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XCOM: Die Alien-Invasion hat begonnen: Der unbekannte Feind schlägt zu

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Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder wir sind alleine im Universum ... (Foto: Screenshot n-tv.de)

Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder wir sind alleine im Universum ...

Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder wir sind alleine im Universum ...

... oder nicht.

Beide sind schrecklich. Aber in "XCOM: Enemy Unknown" schnell geklärt.

Überall auf der Erde gehen Feuerbälle nieder.

Einer davon in Berlin.

Was kam da vom Himmel?

Nichts Gutes.

Die umstehenden Schaulustigen sterben auf der Flucht, werden vom ausströmenden Grün verseucht.

XCOM alias "UFO: Enemy Unkown" ause dem Jahr 1994 ist ein absoluter Videospielklassiker. Es gilt als eines der besten Rundenstrategiespiele aller Zeiten. Keine einfache Aufgabe also, ...

... den Kampf der internationalen Allianz, die sich notgedrungen gegen die unbekannte Gefahr aus dem Weltall stellt, in ähnlicher Qualität neu aufzulegen.

Als "Commander", so weist die Stimme des übergeordneten Nationenrates an, muss der Spieler ...

... die militärische Elitetruppe befehligen, die sich - so viel ist bekannt - außerirdischen Invasoren stellen soll.

Die sehen zwar recht klischeehaft aus, die Stimmung des Originals wird aber auch deshalb hervorragend vermittelt.

Der Name des Teams der menschlichen Allianz: XCOM, kurz für "extraterrestrial combat".

Von einer Zentrale aus entscheidet der Spieler, ...

... welche internationalen Soldaten er mit dem Flugzeug in den Kampf schickt.

Der erste Einsatz beginnt in Berlin, denn in Zentraleuropa kann der Kommandant danach sein Hauptquartier aufschlagen.

Andere Einsatzkräfte waren nicht erfolgreich - sie werden samt Kriegsgerät vermisst.

Das XCOM-Team soll herausfinden, was mit ihnen geschehen ist.

Auf den nächtlichen Straßen der deutschen Hauptstadt hat der Einschlag deutliche Spuren hinterlassen. In der taktischen, der in 90-Grad-Stufen drehbaren isometrischen Ansicht ist wichtig, ...

... sich ständig in von Deckung zu Deckung zu bewegen.

Für jedes Mitglied des Trupps ist unter anderem jeweils sichtbar, welche Qualität eben jene Deckung hat, wie es um die Gesundheit des Soldaten bestellt ist und bis wohin er in dieser Runde laufen kann.

Die vermisste Vorhut ist offenbar tot. Zumindest finden die Suchenden zwei Leichen auf der Straße, beide ...

... seltsam entstellt.

Doch dann fängt das Hauptquartier einen Funkspruch ab: "Hilfe", immer wieder kommt der röchelnde Ruf aus einem Gebäude an der Friedrichstraße.

Das Team handelt, einer springt durch das Fenster ...

... und sieht einen Mann in Soldatenuniform in einem Lichtkegel stehen. Sein Gesicht ist im Dunkel.

Es bleibt dem Spieler nichts anderes übrig, als der Sache auf den Grund zu gehen.

Und dieser sieht nicht gut für den Soldaten aus. Der Mensch mit dem entstellten Gesicht ...

... wird von einem fremden Wesen kontrolliert und gesteuert.

Er tötet das Mitglied der XCOM-Truppe aus nächster Nähe.

Der Kampf in der Lagerhalle entbrennt. Die feingliedrigen Außerirdischen erledigen mehrere Menschen mit ihren unbekannten Schusswaffen.

Abwechselnd sind der Alien-Spieler - entweder ein realer Widersacher, der die Invasoren im Mehrspielermodus steuert, oder in der Kampagne, wo der Computer den gegnerischen Part übernimmt - und der XCOM-Kommandeur an der Reihe.

Jeder Kämpfer hat zwei Aktionspunkte, die er pro Runde nutzen kann. Position wechseln, rennen, sich ducken, eine Waffe abfeuern, Granaten werfen und andere Aktionen.

Der Einsatz endet erfolg-, aber verlustreich. Dem Hinterhalt der Außerirdischen sind drei der vier Elitesoldaten zum Opfer gefallen.

Die Mitstreiter werden nicht zurückkommen. Da ist das Remake unbarmherzig, wie in der Vorlage. Tode sind permanent, nicht umkehrbar.

Verglichen mit anderen Spielen sterben die Kämpfer zudem sehr schnell.

Das zwingt dazu, sehr bedacht vorzugehen. Zwar gibt es neue Rekruten, ...

... die in der Basis ausgebildet werden.

Aber die Erfahrung der Einsätze kann das Kampftraining nicht aufwiegen.

In der Zentrale steht dem Kommandeur eine kompetente Mannschaft zur Seite, die ihn abseits des Schlachtfelds unterstützt. Das gilt besonders für die Forschung.

Wie in einem Tierbau sind die Räume der unterirdischen Basis verteilt. Die kann der Spieler ausbauen und verwalten. Dafür bekommt er Geld von den Staaten, die Mitglieder der XCOM sind.

Teilweise gibt es jedoch mehrere Hilferufe zugleich, ...

und der Kommandeur muss sich entscheiden, wen er zuerst unterstützt.

Das Problem: Ignoriert der Spieler einen Hilferuf, gerät die lokale Bevölkerung in Panik.

Geschieht das zu häufig, gerät die verantwortliche nationale Regierung unter Druck, steigt aus der XCOM aus und zieht ihre finanzielle Unterstützung für die Elitetruppe zurück.

Dadurch wird der Konflikt gegen die Invasoren schwieriger, ...

... denn auch neue Waffen und Ausrüstung, wie sie Wissenschaftler in den unterirdischen Laboren entwickeln, muss der Spieler kaufen.

Anhand von Artefakten und Körpern der Aliens versuchen die Forscher, ...

... die technische Unterlegenheit der Menschheit zu verringern.

Neben klassischen "Töte alle Gegner"-Missionen gibt es auch andere Aufträge, etwa wenn Flüchtlinge gerettet werden müssen.

Fireaxis, die Macher von XCOM, sind auch die Entwickler hinter Civilization, einem der wenigen Rundenstrategietitel, die derzeit als erfolgreich gelten.

Das könnte sich nun ändern. XCOM: Enemy Unkown ist ein absolut würdiges Remake.

Mit anspruchsvollen Aufgaben, typischer Sci-Fi-Stimmung und einer guten Balance aus Rundenstrategie und Mikro-Management.

Dass Soldaten schnell sterben und kein Comeback erleben, trägt zur Spannung und zum wohligen Unbehagen während des Spielens bei.

XCOM: Enemy Unknown ist erschienen für PC, PS3 und X360, erhältlich ab 40 Euro (Firaxis / 2K Games)

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