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Königliche Premiere in London: Neuer James Bond mit Tiefgang

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Der neueste James-Bond-Film  "Skyfall" hat im 50. Bestehensjahr der Agentenserie ...

Der neueste James-Bond-Film "Skyfall" hat im 50. Bestehensjahr der Agentenserie ...

Der neueste James-Bond-Film "Skyfall" hat im 50. Bestehensjahr der Agentenserie ...

... eine pompöse Weltpremiere gefeiert.

Bond-Darsteller Daniel Craig führte den Reigen illustrer Gäste auf dem roten Teppich vor der Royal Albert Hall in London an.

Es sei "eine große Ehre", Teil dieses Films zu sein, sagte der 44-jährige Schauspieler.

Judi Dench, die im Film Bonds Vorgesetzte "M" spielt, war natürlich auch bei der Premiere.

Unter den Besuchern in dem ehrwürdigen Veranstaltungshaus war auch Prinz Charles.

Javier Bardem ist Teil der hochkarätigen Besetzung von "Skyfall". Er gibt den Erzfeind des coolen Agenten.

Auch auf dem roten Teppich: Naomie Harris, ...

... die Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson und ...

... Schauspieler Ben Whishaw.

Ein riesiges, goldfarbenes 007-Logo und ein klassischer Aston Martin garnierten die festliche Aufmachung der Premierenfeier.

Sie war nicht bei der Premiere in London: Adele. Doch noch vor dem Start des Films hat die frischgebackene Mutter mit ihrem Titelsong "Skyfall" für einen Hit gesorgt wie aus den großen Tages von Sean Connery und Roger Moore.

Der Oscar-prämierte Regisseur Sam Mendes klagte auf dem roten Teppich über "nervenaufreibende" Schwierigkeiten, aus dem "öffentlichen Eigentum" Bond etwas Eigenes zu kreieren.

Doch worum geht es im neuen Bond eigentlich? Es ist eigentlich wie immer: um schnelle Autos, schöne Frauen, geschüttelten Martini, einen schauerlichen Bösewicht, Maßanzüge und exotische Schauplätze - ...

... "Skyfall" hat sämtliche klassischen Zutaten eines James-Bond-Films.

Sogar den alten Aston Martin DB5, den einst Sean Connery fuhr. Detailverliebte, ewige 007-Fans dürften also nicht enttäuscht sein.

Aber anders als so manches Mal in der 50-jährigen Geschichte des Geheimagenten auf der Leinwand braucht der neue Bond das alles gar nicht unbedingt.

Denn statt des Superhelden zeigen Daniel Craig und Regisseur Sam Mendes einen verwundbaren, ...

... vielschichtigeren Bond mit Vergangenheit. Sie machen ihn damit über den Stereotyp hinaus auch für Nicht-Bond-Kenner interessant.

Los geht es mit dem vermeintlichen Tod des Geheimagenten im Dienste ihrer Majestät.

Nach einem Einstieg wie im Bond-Bilderbuch, mit Knalleffekten und dramatischer Verfolgungsjagd durch Istanbul, ...

... stürzt er von einem fahrenden Zug in die Tiefe hinab - einer von mehreren Bezugspunkten zum Titel "Skyfall".

Denn der Fall aus dem Himmel ist auch metaphorisch: Der charmante, selbstsichere, ewig siegende Agent stürzt in eine tiefe persönliche Krise.

Erst als der britische Geheimdienst MI6 Ziel von Hackerangriffen und Terroranschlägen wird, kehrt er zurück.

"Wiederauferstehung ist meine Spezialität", so sein Kommentar dazu.

Aber auch beim MI6 ist nicht mehr alles, wie es war. Chefin M - zum siebten Mal von Judi Dench gespielt - soll abgelöst und in Rente geschickt werden.

Sie wehrt sich, wird aber schwächer und angreifbarer in ihren Entscheidungen.

Das Ganze spielt in einem Zeitalter, in dem nicht mehr Waffen die größte Gefahr sind, sondern Computerhacker.

Fallen Bond und M gemeinsam oder können sie sich gegenseitig retten?

Dass nach dem eher enttäuschenden Vorgänger "Ein Quantum Trost" etwas ganz anderes kommen würde, ...

... ließ sich erahnen, als Sam Mendes als Regisseur bekannt gegeben wurde.

Bond-Darsteller Craig soll ihn selber ausgesucht haben. Mendes ist mit sensiblen Dramen wie "Zeiten des Aufruhrs" oder "American Beauty" bekannt geworden, als Action-Experte galt er bislang nicht gerade.

Craig und Mendes wollten wieder zurück zu den Wurzeln und nahmen sich die Buchvorlagen von Ian Fleming vor.

Kritiker in Großbritannien verglichen Mendes Bond-Version bereits mit den Batman-Filmen von Christopher Nolan: ...

... Beide hätten ihren berühmten Helden eine kaum zu erwartende Vielschichtigkeit gegeben.

"Wir leben in einer Zeit, in der es möglich ist, einen großen, unterhaltsamen, glamourösen Eskapismus-Film zu machen, der gleichzeitig etwas über die Welt aussagt, in der wir leben", sagte Mendes.

"James Bond fühlt sich wieder wie ein realer Mann in einer realen Situation an."

Doch bei aller Realitätsnähe gibt es genug "Wer's glaubt"-Momente voller Übertreibung, ...

... wie sie zu Bond einfach dazugehören.

Eine der Hauptrollen hat auch wieder der britische Humor gespielt - zum Beispiel, ...

... wenn sich Bond mitten in einem surrealen Todesrennen erst einmal die Manschetten geradezieht.

Ein Großteil des Unterhaltungswerts liegt aber auch in den teils außergewöhnlichen Schauspielleistungen.

Javier Bardem, der für seine Bösewicht-Darstellung in "No Country for Old Men" einen Oscar bekam, ...

... mimt das gefährliche Genie Silva. Mit blond gefärbter Mähne und abwesendem Lachen gibt er ihm etwas Psychopathisches, das an frühere Bond-Film-Fieslinge erinnert.

Ein Wiedersehen mit Bonds Versorgungsmann Q gelingt ebenfalls. Ben Winshaw spielt das junge Computergenie und wird von Bond erstmal nicht ernst genommen.

"Times"-Filmkritikerin Kate Muir ist sich sicher: ...

... "Skyfall ist eine Wiederauferstehung und wird zu einem der besten 007 gezählt werden."

In Deutschland kommt der Film am 1. November 2012 in die Kinos.

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