Fehlende Pigmente in Augen, Haaren und Haut: Die angeborene Störung der Biosynthese der Melanine ist eine Seltenheit sowohl bei Menschen als auch bei Tieren.Bild 1 von 29 Der Sammelbegriff für diese Störung nennt sich Albinismus. Sie wird durch einen rezessiven Erbgang weitergegeben. Der Stoffwechseldefekt, der beim Menschen mit einer Häufigkeit von 1:20.000 auftritt, ist nicht therapierbar.Bild 2 von 29 Es gibt verschiedene Formen des Albinismus. Dementsprechend gibt es Menschen und Tiere, deren Haare nicht ganz weiß sind. Auch die Haut- oder die Augenfarben variieren.Bild 3 von 29 Menschen und Tiere mit Albinismus bekommen ganz leicht Sonnenbrand und dürfen sich deshalb nicht ungeschützt der Sonne aussetzen.Bild 4 von 29 Dieses englische Polizeipferd, ein Albino mit dem Spitznamen "Sunny", muss an sonnigen Tagen am ganzen Körper mit Sonnencreme geschützt werden.Bild 5 von 29 Menschen mit Albinismus haben keine roten Augen. Ihnen fehlt Melanin, die Unterpigmentierung im Auge. Ohne Melanin wird das Auge besonders lichtempfindlich. Betroffene schützen sich mit Sonnenbrillen.Bild 6 von 29 Nur durch Lichtreflexe erscheinen die Augen rot. Das ist so ähnlich wie bei einigen Fotografien mit Blitzlicht. Bei grellem Blitzlicht wird abrupt in das menschliche Auge geleuchtet, das dann rotes Licht reflektiert.Bild 7 von 29 Melanin hängt auch mit der Entwicklung der Sehnerven beim Menschen zusammen, deshalb können Menschen mit Albinismus oftmals nicht räumlich und nicht scharf sehen.Bild 8 von 29 Es gibt sogar Betroffene, denen die Farbpigmente nur in den Augen, nicht aber in den Haaren und der Haut fehlen. Kontaktlinsen können die Lichtempfindlichkeit und die Sehschärfe der Augen ausgleichen.Bild 9 von 29 Schimmel haben keinen Albinismus, denn ihre Haut ist schwarz. Zudem sind die Augen pigmentiert.Bild 10 von 29 Nur in den Haaren des Schimmels wird kein Melanin eingelagert, so dass ihr Fell weiß oder grau ist.Bild 11 von 29 Auch Eisbären haben eine schwarze Haut und leiden nicht an Albinismus. Das weiße Fell ist im Schnee die ideale Tarnung und schützt durch eine bestimmte Struktur vor der Kälte.Bild 12 von 29 Albinismus bei Tieren ist heute längst nicht so gut erforscht wie beim Menschen,...Bild 13 von 29 ...obwohl Albino-Tiere bevorzugt für Tierversuche eingesetzt werden, denn die pigmentlose Haut ist angeblich besser geeignet für bestimmte Versuche.Bild 14 von 29 Die genetischen Ursachen und die gesundheitlichen Folgen von Albinismus sind ähnlich wie beim Menschen.Bild 15 von 29 Auch die Sehschäden bei den Tieren scheinen ähnlich gelagert zu sein wie beim Menschen.Bild 16 von 29 Leider können nicht alle Tiere ihre Augen so gut schützen wie dieses Schwein.Bild 17 von 29 Sowohl bei Menschen als auch bei Tieren werden die Betroffenen wegen ihres Aussehens oft ausgegrenzt.Bild 18 von 29 Je größer die Farbunterschiede innerhalb einer Rasse sind, umso größer sind auch die Diskriminierungen.Bild 19 von 29 Menschen mit Albinismus, wie beispielsweise der Sänger Salif Keita, müssen um ihre soziale Akzeptanz kämpfen.Bild 20 von 29 Auf dem afrikanischen Kontinent leidet jeder Zehntausendste unter der Stoffwechselstörung.Bild 21 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpaDie Menschen mit Albinismus sind vor allem in Ostafrika gleich mehrfach gefährdet, berichtet das Rote Kreuz.Bild 22 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpaSie sind einerseits ständig auf der Flucht, weil sie fürchten müssen, Opfer eines Ritualmordes zu werden. Vor allem in Tansania ist der Aberglaube verbreitet, das das Blut der Albinos magische Kräfte besitzt.Bild 23 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpaAndererseits haben diese Menschen keinen natürlichen Schutz vor der Sonne in ihrer Haut, so dass die Gefahr Hautkrebs zu bekommen, extrem hoch ist.Bild 24 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpaKinder und Jugendliche mit Albinismus leben oftmals ohne ihre Familein und abgegrenzt von der Außenwelt in Sonderschulen oder Notunterkünften der Polizei, ...Bild 25 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpa... weil sie besonderen Schutz benötigen. Die Zukunft der Kinder mit Albinismus allerdings ist ungwiss.Bild 26 von 29 | Foto: picture-alliance/ dpaBetroffene werden ungern als "Albinos" bezeichnet. Die meisten ziehen die neutralere Form "Menschen mit Albinismus" vor.Bild 27 von 29 Früher sind Menschen mit Albinismus als Kuriositäten im Zirkus vorgeführt worden. In einigen Regionen wurden ihnen übersinnliche Kräfte zugesprochen. Heute werden Albino-Tiere...Bild 28 von 29 ...gern und zahlreich von Fotografen in Szene gesetzt. (Alle Bilder dpa / AP)Bild 29 von 29