie für den Bergbau erzeugt. Mit Hilfe der Wasserräder wurden im Bergbau die Gruben trocken gehalten, das Wasser wurde in die Harzerseen (Wasserregal) geleitet. (Im Bild: Teich mit Striegelhaus)
Zuvor hatte die UNESCO im Juli 2008 sechs Wohnsiedlungen der Berliner Moderne als Weltkulturerbe neu anerkannt. Dazu gehören die Hufeisensiedlung im Berliner Bezirk Neukölln, die von 1925 bis 1933 nach Plänen von Bruno Taut und Martin Wagner entstand, ...
... die so genannte Weiße Stadt in Reinickendorf, die von 1929 und 1931 von Bruno Ahrends, Wilhelm Büning und Otto Rudolf Salvisberg erbaut wurde, ...
... der von Otto Bartning, Fred Forbat, Walter Gropius, Hugo Häring, Paul Rudolf Henning und Hans Scharoun zwischen 1929 und 1931 entworfene Wohnungskomplex namens Siemensstadt in Charlottenburg und Spandau, ...
... die Gartenstadt Falkenberg, die Bruno Taut von 1913 bis 1915 im Stadtbezirk Treptow-Köpenick erbaute, ...
... die Schillerpark-Siedlung im Wedding, 1924 bis 1930 von Bruno Taut und Franz Hoffmann entworfen, ...
... sowie die Wohnstadt Carl Legien in Prenzlauer Berg. Sie wurde 1928 bis 1930 von Bruno Taut und Franz Hillinger erbaut. Dutzende weiterer UNESCO-Welterbestätten von Aachen bis Zollverein befinden sich in Deutschland, wie ...
... das Ensemble Altstadt Regensburg mit Stadtamhof. Es steht seit 2006 auf der Welterbeliste. Die Altstadt gilt als außergewöhnliches Beispiel für eine intakte mittelalterliche Großstadt. Regensburg war politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.
Der obergermanisch-rätische Limes gehört seit 2005 dazu. Er markiert die römischen Grenzbefestigungen. Mit 550 Kilometern Länge - der Limes beginnt nahe Rheinbrohl und endet bei Regensburg - ist es das längste Bodendenkmal Europas. (im Bild: Westtor des Welzheimer Ostkastells, das zum Limes gehört)
Der Muskauer Park entlang dem deutschen und polnischen Neiße-Ufer ist ein beispielhaftes Gartenkunstwerk. Als gemeinsames polnisch-deutsches Kulturerbe wurde es 2004 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.
Das Bremer Rathaus und die Rolandstatue sind einmalige Beweise für die Entwicklung von Autonomie und Marktrechten des europäischen Bürgertums. Seit 2004 gehören sie zum Weltkulturerbe. Im selben Jahr erklärte die UNESCO auch ...
... das Dresdner Elbtal zum Welterbe. Es umfasst vom Schloss Übigau bis zum Schloss Pillnitz 18 Kilometer und stellt eine einzigartige Komposition aus Landschaft und Stadt sowie Natur und Architektur dar. Sein Weltkulturerbe-Status wurde ihm aber aufgrund des Baus der Waldschlösschenbrücke im Juni 2009 wieder aberkannt. (Im Vordergrund: die Baustelle im Juni 2010).
Das Obere Mittelrheintal wurde ebenfalls ausgezeichnet. Als "eine Kulturlandschaft von großer Vielfalt und Schönheit" würdigte die UNESCO die Landschaft zwischen Bingen, Rüdesheim und Koblenz und setzte sie 2002 auf die Liste.
Seit 2002 gehören auch die Altstädte von Stralsund und ...
... Wismar zum Welterbe der Menschheit. Sie repräsentieren das kulturelle Erbe der Hanse.
Der mittelalterliche Grundriss beider Altstädte (im Bild: Stralsund) ist nahezu unverändert. Die Bausubstanz belegt zudem den außerordentlichen Reichtum der Ostseestädte im Mittelalter.
Außergewöhnlich ist auch der Industriekomplex Zeche Zollverein in Essen, der seit 2001 auf der Liste steht. Die Architektur ist sehr vom Bauhausstil beeinflusst. Die Zeche war einst die größte Steinkohleförderanlage der Welt.
Die Klosterinsel Reichenau im Bodensee nahm die UNESCO 2000 in die Welterbeliste auf. Ihre Bedeutung liegt in der religiösen und kulturellen Rolle des großen Benedikterklosters im Mittelalter.
"Für die Umsetzung philosophischer Prinzipien in einer Landschaftsgestaltung" ...
... in Form von englischen Parkanlagen, Schlössern und Tempeln im antiken Stil steht - laut dem Welterbekomitee 2000 - das Gartenreich Dessau-Wörlitz.
Das Konzept der Berliner Museumsinsel geht auf die Zeit der Aufklärung und der Französischen Revolution zurück. Die UNESCO erklärte die fünf Museumsbauten 1999 zum Weltkulturerbe. (im Bild: Bodemuseum)
Im selben Jahr wurde auch die Wartburg bei Eisenach in Thüringen aufgenommen. Sie gilt als ein Denkmal der feudalen Epoche in Mitteleuropa. Hier übersetzte Martin Luther das Neue Testament.
Atemberaubend ist auch das klassische Weimar, in dem Goethe und Schiller viele Jahre lebten und wirkten. Die UNESCO deklarierte die Stadt mit ihren kunsthistorischen Gebäuden und Parkanlagen 1998 zum Weltkulturerbe. (Barockschloss Belvedere bei Weimar)
Die Luthergedenkstätten in Eisleben ...
... und Wittenberg (im Bild) haben als authentische Schauplätze der Reformation eine universelle Bedeutung. Daher wurden sie 1999 als Kulturerbe der Menscheheit anerkannt.
Das Bauhausgebäude in Dessau von Walter Gropius (im Bild) und weitere Bauhaus-Stätten in Weimar stehen seit 1996 auf der Liste. Die Bauhaus-Schule der Architektur setzte zwischen 1919 und 1933 revolutionäre Ideen der Stadtplanung und Baugestaltung durch.
Nicht fehlen darf der Kölner Dom, und so zählt er seit 1996 zum Weltkulturerbe. Er gilt als Meisterwerk der gotischen Architektur. Noch bei ihrer Fertigstellung im 19. Jahrhundert galt die Dom-Kathedrale als größtes Gebäude der Welt.
Die Fossillagerstätte Grube Messel bei Darmstadt belegt die Entwicklungsgeschichte der Erde vor 49 Millionen Jahren. Sie gibt einen bedeutenden Einblick in die frühe Evolution der Säugetiere und gehört deshalb seit 1995 zum Weltnaturerbe. (im Bild: das Urpferdchen)
Die Grube Messel ist übrigens die einzige Weltnaturerbestätte in Deutschland neben dem Wattenmeer. Es wurde im Juni 2009 neu in die Welterbeliste aufgenommen, als "eines der größten küstennahen und gezeitenabhängigen Feuchtgebiete der Erde." Das Gebiet sei ein einzigartiges Ökosystem mit einer besonderen Artenvielfalt, so das UNESCO-Welterbekomitee.
1994 gelangte die Völklinger Eisenhütte auf die Liste. Sie ist ein weiteres Denkmal des Industriezeitalters und der menschlichen Leistungen bei der Arbeit mit Stahl, Erz und Eisen. Völklingen war einmal die größte Produktionsstätte für Eisenträger in Deutschland.
13.000 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten machen Quedlinburg zu einem der größten Flächendenkmäler in Deutschland. Stiftskirche, Schloss und Altstadt setzte die UNESCO 1994 auf die Weltkulturerbeliste.
Die Klosteranlage Maulbronn, seit 1993 dazugehörig, liegt in der Nähe von Karlsruhe. Sie ist die am vollständigsten erhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen. Durch sie ist es möglich, zahllos zerstörte Klosteranlagen zu rekonstruieren.
Die Altstadt von Bamberg wurde 1993 zum Weltkulturerbe deklariert. Einmalig repräsentiert sie durch mittelalterliche Kirchen und barocke Bürgerhäuser die frühmittelalterliche Grundstruktur mitteleuropäischer Städte.
Das ehemalige Erzbergwerk Rammelsberg in Goslar, das als einziges Bergwerk 1000 Jahre durchgängig in Betrieb gewesen ist, und ...
... die mittelalterliche Goslarer Altstadt mit ihrer Kaiserpfalz (im Bild) trug die UNESCO 1992 in die Welterbeliste ein. Das Stadtbild ist noch heute von zahlreichen Gildehäusern und Bergbaudenkmälern geprägt.
Lorsch ist ein kleiner Ort zwischen Worms und Darmstadt. Sein Kloster hat es weltberühmt gemacht, seit 1991 steht es auf der Weltkulturerbeliste. Als eines der ganz wenigen Denkmäler erinnert es an die Karolinger Zeit. (Königshalle des Klosters)
Die Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin schafften es 1990 zum Weltkulturerbe. (Luftbild von Schloß und Park von Sanssouci)
Das Schloss Sanssouci in Potsdam war die Sommerresidenz von Friedrich II. von Preußen, der dort seinem Wunsch nach Einfachheit und Intimität nachgehen wollte.
Der mittelalterliche Stadtkern der Hansestadt Lübeck erkannte die UNESCO 1987 erstmals im nördlichen Europa als ganze Altstadt an. Die markante Stadtsilhouette war ausschlaggebend für die Entscheidung des Welterbekomitees.
Trier wurde im Jahre 16 v.Chr. gegründet und ist damit die älteste Stadt Deutschlands. Sie liefert ein außergewöhnliches Zeugnis der vierhundertjährigen römischen Epoche und kann sich deshalb seit 1986 zum Weltkulturerbe der Menschheit zählen.
Der Hildesheimer Dom (im Bild) und die ehemalige Benediktinerabteikirche St. Michael repräsentieren die religiöse Kunst im Heiligen Römischen Reich. Die UNESCO erklärte sie 1985 zum Weltkulturerbe.
1984 kamen die Rokoko-Schlösser Augustburg und Falkenlust (im Bild) in Brühl hinzu. Sie gelten als ein hervorstechendes Beispiel der Schlossbaukunst im 18. Jahrhundert.
Die "Wallfahrtskirche zum gegeißelten Heiland auf der Wies" am Fuße der bayrischen Alpen ist ebenfalls ein Meisterwerk des Rokoko. Die UNESCO trug die Wieskirche 1983 in die Welterbeliste ein.
Die Residenz Würzburg sieht die UNESCO als das einheitlichste aller Barockschlösser an und verzeichnete sie 1981 als Weltkulturerbe. Das Schloss symbolisiert eine "Synthese des europäischen Barock".
Der Dom zu Speyer ist in seinen Abmessungen das größte Denkmal seiner Zeit. Im 11. und 12. Jahrhundert hat er einen großen Einfluss auf die Entwicklung der romanischen Architektur genommen. Seit 1981 gehört er zum Weltkulturerbe.
Großes Vorbild religiöser Architektur: Der Aachener Dom wurde 1978 als erste deutsche Kulturstätte auf die UNESCO-Liste des Welterbes gesetzt.
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