Nun ist es endgültig: Die letzten Maschinen sind vom Berliner Stadtflughafen Tempelhof gestartet.Bild 1 von 33 So wurde es beschlossen und von mehreren Gerichten bestätigt.Bild 2 von 33 Auch ein Volksbegehren der Tempelhof-Anhänger, zu denen Kanzlerin Angela Merkel und diverse Wirtschaftsführer gehörten, konnte ihn nicht retten.Bild 3 von 33 Beim ersten Volksentscheid in der Stadt Berlin sprach sich das Volk gegen den Flughafen aus.Bild 4 von 33 Die Liste der Trauernden ist lang.Bild 5 von 33 Der britische Spitzenarchitekt Norman Foster sah in Tempelhof die "Mutter aller Flughäfen".Bild 6 von 33 Prominente Hobbyflieger und Hollywood-Stars wie Angelina Jolie und Brad Pitt nutzten die historische Kulisse für private Flugstunden.Bild 7 von 33 Und Politiker wie Geschäftsleute freuten sich über die kurze Fahrzeit vom Zentralflughafen ins nah gelegene Regierungsviertel.Bild 8 von 33 Der Flughafen hat eine lange und bewegte Geschichte: 1922 wurde der ehemalige Exerzierplatz von Kaiser Wilhelm II. geebnet und befestigt. Erste Flughallen wurden errichtet ...Bild 9 von 33 ... und am 8. Oktober 1923 wurde der erste Verkehrsflughafen der Welt in Betrieb genommen. Die erste Flugstrecke ging von Berlin nach Königsberg.Bild 10 von 33 100 Starts und Landungen im ersten Jahr nach der Gründung wurden als starker Verkehr angesehen.Bild 11 von 33 1926 begann die neugegründete Luft Hansa AG von hier aus ihren Linienflugverkehr über Halle - Erfurt - Stuttgart nach Zürich.Bild 12 von 33 Der Verkehr nahm ständig zu. In den 1930er Jahren stand der Flughafen Tempelhof mit seinem Verkehrsaufkommen noch vor Paris, Amsterdam und London an der Spitze des europäischen Flugverkehrs.Bild 13 von 33 1934 plante der Architekt Ernst Sagebiel die Erweiterung des Flughafens. Er sollte sechs Millionen Passagiere im Jahr abfertigen. Bis 1934 waren es gerade mal 200.000 gewesen.Bild 14 von 33 Das in der Folgezeit entstandene Flughafengebäude gehört zu den flächengrößten Gebäuden der Welt.Bild 15 von 33 Die Gesamtlänge des Gebäudes beträgt 1230 Meter.Bild 16 von 33 Das Flugfeld wurde als ovaler Rasenplatz mit annähernd zwei Kilometern Durchmesser angelegt, ...Bild 17 von 33 ... so dass die zu diesem Zeitpunkt noch relativ leichten Flugzeuge jeweils exakt gegen den herrschenden Wind starten und landen konnten.Bild 18 von 33 Die Nazis wollten Tempelhof - den Flughafen in ihrer künftigen Hauptstadt "Germania" - zum Luftkreuz für Europa machen.Bild 19 von 33 1948 bekam der Flughafen eine neue Bedeutung.Bild 20 von 33 Während der Blockade West-Berlins diente er fast ausschließlich dem Transport von Verpflegung für Berlin per Flugzeug.Bild 21 von 33 Die lebensnotwendige Versorgung durch die legendäre Luftbrücke dauerte von Juni 1948 bis Mai 1949. In Tempelhof startete und landete zeitweise alle 90 Sekunden ein Flugzeug.Bild 22 von 33 Zur Freude der Kinder in der Nachbarschaft des Flughafens warf der amerikanische Pilot Gail Halvorsen beim Anflug auf Tempelhof Süßigkeiten an Fallschirmen aus Taschentüchern ab.Bild 23 von 33 Andere Piloten folgten seinem Beispiel, was den Flugzeugen bald den Namen "Rosinenbomber" einbrachte.Bild 24 von 33 Für die Sowjets war die Berlin-Blockade ein grandioser Reinfall: Die Luftbrücke machte die Besatzer zu Freunden.Bild 25 von 33 Während des Kalten Krieges spielte die kugelförmige Radarantenne des Flughafens Tempelhof eine bedeutende Rolle: Sie war der östlichste Flugüberwachungsapparat der USA.Bild 26 von 33 Ab 1950 wurde der Flughafen vom amerikanischen Hohen Kommissar zur zivilen Nutzung freigegeben.Bild 27 von 33 Doch der nationale und internationale Flugverkehr konzentrierte sich ab 1975 im neu errichteten Flughafen Tegel.Bild 28 von 33 Tempelhof mit seiner relativ kurzen Startbahn und seiner innerstädtischen Lage wurde zunehmend zum vergleichsweise unbedeutenden Regionalflughafen.Bild 29 von 33 Im Jahr 2008 flogen gerade mal 15 Business-Jets im Durchschnitt am Tag ab Tempelhof.Bild 30 von 33 Ab 2011 soll der neue Flughafen "Berlin Brandenburg International" (BBI) die Kapazitäten des Flugverkehrs in und um Berlin verbessern.Bild 31 von 33 Nach der Schließung von Tempelhof soll der Berliner Flugverkehr zunächst über Tegel und Schönefeld abgewickelt werden.Bild 32 von 33 Ein halbes Jahr nach der BBI-Eröffnung soll dann auch Tegel schließen.Bild 33 von 33