Technik

100 pro StundeSternschnuppen am Wochenende

11.08.2006, 13:10 Uhr

Das Maximum erwartet die Vereinigung der Sternfreunde gegen 2.00 Uhr in der Frühe.

In der Nacht zum Sonntag werden bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde über das Firmament huschen. Das Maximum erwartet die Vereinigung der Sternfreunde gegen 2.00 Uhr in der Frühe.

Es gibt allerdings zwei Wermutstropfen: Die Sicht wird Meteorologen zufolge vermutlich durch dichte Wolken getrübt. Außerdem stört der Mond in diesem Jahr das Himmelsschauspiel des Sternschuppenstroms der Perseiden. Wenige Tage nach Vollmond ist der Erdtrabant sehr hell.

Wem Wolken in der Nacht zum Sonntag den Blick komplett versperren, der kann sich auch noch in den darauf folgenden Nächten etwas wünschen: "Die Anzahl der Meteore nimmt nach dem Maximum zwar deutlich ab, trotzdem ist auch in den folgenden Nächten noch mit einzelnen Sternschnuppen zu rechnen, zumal der Mond sich mehr und mehr vom Himmel zurückzieht", so die Vereinigung. Am besten sei ein Blick Richtung Osten.

Die Sternschnuppen entströmen scheinbar dem Sternbild Perseus, was dem Strom seinen Namen gab. Ursache ist der Komet Swift-Tuttle, der auf seiner Bahn um die Sonne viele kleine Teilchen hinterlässt. Die Erde durchquert die Bahn jedes Jahr im August. Mit rund 200.000 Kilometern pro Stunde sind die Perseiden recht schnelle Objekte. Im Volksmund heißen die Perseidenmeteore auch Laurentius-Tränen nach dem Märtyrer Laurentius, der im Jahre 258 auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert wurde.