Panorama

Großes Heckteil wird untersucht49 Absturz-Opfer geborgen

15.06.2009, 07:52 Uhr

Zwei Wochen nach dem Absturz der Air-France-Maschine im Atlantik haben die brasilianische und die französische Marine bislang 49 der 228 Flugzeuginsassen tot geborgen.

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Ein Teil des abgestürzten Air-France-Fluges 447 wird im Hafen von Recife ausgeladen. (Foto: AP)

Zwei Wochen nach dem Absturz der Air-France-Maschine im Atlantik haben die brasilianische und die französische Marine bislang 49 der 228 Flugzeuginsassen tot geborgen. Von dem in mehr als 3000 Metern Tiefe vermuteten Wrack des Airbus A 330 und den Flugschreibern fehlt bislang noch jede Spur. Die brasilianische Fregatte "Constituição" brachte am Sonntag (Ortszeit) zahlreiche Wrackstücke des abgestürzten Airbus A 330 nach Recife.

Darunter befindet sich auch das mit etwa 14 mal 4,5 Meter größte bislang geborgene Teilstück des Airbus, das vermutlich vom Heck der Unglücksmaschine stammt. Es soll nun von Sachverständigen untersucht werden. Das Heckstück wurde von einem Hafenkran von der Fregatte auf einen Lastwagen geladen. Um das Wrackteil aus dem Wasser zu ziehen, waren 70 Marine-Soldaten sechs Stunden auf hoher See beschäftigt. Das Schiff brachte auch zahlreiche Gepäckstücke und mehrere Säcke voller persönlicher Gegenstände der Passagiere nach Recife.

An Bord der Air-France-Maschine waren auch 28 Deutsche. Identifiziert ist bislang keines der Opfer. Wie die gemeinsame Einsatzleitung von Marine und Luftwaffe in Recife am Sonntag weiter mitteilte, wurden bereits drei der insgesamt sechs von dem französischen Schiff "Mistral" geborgenen Absturz-Opfer an die brasilianische Marine übergeben. Zuvor waren bereits 43 Passagiere tot geborgen worden.

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Brasilianische Soldaten ziehen ein Stück der Unglücksmaschine aus dem Atlantik. (Foto: REUTERS)

Der französische Sonderbotschafter für die Hinterbliebenen, Pierre-Jean Vandoorne, traf am Samstag in Brasilien ein und informierte sich am Sonntag in Recife über den Verlauf der Suchoperation. Er hoffe, dass die Identifizierungsarbeiten nicht länger als zwei Monate dauerten, sagte er. Von den Angehörigen in Rio de Janeiro waren Haar-, Speichel- und Blutproben entnommen worden, die für einen DNA-Vergleich genutzt werden sollen.

Quelle: dpa