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Füchse sind keinesfalls mehr nur in der Abenddämmerung und mit etwas Glück bei einem langen Waldspaziergang anzutreffen.
Sie gehören in einigen Regionen schon fast zum normalen Stadtbild dazu.
Der Grund dafür ist das reichhaltige Nahrungsangebot, das Füchse in den Städten vorfinden.
Vor allem Mülltonnen und Abfalleimer sind für die listigen Tiere randvoll mit Köstlichkeiten gefüllt.
Bei dieser Fülle werden die Rotfüchse auch ohne mühevolle Jagd schnell satt.
Füchse haben eine opportunistische Ernährungsweise. Sie sind in der Lage, ihre Ernährung ohne Probleme ganz und gar auf das Angebot in ihrem Revier umzustellen.
Die anspruchslosen Allesfresser leben gut und gern auch von Katzenfutter oder dem, was sie auf Komposthaufen oder Gemüse- und Blumenbeeten finden.
Füchse fressen auch Mäuse, Ratten, Vögel und Würmer, Aas und Insekten und sogar Schokoladenkekse.
Der Fuchs kann, im Gegensatz zur Katze, auch Süßes schmecken.
Die Füchse, denen schon in Märchen und Sagen eine außergewöhnliche Schläue nachgesagt wird, scheinen schnell begriffen zu haben, dass ihnen vom Menschen in der Stadt keine Gefahr droht.
So wird sogar der Fuchsnachwuchs in unmittelbarer Nähe zum Menschen geboren und aufgezogen.
Die Tiere verlieren so von Generation zu Generation immer mehr ihre Scheu vor uns Menschen.
Der Fuchsbau im Wald scheint bei den meisten Tieren nicht mehr angesagt zu sein. Immer mehr Füchse ziehen in die Nähe von Menschen.
Hier scheint das Fuchsleben komfortabler und sogar sicherer zu sein als im Wald.
Die Fuchsdichte in den Städten wird mittlerweile auf ein Vielfaches der Populationen im ursprünglichen Lebensraum geschätzt.
Allein in Berlin wird die Zahl der Tiere auf 1.600 bis 2.000 geschätzt.
Durch das reichhaltige Nahrungsangebot brauchen die Tiere in den Städten ein wesentlich kleineres Revier als die auf dem Land lebenden.
Sogar die Gefahr, sich mit Tollwut, dem gefährlichen Fuchsbandwurm oder der Räude anzustecken, ist für Stadtfüchse geringer.
Der Fuchs ist das Raubtier mit der weltweit größten Verbreitung.
Zu den Füchsen gehören Rotfüchse, Polarfüchse, Graufüchse, Wüstenfüchse und Löffelhunde oder auch Großohrfüchse.
Der Rotfuchs ist in Mitteleuropa der einzige Vertreter der Füchse.
Er ist der häufigste Wildhund in Europa.
Ein weiblicher Fuchs wird Fähe genannt.
Die Rotfuchsfähe bringt im Frühling nach einer Tragzeit von ungefähr 50 Tagen durchschnittlich drei bis sechs Junge in einem Fuchsbau zur Welt.
Die jungen Füchse werden blind geboren und haben in den ersten sechs Wochen ein graubraunes Fell.
Sie werden vier bis sechs Wochen von ihrer Mutter gesäugt. In dieser Zeit versorgt der Rüde die Fähe mit Futter. Danach beginnen die jungen Füchse, den Bau zu verlassen und feste Nahrung zu sich zu nehmen.
Im Alter von zehn Monaten sind die Füchse geschlechtsreif.
Die weiblichen Tiere bleiben bei ihren Müttern, die männlichen Tiere müssen spätestens jetzt das elterliche Revier verlassen.
Rotfüchse haben heute nur noch wenige natürliche Feinde. Zu ihnen gehören Wölfe und Dachse.
Der größte Feind aller Füchse auf der Welt ist der Mensch.
Er jagt die Tiere seit hunderten von Jahren und aus ganz verschiedenen Gründen.
Ein wirtschaftlicher Aspekt der Fuchsjagd ist der Verkauf von Fellen.
Besonders begehrt sind die Felle von Polar-, Silber- und Kreuzfüchsen. Viele dieser verkauften Felle stammen allerdings aus Pelzfarmen.
Die Nachfrage nach Rotfuchspelzen dagegen ist eher gering.
Die Jagd an sich scheint noch andere Motive zu haben.
Sie folgt Traditionen, ...
... bedeutet Prestige und erzeugt eine Art Machtgefühl beim Jäger.
Speziell die Fuchsjagd ist vielerorts ein gesellschaftliches Ereignis.
Im Jagdjahr 2006/2007 wurden in Deutschland 430.146 Tiere erlegt - vor allem, um das ökologische Gleichgewicht zu erhalten.
Die Fuchsjagd ist international umstritten.
Die englische Traditionsjagd mit Hunden wurde 2004 in England und Wales sogar per Sondergesetz verboten.
In Asien dagegen werden immer noch Füchse mit Steinadlern gejagt.
Die Adlerjagd, die auch Beize genannt wird, ist eine alte Tradition zentralasiatischer Völker.
Sie wird als uralte Kunst angesehen und samt Adler von Generation zu Generation weitergegeben.
Stadtfüchse in Mitteleuropa leben wesentlich ruhiger.
Für den Menschen geht von ihnen keine nennenswerte Gefahr aus.
Aber auch als Nachbarn sollten Füchse Wildtiere bleiben und weder gezähmt ...
... noch gefüttert werden.
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