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Bei Quelle läuft der Ausverkauf auf Hochtouren. Mit der Räumung der Warenlager läutet die Insolvenzverwaltung die Endphase in der 82-jährigen Geschichte des einstmals größten europäischen Versandhändlers ein.
Das Motto lautet: "Alles muss raus!"
Im Internet kommt es bei den Bestellungen zu einem regelrechten Boom. Der Ansturm von Schnäppchenjägern zwingt die Homepage immer wieder in die Knie, mitunter kommt es beim Öffnen von www.quelle.de zu Verzögerungen.
Auch bei den rund 80 Quelle- Technik-Centern und den knapp 1200 Quelle-Shops findet der Ausverkauf riesigen Anklang. In den Läden und Kaufhäusern soll ein Teil der rund 18 Millionen auf Lager liegenden Artikel verkauft werden. Das Versandhaus bietet auf alle Waren Rabatte zwischen 10 und 30 Prozent.
In einzelnen Läden standen Schnäppchenjäger vor vielen leeren Regalen. Verkäufer kündigten an, neue Ausverkaufsware werde im Laufe des Tages angeliefert. Die Artikel müssten vor dem Verkauf erst noch aufwendig mit neuen Preisschildern versehen werden.
Der Verkauf ist auf mehrere Wochen ausgelegt. Ziel des Insolvenzverwalters ist dabei, die Konkursmasse zu erhöhen.
Auf das gesamte Sortiment des Herbst- und Winterkatalogs gibt es Preisnachlässe zwischen 10 und 30 Prozent.
Einen 30-prozentigen Rabatt gibt es etwa auf Damen-, Herren- und Kindermode, Wäsche, Schmuck, Sportkleidung und Schuhe.
Möbel- und Heimtextilien sind um 20 Prozent,…
... technische Artikel um 10 Prozent reduziert.
"Deutschlands größter Ausverkauf" wird mit einer Rumpfmannschaft gestemmt.
Wenn die Regale leer sind, ist auch ihre Zeit bei Quelle vorbei.
Viele Quelle-Filialen gleichem einem Flohmarkt. Im Erdgeschoss drängeln Schnäppchenjäger in Richtung Tisch mit halbausgepackten Kaffeemaschinen.
Kunden kramen in offenen Kartons.
Und mittendrin stehen etwas verloren Verkäufer.
Von der Decke hängen riesige Schilder mit dem Aufdruck "Schnäppchen", "Prozente" oder "Lagerräumung".
Überall stehen Kisten herum.
An den Kassen und an den Umkleidekabinen bilden sich immer wieder lange Schlangen.
Viele Kleidungsstücke, die letztlich nicht verkauft werden, bleiben dort zurück.
Selbst an den Rolltreppen kommt es zu kurzen Staus.
Im zweiten Stock finden sich leere Regale, neben Waschmaschinen liegen Verpackungsreste.
Das Licht ist aus.
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