Kuba regt mal wieder die Fantasie an.Bild 1 von 66 Und diesmal geht es nicht um Revolutionen, ...Bild 2 von 66 ... malerische Kulissen und alte Autos ...Bild 3 von 66 ... oder distinguierte Herren mit dicken Zigarren, ...Bild 4 von 66 ... die uns mit ihrer Musik betören.Bild 5 von 66 Nein, diesmal ist es ausgerechnet die internationale Investorengemeinschaft, die mit den Füßen scharrt.Bild 6 von 66 Sie können es nicht abwarten, ihre Claims in dem noch vom kommunistischen Vorhang verhüllten Land abzustecken.Bild 7 von 66 Und sie stehen damit nicht alleine da: Auch viele Exil-Kubaner freuen sich schon auf eine baldige Rückkehr.Bild 8 von 66 Denn seit Raul Castro die Zügel aus den Händen seines erkrankten Bruders Fidel übernommen hat, ...Bild 9 von 66 ... gibt es fast täglich Neuigkeiten von der Zuckerinsel, die für eine baldige wirtschaftliche Öffnung sprechen.Bild 10 von 66 So wurden die Beschränkungen für den Kauf von Fernsehern und Computer wieder aufgehoben.Bild 11 von 66 Der Verkauf war 2003 mit Verweis auf die Stromknappheit eingeschränkt worden. Das Problem scheint offenbar gelöst zu sein.Bild 12 von 66 Seit wenigen Wochen darf auch jeder Kubaner ein Handy besitzen - bislang das Privileg ranghoher Beamter.Bild 13 von 66 Und der Einheitslook, pardon, Einheitslohn, soll abgeschafft werden. "Dass alle das Gleiche verdienen, ist nicht hilfreich", weiß jetzt die kubanische Regierung.Bild 14 von 66 Besonders überrascht wurde die Bevölkerung von der Erlaubnis, die Hotels zu betreten, ...Bild 15 von 66 ... die bislang ausländischen Gästen vorbehalten waren.Bild 16 von 66 Die meisten Kubaner durften die Luxusherbergen bislang nicht von innen sehen, geschweige denn dort logieren.Bild 17 von 66 Offiziell mitgeteilt wurde diese neue Maßnahme nicht, die Kubaner erfuhren davon quasi auf der Straße.Bild 18 von 66 Um den neuen Luxus genießen zu können, fehlt den meisten Kubanern jedoch das Geld.Bild 19 von 66 Um eine Hotelrechnung bezahlen zu können, müssten sie bei einem durchschnittlichen Monatsgehalt von zehn Euro mehr als ein Jahr arbeiten.Bild 20 von 66 In Sachen Mobilfunk sind die vom staatlichen Telekommonopolisten ETECSA geplanten Prepaid-Tarife unerschwinglich.Bild 21 von 66 Denn die Handy-Rechnung muss in konvertierbaren Pesos bezahlt werden.Bild 22 von 66 Und diese sind 24 Mal mehr wert als die gewöhnlichen Pesos, die die Kubaner in ihrer Lohntüte finden.Bild 23 von 66 Auch wenn sich die Wirtschaft langsam von dem Kollaps erholt, in den der Wegfall der sowjetischen Bruderhilfe in den 90ern sie gestürzt hatte, ...Bild 24 von 66 ... bis Kuba wirtschaftlich auf festen Beinen steht, wird es noch eine ganze Weile dauern.Bild 25 von 66 So muss Kuba immer noch Lebensmittel teuer importieren und bezahlt mit Geld aus China und Venezuela.Bild 26 von 66 Diese Mittel fehlen dann für die Modernisierung der eigenen Produktion - beispielsweise für Zucker.Bild 27 von 66 Das weiße Gold, das Kuba einst reich machte, wurde vom "Maximo Lider" jedoch verpönt.Bild 28 von 66 Seine Kubaner sollten nie wieder auf den Zuckerrohrfeldern schuften, erklärte Fidel Castro im Jahr 2005.Bild 29 von 66 Stattdessen sollte Kuba an der Seite des Ölstaates Venezuela und mit dem eigenen Öl zu Wohlstand kommen, ...Bild 30 von 66 ... auch wenn das kubanische Öl von eher minderwertiger Qualität ist.Bild 31 von 66 Aber auch wenn sich die wirtschaftliche Erholung noch auf dünnen Beinchen bewegt - Experten gehen davon aus, ...Bild 32 von 66 ... dass das Wirtschaftswachstum eher bei sechs Prozent als bei den offiziell verbreiteten zehn Prozent liegt - ...Bild 33 von 66 ... seit der Revolution vor rund fünf Jahrzehnten waren ausländische Investoren nicht mehr so elektrisiert von Kuba, ...Bild 34 von 66 ... wie seit der Machtübergabe an Raul Castro.Bild 35 von 66 Beobachter sind davon überzeugt, dass der kubanischen Regierung keine Wahl bleibt, als die Wirtschaft vorsichtig zu öffnen, ...Bild 36 von 66 ... vor allem, wenn sie ihren Machtanspruch nicht verlieren will. Und die ausländischen Konzerne sind schon da: ...Bild 37 von 66 So haben der kanadische Bergbaukonzern Sherrit und die chinesische Minmetal 500 Millionen Dollar in die Nickelminen des Landes investiert.Bild 38 von 66 Die brasilianische Petrobras sucht im Golf von Mexiko vor Kuba nach Öl.Bild 39 von 66 Mexiko hat alte Schulden gestundet, um wieder mit den Kubanern ins Geschäft zu kommen.Bild 40 von 66 Iranischen Unternehmen bauen eine Zementfabrik und ein Thermokraftwerk. Dafür liefert Kuba Pharmazeutika in den Iran.Bild 41 von 66 Spanische Unternehmen investieren in den Tourismus und betreiben in Joint Ventures schon jetzt zahlreiche Hotels in Havanna.Bild 42 von 66 Auch der einstige Bruder Russland ist wieder da und gewährt Kuba einen Kredit für den Kauf von Militärflugzeugen.Bild 43 von 66 Und China liefert günstige Handelskredite. Gebraucht wird das alles, denn ähnlich wie bei den ehemaligen kommunistischen Ländern in Osteuropa ...Bild 44 von 66 ... braucht Kuba dringend Hilfe bei der Infrastruktur, Telekommunikation, Lebensmitteln und Industrieaufbau.Bild 45 von 66 Bei soviel Bewegung werden allmählich auch die Anlageprofis unruhig und wollen mit dabei sein.Bild 46 von 66 Obwohl man aus rechtlichen Gründen noch in kein einziges kubanisches Unternehmen investieren kann, hat die Société Générale schon ein Kuba-Zertifikat aufgelegt.Bild 47 von 66 Sie wettet einfach auf die Unternehmen, die von einer Öffnung Kubas profitieren würden, wie beispielsweise Petrobras. Eine nette Idee, finden Analysten ...Bild 48 von 66 ... auch wenn das Kuba-Etikett eher Marketing-Ideen diene, da die besagten Unternehmen nur einen sehr geringen Umsatzanteil in Kuba haben.Bild 49 von 66 Eine ähnliche Prinzip verfolgt auch der bislang einzige Kuba-Fonds, der Herzfeld Caribean Basin Fund.Bild 50 von 66 Der Gründer Thomas J. Herzfeld wartet schon seit 1993 auf die Öffnung Kubas und setzt ebenfalls auf Unternehmen, die davon profitieren würden.Bild 51 von 66 Im Jahr 2006 schienen sich die Hoffnungen zu erfüllen. Als Fidel Castro schwer erkrankte und ...Bild 52 von 66 ... nicht nur Exil-Kubaner schon das Ende einer Ära feierten, verdoppelte sich der Fondspreis.Bild 53 von 66 Als sich Castro wieder erholte, rutschte der Kurs wieder ab.Bild 54 von 66 Auch die Amtsübernahme von Raul Castro brachte nur ein kurzes Hoch.Bild 55 von 66 Zwar ist die Analystengemeinde davon überzeugt, dass sich in den nächsten Monaten oder Jahren viel in Kuba tun wird.Bild 56 von 66 Trotzdem warnt sie vor einem Frühstart.Bild 57 von 66 Denn noch hängt alles von politischen Entscheidungen ab. So ist Konsens, dass es in Kuba ...Bild 58 von 66 ... zu keinem großen Umbruch kommen wird, solange Fidel Castro noch lebt.Bild 59 von 66 Auch in Sachen Transparenz muss Kuba noch Hausaufgaben machen:Bild 60 von 66 Beim Index of Economic Freedom kommt Kuba auf Platz 156 von 157 Ländern.Bild 61 von 66 Damit wird der karibische Inselstaat nur noch von Nordkorea übertroffen.Bild 62 von 66 Ein wichtiger Faktor ist auch das immer noch bestehende US-Embargo.Bild 63 von 66 Hier hoffen viele Kubaner auf den neuen demokratischen US-Präsidenten Barack Obama, ...Bild 64 von 66 ... besonders weil er durchblicken ließ, das Embargo aufheben zu wollen.Bild 65 von 66 Gedulden wir uns also noch ein bisschen und trinken noch einen Kaffee, bis Kuba sich öffnet. (Bilder AP, Text: Samira Lazarovic)Bild 66 von 66