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Mittwoch, 14. Oktober 2015

Google liefert "Marshmallow" aus: Die wichtigsten Neuerungen von Android 6.0

Von Klaus Wedekind

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Google hat damit begonnen, Android 6.0 alias "Marshmallow" zu verteilen. (Foto: Google)

Google hat damit begonnen, Android 6.0 alias "Marshmallow" zu verteilen.

Google hat damit begonnen, Android 6.0 alias "Marshmallow" zu verteilen.

Zunächst erhalten Nexus-Geräte das neue Betriebssystem, später auch andere Smartphones und Tablets. Welche das sind, sehen Sie im angehängten Artikel.

Optisch hat sich nicht viel verändert, aber Googles Entwicklungsabteilung hat ein paar sehr nützliche Neuerungen eingebaut.

Wie immer ist auch im neuen Android ein Easter Egg versteckt, das man findet, wenn man in den Einstellungen unter "Über das Telefon" mehrmals hintereinander auf die Versions-Nummer tippt.

Es hat natürlich etwas mit der neuen Android-Süßigkeit zu tun.

Das Easter Egg ist ein an "Flappy Bird" angelehntes Geschicklichkeitsspiel, ...

... in dem man einen kleinen Androiden durch einen Marshmallow-Parcours steuern muss.

Keine Spielerei sind die neuen Möglichkeiten, die Android 6.0 beim USB-Anschluss bietet.

Bisher gibt's nur zwei Möglichkeiten.

Schön ist auch, dass Apps jetzt mit allen Daten gesichert und wiederhergestellt werden.

Ebenfalls neu: Android unterstützt jetzt standardmäßig Fingerabdrucksensoren.

Screenshots kann man direkt aus den Benachrichtigungen heraus löschen, ...

... in der Vorgänger-Version kann man Bildschirmaufnahmen nur teilen.

In Android 5 sind in den Einstellungen unter "Speicher" Flash- und Arbeitsspeicher unter einem Dach vereint.

Weil das verwirrend ist, hat Google dies jetzt aufgeteilt. Würde "Speicher" "Arbeitsspeicher" heißen, wäre es noch verständlicher.

Die Speicher-Übersicht zeigt an, wie viel RAM eine Anwendung durchschnittlich in einem bestimmten Zeitraum benötigt hat.

Tippt man auf "Von Apps verbrauchter Speicher", sieht man den Bedarf pro Anwendung ...

... und kann die Statistiken einzelner Apps aufrufen.

Der interne Speicher zeigt den Platzbedarf von Anwendungen und Dateien an.

Tippt man in der App-Übersicht auf eine Anwendung, ...

... kann man sich durch einen Tipper auf das Info-Zeichen ...

... unter anderem die Berechtigungen einer App anzeigen lassen ...

... und sie einzeln deaktivieren.

Steckt ein Speicher am USB-Eingang, wird er jetzt problemlos akzeptiert ...

... und man kann ihn direkt formatieren.

Neben der Möglichkeit, USB-Speicher anzustecken ...

... erlaubt Google jetzt auch, microSD-Karten wie internen Speicher zu behandeln. Das bedeutet, die Karten nehmen auch direkt Apps und Fotos auf, können aber nur am Gerät verwendet werden, an dem sie formatiert wurden.

Tippt man im Benachrichtigungsfenster länger auf das Einstellungs-Zahnrad, aktiviert man den "System UI Tuner".

Das ist dann an einem Schraubenschlüssel-Symbol neben dem Zahnrad zu erkennen.

Das Tool erlaubt es unter anderem, die Elemente der Schnelleinstellungen zu verschieben, ...

... den Akku-Ladestand in Prozent anzeigen zu lassen ...

... oder Elemente der Statusleiste auszublenden.

Kleines, aber feines Detail: Werden eindeutige Links geteilt, ...

... fragt Google nicht nochmal unnötig, mit welcher Anwendung sie geöffnet werden sollen, ...

... sondern tut es einfach.

Die Google-Suche zeigt bei der Eingabe automatisch installierte Apps an, ...

... Inhalte können unter Android 6.0 direkt mit Kontakten geteilt werden ...

... und in Google Now gibt's zusätzliche Karten von Apps und Webseiten.

Die Google-Einstellungen, die zuvor noch in eine App abgeschoben waren, ...

... sind jetzt da, wo sie hingehören: in den Einstellungen.

"Now on Tap" funktioniert bisher leider nur, wenn die Sprache auf Englisch umgestellt wird.

Dann erhält man kontextbezogene Informationen, wenn man den Home-Button länger drückt.

Bei einem Text über einen Schauspieler sieht das beispielsweise so aus.

Taucht in einer Konversation ein Restaurant-Namen auf, ...

... informiert Google so.

"Nicht stören" hat jetzt eine eigene Kachel in den Schnelleinstellungen.

Sie ermöglicht es, lautlos zu stellen oder nur dem Wecker oder wichtigen Mitteilungen laute Benachrichtigungen zu erlauben. Außerdem kann man Zeiten eingeben.

Unter "Weitere Einstellungen" legt der Nutzer fest, welche Anlässe wichtig genug für Unterbrechungen sind ...

... und kann automatische ...

... oder eigene Regeln aktivieren.

Natürlich ist es auch hier möglich, Tage, Zeiten und erlaubte Unterbrechungen zu bestimmen.

In Kürze soll Android 6.0 auch bei markiertem Text ...

... automatische Übersetzungen anbieten.

Das neue Menü direkt über dem markierten Text gibt's schon jetzt.

Unter Android Lollipop ist es noch oben in der Leiste.

Android 6.0 soll sparsamer sein und längere Laufzeiten ermöglichen. Dafür ist unter anderem die Akku-Leistungsoptimierung an Bord.

Grundsätzlich werden dabei alle aktuell nicht benutzten Apps in den Tiefschlaf versetzt und nur in Intervallen aufgeweckt.

Möchte man, dass eine App Benachrichtigungen und Synchronisationen immer sofort erledigt, kann man die Optimierung für sie deaktivieren.

Inaktive Apps findet man in den Entwickleroptionen, die in der Telefon-Info über mehrmaliges Antippen der Build-Nummer aktiviert werden.

In der Info über das Telefon steht jetzt ein Hinweis, wann das Gerät zuletzt einen von Google regelmäßig verteilten Sicherheitspatch erhalten hat.

Zur Sicherheit tragen auch die weitreichenden Möglichkeiten bei, die in den Einstellungen unter "Apps" zu finden sind.

Hier kann man sich die möglichen App-Berechtigungen und wie viele Apps sie haben, anzeigen lassen.

Nachdem eine Berechtigung angetippt wurde, kann man sie einzelnen Anwendungen entziehen.

Man kann sich auch die Berechtigungen einer App anzeigen lassen und sie gegebenenfalls deaktivieren. Das schränkt vielleicht Funktionen ein, die Anwendung läuft aber weiter.

Bisher blieb's in Android bei der Info, Berechtigungen konnten nicht einzeln entzogen werden.

Praktisch: Das Bestimmen und Ändern von Standard-Apps ist im neuen Betriebssystem an einem Ort untergebracht und viel einfacher als bisher.

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