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Freie Bahn für schlaue Schwimmer: Menschenrechte für Delfine?

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Dass Delfine intelligent sind, ist  bekannt. Studien belegen aber, dass ihr Gehirn dem des Menschen vergleichbar oder sogar ebenbürtig ist. (Foto: REUTERS)

Dass Delfine intelligent sind, ist bekannt. Studien belegen aber, dass ihr Gehirn dem des Menschen vergleichbar oder sogar ebenbürtig ist.

Dass Delfine intelligent sind, ist bekannt. Studien belegen aber, dass ihr Gehirn dem des Menschen vergleichbar oder sogar ebenbürtig ist.

Gemessen an ihrer Größe haben Delfine eine etwas geringere Hirnmasse als der Mensch.

Dafür ist das Hirn von Delfinen stärker gefaltet als das des Menschen und hat damit eine größere Oberfläche. Diese Tatsache könnte die fehlende Masse wieder ausgleichen.

Die Faltung betrifft vor allem den Neocortex. Dieser Teil der Großhirnrinde, über den nur Säugetiere verfügen, steuert das Selbstbewusstsein und komplizierte Denkvorgänge.

Und keine andere Art der Welt hat in diesem Hirnteil so viele Windungen wie der Delfin.

Das Wettstreit zwischen Mensch und Delfin um die höchste Intelligenz bleibt vorerst unentschieden. Doch ein Verlierer steht schon fest: der Menschenaffe.

Schimpansen und Gorillas fallen im Kampf um die höchste Intelligenz deutlich hinter die Delfine zurück.

Das Affenhirn ist nur doppelt so groß wie das durchschnittliche Hirn von anderen Tieren seiner Größe.

Das Hirn von Delfinen dagegen ist fünfmal größer als bei ihrem Körper zu erwarten wäre.

Der Mensch besitzt im Vergleich zu Tieren mit ähnlichem Gewicht sogar die siebenfache Hirngröße.

Aus den Forschungsergebnissen ziehen nicht nur Delfinexperten und -liebhaber überraschende Schlüsse: Wie Ethik-Professor Thomas White von der Loyola Marymount Universität in Los Angeles erklärt, erfüllen die Meeressäuger alle Voraussetzungen, um als Individuum definiert zu werden.

Schließlich haben Delfine positive und negative Empfindungen, Emotionen und Selbstbewusstsein, ...

... sie können ihr Verhalten steuern, ...

... erkennen einander und begegnen sich mit Respekt, meist sogar mit offener Zuneigung.

Wie sonst nur Menschen und Menschenaffen nehmen sie sich im Spiegel wahr. Außerdem gehen Delfine analytisch und planvoll vor, wenn es darum geht, komplexe Aufgaben zu lösen.

Zudem können sie körperlich und emotional intensiv und langanhaltend leiden.

Diese Kombination aus geistiger Kapazität und Verletztlichkeit ist nach traditionellem Verständnis allein dem Menschen zu eigen.

Wenn der Delfin sie im Verlauf seiner fast 60 Millionen Jahre langen Evolution ebenfalls erworben hat, stehen ihm ähnliche Rechte zu, wie sie der Mensch für sich beansprucht, argumentiert Ethik-Professor White.

Delfine dürften dann nicht für Tiershows vermarktet ...

... und zu Hunderttausenden im östlichen Pazifik gejagt und geschlachtet werden.

Sie dürften nicht als Eigentum betrachtet, ...

... sondern müssten mit Achtung behandelt werden.

Für den Menschen bietet der Delfin nach Ansicht des Experten die Chance, ...

... eine Ethik zu entwickeln, die eine Wende im Verhältnis ...

... vom Homo Sapiens zu anderen intelligenten Arten auf unserem Planeten herbeiführt. (jze mit dpa)

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