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Trockener geht's nicht: Die Atacama-Wüste

 
Trockener geht's nicht: Die Atacama-Wüste

Die Atacama gilt als die trockenste Wüste der Erde.

Sie beeindruckt den Besucher jedoch nicht in erster Linie wegen dieses Superlativs, ...

... sondern wegen ihrer bizarren Schönheit.

Die Atacama-Wüste liegt im Norden Chiles und grenzt im Westen an den Pazifik, im Norden an Peru und im Osten an Bolivien und Argentinien.

Die Region ist relativ dünn besiedelt (etwa drei Menschen pro Quadratkilometer), ...

... was bei den extremen Bedingungen nicht weiter überrascht.

Die Atacama liegt im Regenschatten der Anden; die Ostwinde sind trocken und bringen keine Niederschläge.

Die Atacama-Wüste ist etwa 15 Millionen Jahre alt. Im Jahresmittel fällt hier nur etwa ein Fünfzigstel der Regenmenge, die z.B. im Death Valley in den USA gemessen wird.

Es gibt Wetterstationen in der Atacama, die noch nie einen Tropfen Niederschlag gemessen haben.

Innerhalb von 24 Stunden schwanken die Temperaturen zwischen plus 30 und minus 15 Grad.

Trotz der Extrembedingungen ist die Atacama-Wüste kein totes Land. Es gibt viele Tiere und Pflanzen, die sich dem harten Klima aussetzen ...

... und sich an den Wassermangel und die Temperaturunterschiede angepasst haben, wie Vikunjas, Guanakos und Nandus.

Vikunjas und Guanakos sind die wildlebenden Verwandten der domestizierten Lamas. Die Wolle der Vicunjas gilt als die seltenste und teuerste der Welt.

Im Salar de Atacama, dem größten Salzsee in Chile, leben zahllose Flamingos.

Über den Norden und Westen des Salzsees erstreckt sich das Nationalreservat Los Flamencos.

Es verdankt seinen Namen den großen Flamingo-Beständen. Mit dem nach unten geknickten Seihschnabel filtern die Vögel, mit der Oberseite nach unten, Nahrung aus dem Salzwasser.

Eine andere Attraktion in der Region Atacama sind Geysire und Vulkane.

Beim Vulkan El Tatio befinden sich 38 Geysire und heiße Quellen. Diese sind aktiv ...

... und kurz nach Sonnenaufgang besonders eindrucksvoll. Die Geysire sind etwa 85 Grad heiß.

Durch den Temperaturunterschied zwischen kalter Luft und heißem Wasser ...

... bieten sich vor allem am frühen Morgen überwältigende Bilder. Auf der ca. 4300 m hohen Ebene sprudeln die Quellen aus dem Inneren der Anden ...

... und bilden meterhohe Dampffontänen.

Eine allabendliche Attraktion für viele Touristen aus aller Welt: der Sonnenuntergang über dem Valle de la Luna (Mondtal).

Das weiche Licht der untergehenden Sonne ...

... über der Mondlandschaft bietet ein besonderes Naturschauspiel. (Fotos: Andrea Beu, Jan Reichardt; Text: Andrea Beu)

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