Panorama

Vogelgrippe im Nordosten17.000 Tiere werden getötet

12.11.2010, 12:34 Uhr

Angesichts der Übertragungsgefahr entschließt sich der Landkreis Parchim zur Tötung von 17.000 Enten und Gänsen, bei denen der Influenzavirus H5 festgestellt wurde. Zunächst sollten die Tiere noch geschlachtet und vermarktet werden.

vogelpest
Ende 2008 hatte die Geflügelpest in Deutschland gewütet. Zahlreiche Höfe mussten gesperrt und hunderttausende Tiere getötet werden. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Die 17.000 Enten und Gänse

aus einem von Vogelgrippe-Viren befallenen Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern werden

getötet. Der Landkreis Parchim habe dies angeordnet, um eine weitere Verbreitung

des Erregers auf andere Tierbestände zu verhindern, teilte das Agrarministerium

mit.

Zwar stellten die Behörden nur den nicht krankmachenden Virus H5 fest. Diese Influenzaviren hätten aber die

Eigenschaft, sich von nicht bis wenig krankmachenden zu hochansteckenden Erregern

zu entwickeln. "Genau darin liegt die Gefahr", erklärte Landestierärztin

Maria Dayen. 2008 hatte ein solch gefährliches Virus Wildvögel und Nutztiere in Deutschland befallen.

Zunächst hieß es, die Tiere könnten noch geschlachtet und vermarktet werden. Nun soll ein Spezialunternehmen die Tiere töten. Dem Landwirt wird der

Wert des Geflügels aus der Tierseuchenkasse erstattet.

Quelle: dpa