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Der Begründer der Evolutionstheorie: Charles Darwin

 
Der Mensch stammt vom Affen ab ...

Der Mensch stammt vom Affen ab ...

... und nur die Arten überleben, die sich der Umwelt am besten anpassen, lautet die stark verkürzte Darstellung der Evolutionstheorie ...

... des britischen Naturforschers Charles Robert Darwin (1809 - 1882), ...

... die er 1859 in seinem Werk "Die Entstehung der Arten" veröffentlichte und damit die Sicht auf die Welt grundlegend veränderte.

Darwin selbst hatte nie behauptet, dass der Mensch direkt vom Affen abstammt. Er konnte vielmehr beweisen, dass die Verwandtschaft zwischen Menschen und Affen in gemeinsamen Vorfahren zu suchen ist.

Dieser Ansatz ist bis heute Grundlage der modernen Evolutionstheorie und machte Darwin zu einem der bedeutendsten Naturwissenschaftler aller Zeiten.

Zur Naturwissenschaft kam Darwin, der am 12. Februar 1809 geboren wurde, erst über Umwege, obwohl er sich schon als Junge für Pflanzen und Tiere interessierte. (Darwin 1816)

Auf Geheiß seines Vaters wurde Darwin nach seinem Schulbesuch zum Medizinstudium in Edinburgh gezwungen. (Altstadt heute)

Wegen seiner Abneigung gegen das Sezieren und ... (Die Anatomie des Dr. Tulp, Rembrandt 1632)

... die grausamen Zustände beim Operieren zur damaligen Zeit, denn die Narkose war noch nicht erfunden, brach er sein Studium 1827 ab. (Amputationswerkzeuge aus dem 19. Jahrhundert, idw)

Darwin wurde daraufhin von seinem Vater für ein Theologiestudium in Cambridge eingeschrieben. Er hoffte, Charles würde einmal Pfarrer werden.

Der junge Darwin studierte nur halbherzig, denn seine Begeisterung für Biologie und Geologie überwogen. Noch während des Studiums knüpfte er Kontakte zu einflussreichen Naturwissenschaftlern und ...

... wurde daraufhin zu einer mehrjährigen Expedition unter Leitung von Robert FitzRoy (1805-1865) auf dem legendären Forschungsschiff "Beagle" eingeladen.

Darwin brach am 27. Dezember 1831 zur Vermessungsreise auf. Die eigentlichen Ziele der Expedition waren Patagonien und Feuerland. Außerdem sollten die Küsten Chiles und Perus vermessen werden.

Die prägende Weltreise des Forschers führte über die Kapverden, Bahia, Rio de Janeiro nach Montevideo und weiter nach Chile, Peru und zu den Galapagosinseln. Sie dauerte fast fünf Jahre.

Indianer auf Feuerland, Fossilienfunde in Patagonien und Beobachtungen der Flora und Fauna auf den Galapagosinseln waren wegweisend für die späteren wissenschaftlichen Arbeiten Darwins.

Der Naturwissenschaftler archivierte die Fundstücke seiner Weltreise vorbildlich, so dass Forscher bis heute darauf zurückgreifen können. (Atlantischer Passatstaub vom 10. März 1834)

Nach seiner Rückkehr am 2. Oktober 1836 arbeitete er ohne Rast weiter, um alle Fundstücke zu analysieren und seine Beobachtungen auszuwerten. 1839 erschien sein erstes Buch, ein Reisebericht über die Expedition. (Darwins Arbeitszimmer)

Weitere Veröffentlichungen zur Artentheorie folgten und machten den Forscher zu einem anerkannten Naturwissenschaftler.

Trotzdem zögerte Darwin bis 1859 damit, das geheime Manuskript seiner Theorie zu veröffentlichen. Er fürchtete, sich mit der Kirche anzulegen.

Erst die Veröffentlichungen des weniger bekannten Naturforschers Alfred Russel Wallace 1858 ("Essay über das Gesetz, welches die Entstehung neuer Arten reguliert hat") zeigten Darwin,...

... dass die Zeit reif war für die Veröffentlichungen seiner Evolutionstheorie. ("Über die Entstehung der Arten durch natürliche Selektion")

Das Buch, das ab 1859 in rascher Folge in mehreren Auflagen erschien, war stets nach wenigen Tagen vergriffen. Es läutete einen Wendepunkt in der Biologie ein, der von den Biologen des 19. Jahrhunderts geradezu erwartet worden war.

Das Werk "Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Auswahl" sollte den größten Wirbel auslösen.

Denn hier beschrieb Darwin die Verwandtschaft des Menschen mit dem Affen.

Das rief scharfe Kritiker auf den Plan, denn mit seiner Theorie stellte Darwin die gesamte Schöpfungsgeschichte der Kirche in Frage.

Das allerdings war nicht Darwins Absicht. Er wollte lediglich als Wissenschaftler der Herkunft von Pflanzen- und Tierarten auf die Spur kommen. (Darwin-Tauben)

Konservative Wissenschaftler, vor allem biologisch ungebildete Theologen und Philosophen, überschütteten Darwin mit Hohn und Spott.

Bis heute wird außerhalb der Naturwissenschaften die Theorien Darwins vor allem innerhalb des so genannten "Bible-belt" der USA in Frage gestellt. (Markierte Region: evangelikaler Protestantismus gehört hier zum integralen Bestandteil der Kultur)

Innerhalb der Wissenschaften sind die Diskussionen um Darwins Theorien im Wesentlichen abgeschlossen...

... und können unter anderem durch die moderne Evolutionsgenetik weitgehend bestätigt werden.

Darwin starb am 19. April 1882 im Alter von 73 Jahren nach einer langen, schweren Krankheit. (Darwins Notizbuch)

Er wurde wegen seiner großen Verdienste für die Wissenschaft am 26. April 1882 in der Westminster Abbey in London mit einem Staatsbegräbnis bestattet.

Alljährlich wird der britische Naturforscher am Internationalen Darwin-Tag geehrt, der an seinem Geburtstag, dem 12. Februar, begangen wird. (Bilder: AP, dpa, wikipedia)

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