Sie war der größte weibliche Filmstar im Deutschland der Hitler-Zeit. Ihre Lieder wie "Kann denn Liebe Sünde sein?" oder "Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh'n" sind bis heute unvergessen.Bild 1 von 31 Am 15. März 1907 wird Zarah Leander als Sara Stina Hedberg in Schweden geboren. Schon als Vierjährige nimmt sie Geigen- und Klavierunterricht.Bild 2 von 31 Ihren großen Durchbruch feiert die Sängerin mit der markanten Kontraalt-Stimme im September 1936 am Theater in Wien.Bild 3 von 31 Die Operette "Axel an der Himmelstür" wird durch Leanders Auftritt zu einer Sensation: Am Ende wird sie 62 mal vor den Vorhang gerufen.Bild 4 von 31 Die Kritiker überschlagen sich. Denn was sie in der Hauptrolle der Gloria Mills liefert, ist eine Persiflage auf "Great" Garbo, die eigentlich für diese Rolle engagiert werden sollte.Bild 5 von 31 Bereits Ende Oktober 1936 verlässt Leander das Wiener Theater und unterschreibt einen Vertrag mit der deutschen Ufa (Universum Film AG).Bild 6 von 31 Propagandaminister Joseph Goebbels hatte sie nach Deutschland gelockt.Bild 7 von 31 Zarah Leander soll die Lücke füllen, ...Bild 8 von 31 ... die durch die Emigration von Marlene Dietrich und ...Bild 9 von 31 ... der "Göttlichen" Garbo entstanden war.Bild 10 von 31 Von 1937 bis 1943 ist sie unter anderem in den Filmen "Zu neuen Ufern", "Heimat", "Die große Liebe", "Der Weg ins Freie" und "Damals" zu sehen.Bild 11 von 31 Zarah Leander wird der höchstbezahlte deutsche Filmstar im Nazi-Deutschland. Die größte Ehre - in den Status der Staatsschauspielerin erhoben zu werden - lehnt sie allerdings ab.Bild 12 von 31 Adolf Hitler soll Leander, die perfekt Deutsch sprach, sehr gemocht haben.Bild 13 von 31 Als sich die deutsche Niederlage immer mehr abzeichnet und auch ihre Berliner Grunewald-Villa bombardiert wird, wird es Leander allerdings zu ungemütlich in Deutschland.Bild 14 von 31 1943 verlässt sie Berlin und kehrt nach Schweden zurück.Bild 15 von 31 Sie zieht auf ihr Gut Lönö, ein stattliches Anwesen mit 22 Zimmern, umgeben von Äckern, Wäldern und Inseln.Bild 16 von 31 Nach dem Krieg feiert Leander international wieder glänzende Bühnenerfolge. Sie singt weiterhin ihre Evergreens auf Konzerten, in eigens dafür geschriebenen Musicals und in Fernseh-Shows.Bild 17 von 31 Ihre Filme lohnen sich finanziell, haben aber nichts mehr von der früheren filmischen Qualität. Ab den 70er Jahren verschlechtert sich ihre Gesundheit: Sie erleidet ihren ersten Schlaganfall.Bild 18 von 31 1979 verabschiedet sich die Diva von der Bühne und begibt sich auf ihr Landgut nach Lönö.Bild 19 von 31 Sie lebt zurückgezogen, ist an den Rollstuhl gefesselt und muss häufig im Krankenhaus behandelt werden. 1981 stirbt sie an Gehirnblutungen.Bild 20 von 31 Zarah Leander heiratet insgesamt dreimal. Von ihrem ersten Mann, dem Schauspieler Nils Leander, bekommt sie zwei Kinder (Im Bild Tochter Boeel und ihre Mutter Matilda Ulrike Hedberg)Bild 21 von 31 Ihre große Liebe soll der deutsche Komponist Michael Jary (rechts) gewesen sein.Bild 22 von 31 Die große Sängerin, die so gut im Nazi-Deutschland gelebt hat, sah sich gerne als "politische Idiotin".Bild 23 von 31 "Wie eine Fahne" habe sie dies vor sich hergetragen, schreibt ihre Biographin Jutta Jacobi in dem Buch "Das Leben einer Diva".Bild 24 von 31 Was ihre Vergangenheit als Hitlers und Goebbels Darling betrifft, vermittelt sie ein "notorisch gutes Gewissen", so Jacobi.Bild 25 von 31 "Leanders Geschichte ist typisch dafür, dass man sich im letzten Jahrhundert eben nicht aus der Politik heraushalten konnte."Bild 26 von 31 In ihrem Heimatland wurden Leander ihre Nazi-Sympathien zunächst übelgenommen.Bild 27 von 31 Gerüchte über eine angebliche "Meisterspionin" Leander im Dienste der Sowjetunion tauchten immer wieder auf.Bild 28 von 31 Mittlerweile hat sich dies geändert.Bild 29 von 31 "Man muss sich nicht mehr so beweisen und braucht deshalb auch keinen Sündenbock mehr", erklärt Jacobi den Sinneswandel der Schweden.Bild 30 von 31 Heute wird Zarah Leander hier wieder gefeiert. Zu ihrem 100. Geburtstag 2007 wurde unter anderem eigens ein Museum auf ihrem Gut in Lönö eröffnet.Bild 31 von 31