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Wenn Berge Feuer spucken: Die Welt der Vulkane

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Seit Jahrtausenden sind Menschen von Vulkanen fasziniert. (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Seit Jahrtausenden sind Menschen von Vulkanen fasziniert.

Seit Jahrtausenden sind Menschen von Vulkanen fasziniert.

Immer jedoch bleibt eine große Ehrfurcht vor dieser unberechenbaren Naturgewalt.

Die lavaspuckenden Berge haben das Erscheinungsbild unserer Erde maßgeblich geprägt und zugleich unzähligen Menschen und Tieren das Leben gekostet.

Es gibt Theorien, dass Vulkanausbrüche das Aussterben der Dinosaurier verursacht haben sollen.

Weltweit gibt es rund 550 Vulkane, die als aktiv bezeichnet werden können. In dieser Zahl sind die untermeerischen Vulkane allerdings nicht erfasst.

Vulkane gibt es nicht nur auf der Erde, sondern auch auf mehreren Planeten im All.

Als Vulkan wird eine geologische Struktur bezeichnet, in der Gesteinsschmelze, auch Magma genannt, bis an die Oberfläche eines Planeten aufsteigt. Dann wird die Gesteinsschmelze als Lava bezeichnet.

Die Bezeichnung Vulkan stammt übrigens vom römischen Feuergott "Vulcanus" ab, der hier die Liebesgöttin Venus anhimmelt.

Der Gott des Feuers soll auf einer der liparischen Inseln sein Unwesen getrieben haben. Diese Insel trägt bis heute den Namen Vulcano.

Die Vulkane auf der Erde werden in verschiedene Kategorien unterteilt.

Plinianische Vulkane werden wegen des langanhaltenden Ascheausstoßes als die gefährlichsten Vulkane überhaupt bezeichnet.

Die Lava plinianischer Vulkane ist derart zäh, dass sie den Vulkan-Schlot verstopft. Dadurch nimmt der Gasdruck im Vulkan stetig zu, bis eine gewaltige Explosion den Pfropfen samt Lavamassen aus dem Schlot heraussprengt.

Bei dieser Wucht wird oftmals auch der Gipfelkrater mitgerissen. Den so entstandenen Kraterkessel bezeichnet man als Caldera.

Der Mount St. Helens im US-Bundesstaat Washington gehört zur plinianischen Art. Er galt seit dem Jahr 1857 als ruhender Vulkan, doch 1980 brach er nach einer Serie von Erdbeben erneut aus. Ein Gebiet von 500 Quadratkilometern war betroffen, 57 Menschen starben.

Die weniger gefährlichen Vulkane zählen Geologen zum sogenannten Hawaii-Typ.

Bei diesen Vulkanen können die Gase leicht entweichen, so dass die Explosivität stark verringert wird.

Die Lava, die bei dieser Eruption zutage tritt, ist extrem dünnflüssig und gasarm.

Die dünnflüssige Lava führt zu sogenannten kuppelförmigen Schildvulkanen.

Eine weitere weniger gefährliche Vulkanart ist der Stromboli-Typ.

Vulkane dieses Typs werfen Schlacke aus, stoßen Dampf und Asche in die Luft und bringen Lava an die Oberfläche.

Der Stromboli selbst auf der gleichnamigen italienischen Insel fördert alle 20 Minuten Lava zu Tage.

Er gehört, ebenso wie der Ätna, der Vesuv oder der Fudschijama, zu den sogenannten Schichtvulkanen.

Große Vulkane, im Bild der Mayon, gehören werden zu diesem Typ gezählt.

Zu den für Mensch und Tier gefährlichen Vulkanenarten zählt der Pelée-Typ.

Diese Vulkanarten explodieren mit gewaltigen Glutwolken aus Gas und Asche, die als Lawine mit einer Geschwindigkeit von mehr als 100 Kilometern pro Stunde ins Tal strömen können.

Der Vulkan-Typ ist nach dem karibischen Mount Pelée benannt. Bei einem Ausbruch 1902 kamen dort 29.000 Menschen ums Leben. Stumme Zeugen der Katastrophe stehen noch heute.

Die meisten Vulkane befinden sich in der Region des Pazifischen Ozeans. Der "Ring des Feuers" beginnt in Neuseeland und zieht sich durch die Südsee-Inseln über Japan bis hin zur russischen Halbinsel Kamtschatka.

Weiter führt er über die Beringstraße, Alaska, die Westküsten Kanadas und der USA über Mittel- und Südamerika bis nach Feuerland.

Auch in der Karibik, Island und Hawaii finden sich Vulkanketten.

Dass Vulkane derart gehäuft auftreten, liegt an der Plattentektonik der Erde. In Zonen, in denen die Kontinentalplatten aufeinandertreffen und sich untereinander schieben, entstehen besonders viele Vulkane.

Das Leben in der Nähe eines Vulkanes ist Fluch und Segen zugleich.

Einerseits bedeutet es eine ständige Unsicherheit, da niemand genau sagen kann, wann und mit welcher Zerstörungskraft ein Vulkan ausbricht.

Das fließende Gestein begräbt im Zweifel alles unter sich.

Leben jeglicher Art hat unter der heißen Lava keine Chance.

Lava ist meist mehr als 1000 Grad Celsius heiß. Wenn der Lavastrom nach dem Austritt aus dem Vulkanschlot allmählich abkühlt, wird er bei rund 600 Grad Celsius dunkelrot.

Unter 500 Grad Celsius leuchtet Lava nicht mehr.

Lava besteht aus Silizium, Aluminium, Kalium, Natrium, Magnesium, Kalzium, Eisen, Phosphor, Titan und Wasser.

Auch unter erkalteter Lava kann zunächst nichts wachsen.

Erst nach geraumer Zeit wird der vulkanische Boden fruchtbar - dann aber in einem besonderen Maße.

Gebiete, die die Lava nicht erreicht, profitieren auch von der ausgeworfenen Asche.

Sie ist reich an Stoffen, die wie Dünger auf die Pflanzenwelt wirken.

So können die Ernteerträge wesentlich gesteigert werden.

Die Asche kann jedoch in Städten und für Lebewesen zu großen Problemen führen.

Einerseits kann sie bei Mensch und Tier gesundheitliche Probleme auslösen.

Andererseits kann eine Aschewolke, wie die nach dem Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull auf Island, ...

... einen Großteil des gesamten Flugverkehrs lahmlegen.

Trotz aller Gefahren sind Touristen und Wissenschaftler so sehr von den feuerspuckenden Bergen fasziniert, dass sie diese immer wieder aus nächster Nähe betrachten wollen.

Auch die Bewohner in der unmittelbaren Nähe von Vulkanen bleiben in ihrer Heimat, ...

... denn der feuerspuckende Berg gehört einfach zu ihrem Leben dazu.

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