Panorama

Männerleichen mit Folterspuren13 Tote in Mexikos Drogenkrieg

31.10.2008, 07:55 Uhr

Im Drogenkrieg im Norden Mexikos sind erneut 13 Menschen ums Leben gekommen.

Im Drogenkrieg im Norden Mexikos sind erneut 13 Menschen ums Leben gekommen. Schwer bewaffnete Angreifer griffen nach Polizeiangaben ein Paar in der Grenzstadt Ciudad Jurez an, stellten die beiden an eine Wand und töteten sie mit zahlreichen Schüssen. Ebenfalls in Ciudad Jurez wurde eine junge Frau ermordet aufgefunden. In der Provinzhauptstadt Chihuahua wurde ein Mann in einem Wettbüro erschossen, vor den Toren der Stadt wurden drei Männerleichen mit Folterspuren gefunden. Bei weiteren Zwischenfällen gab es sechs weitere Tote.

Der Grenzstaat Chihuahua ist Schauplatz eines erbitterten Krieges zwischen mehreren Drogenkartellen um die Vorherrschaft im Drogenschmuggel in die USA. Die an die USA grenzende Stadt Ciudad Jurez gilt als gefährlichster Ort Mexikos. Von den rund 4000 Morden, die seit Jahresbeginn landesweit im Zuge des Drogenkriegs begangen wurden, wurden Medienberichten zufolge mehr als 1000 dort verübt.

Drogenboss geschnappt

Erst kürzlich ging der mexikanischen Polizei ist erneut ein mächtiger Drogenboss ins Netz. Sie nahm einen der Chefs des berüchtigten Arellano-Felix-Kartells nach einer Schießerei in Tijuana fest. Eduardo Arellano Felix galt als Nummer zwei des gleichnamigen Kartells, das für seine Rücksichtslosigkeit berüchtigt ist.

Im Kampf gegen die zunehmende Drogenkriminalität setzt Mexiko derzeit landesweit 36.000 Polizisten und Soldaten ein. Der konservative Präsident Felipe Caldern hat nach seinem Amtsantritt Ende 2006 die Anti-Drogen-Politik zu einem Schwerpunkt seiner Regierungszeit gemacht.