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Ein hartes Stück Arbeit liegt hinter Witali Klitschko: Er verteidigt in München seinen WM-Titel in der WBC-Version.
Gegen den Briten Dereck Chisora muss Klitschko aber über volle zwölf Runden boxen - keine leichte Aufgabe für den immerhin schon 40-jährigen Ukrainer.
"Acht Runden habe ich den Kampf ohne linke Hand bestritten. Ich kann den linken Arm nicht mehr bewegen", sagt der Weltmeister nach dem Fight.
Obwohl in seinem Handlungsradius stark eingeschränkt, gelingt es Klitschko größtenteils, Chisora auf Distanz zu halten.
Später wird ein Sehnenanriss an der linken Schulter diagnostiziert. Hut ab, Witali, dass du das durchgestanden hast.
Bereits das Wiegen ist ein Spektakel. Klitschko bleibt gewohnt cool.
Der in Simbabwe geborene Chisora macht dagegen mächtig Stimmung. Ein Grund mehr für insgesamt 12,9 Millionen Menschen, sich den Kampf bei RTL anzuschauen.
Klitschko bekommt schon bei der Gegenüberstellung einen Vorgeschmack auf den Kampf. Der Doktor der Sportwissenschaften bezieht vom "Bad Boy" eine Ohrfeige.
Chisora scheint mit einem Düsenjet durch die Kinderstube geflogen zu sein. Der World Boxing Council (WBC) brummt ihm eine Strafe von 50.000 US-Dollar auf.
Denn Chisora - hier schaut er Witali tief in die Augen - bespuckt auch dessen Bruder Wladimir mit Wasser.
Aber zurück zum Kampf: Klitschko gibt die passende Antwort auf Chisaros Provokationen im Vorfeld.
Das harte Training unter Leitung von Coach Fritz Sdunek zahlt sich beim Fight in der bayerischen Landeshauptstadt aus.
Hohe Konzentration beim Besteigen des Rings.
Klitschkos Gegner kommt verhüllt in die Arena.
Chisora wehrt sich nach Kräften. Er versucht, den Weltmeister mit schnellen Attacken in Bedrängnis zu bringen. Aber das gelingt dem 28-Jährigen nur teilweise.
Im Großen und Ganzen hat Klitschko den Kampf trotz seines Handicaps im Griff.
Er siegt einstimmig nach Punkten. 118:110, 118:110 und 119:111 werten die Punktrichter.
Es ist geschafft: Klitschko verweist seinen charakterlich schwierigen Gegner in die Schranken. Unklar ist, wie lange Witali noch boxt, denn er will Kiewer Bürgermeister werden.
Große Klappe und - sportlich - etwas dahinter: Chisora tritt als Verlierer die Heimreise nach Großbritannien an.
Den Kampf verfolgen die üblichen Verdächtigen: Boris Becker mit seiner Frau Lilly.
Auch einer von Christian Wulffs Freunden ist zugegen: Carsten Maschmeyer mit seiner Freundin, Schauspielerin Veronica Ferres. Fuhr er danach zum Trösten nach Großburgwedel?
Er darf natürlich auch nicht fehlen: Jimi Blue Ochsenknecht.
Und Uschi Glas - gut schaut sie aus - ist auch am Ring. Sie präsentiert sich mit ihrem Ehemann Dieter Hermann.
Das Abkühlen der "Birne" hilft nicht. Denn nach dem Kampf geht es richtig rund.
Chisora wäre nicht Chisora, wenn er nicht noch einen rausholen würde. Er legt sich auf der Pressekonferenz mit Ex-WBA-Champion David Haye an. Dieser ist als TV-Kommentator in München zugegen.
Aber Haye hat nichts verlernt. Chisora bekommt einen Schlag auf die "Nuss". Die Streithähne müssen getrennt werden. Chisora wird festgenommen und zu dem Vorfall befragt.
Damit nicht genug: Auch Hayes Manager Adam Booth wird bei der Prügelei am Kopf verletzt.
Dieses Geplänkel tangiert Klitschko nicht im Geringsten. Er hat seinen Job getan.
Die Zuschauer feiern ihn.
Ehre, wem Ehre gebührt: Die Pressearbeit nach dem Fight ist auch hart. Aber nach einem Sieg fällt dies alles leichter.
Und der jüngere Bruder Wladimir ist auch glücklich. Er lässt nach dem Ereignis kein gutes Haar an Chisora. Wladimir Klitschko verteidigt am 3. März gegen den Franzosen Jean-Marc Mormeck seine drei WM-Titel (IBF, WBO, WBA).
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