"Ehrenmord"-Urteil entfacht Debatte: Gibt es vor Gericht einen kulturellen Strafrabatt?

31.03.14 – 01:35 min

Ein Deutsch-Afghane tötet im Februar 2013 hinterrücks seine 22-jährige Ex-Freundin und ihr ungeborenes Baby, da sie das Kind nicht abtreiben wollte. Ein Gericht in Wiesbaden verurteilt den Mann zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Eine besondere Schwere der Schuld können die Richter aber nicht feststellen und begründen das mit der kulturellen und religiösen Herkunft des Mannes. Die Debatte um die Bestrafung von sogenannten "Ehremorden" und einen möglichen "kulturellen Rabatt" vor Gericht ist neu entfacht.

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