Hurrikans lösen sich ab500 Tote auf Haiti
Auf Haiti steigt die Zahl der Todesopfer durch Hurrikan "Hanna" stündlich an. Nach UN-Angaben sind durch den Wirbelsturm und anschließende Überschwemmungen bislang mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahlen seien allerdings nur provisorisch. Stündlich gebe es weitere Opfer. Unterdessen nähert sich der noch mächtigere Hurrikan "Ike".
Die Stürme in der Karibik lassen den Menschen in dieser Saison keine Zeit zum Durchatmen. Während die Zahl der Toten durch den Hurrikan "Hanna" in Haiti auf mindestens 500 stieg, traf "Hanna" als heftiger Tropensturm im Südosten der USA aufs Festland. Begleitet von heftigen Regenfällen erreichte "Hanna" mit voller Wucht die Bundesstaaten South und North Carolina sowie Virginia.
Unterdessen nähert sich der noch mächtigere Hurrikan "Ike" den Bahamas, Kuba und Florida, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA in Miami mitteilte. Haiti dürfte demnach von "Ike" verschont bleiben.
"Hanna" sorgte an der US-Küste für hohe Wellen. Der Sturm löste Rettungseinsätze entlang eines mehr als 1600 Kilometer langen Küstenstreifens aus. Laut NHC schwächte sich "Hanna" auf seinem Weg über Land ab, hatte aber noch Windstärken von 95 Stundenkilometern. Für die kommenden Tage werde wenig Änderung erwartet, erklärte das Institut. Der Gouverneur von South Carolina, Mark Sanford, rief die Bewohner zweier Landkreise auf, sich in Sicherheit zu bringen.
Haiti bleibt von "Ike" verschont
Auf Haiti steigt die Zahl der Todesopfer durch Hurrikan "Hanna" nach UN-Angaben "stündlich" weiter an: Wie das UN-Büro für die Koordination humanitärer Hilfe (OCHA) mitteilte, starben durch den Wirbelsturm und anschließende Überschwemmungen bislang mehr als 500 Menschen. Die Zahlen der haitianischen Regierung seien allerdings nur provisorisch, sagte eine OCHA-Sprecherin. Von "Stunde zu Stunde" gebe es weitere Opfer.
Die Lage in dem bitterarmen Karibikstaat bezeichnete der Sprecher als katastrophal: Allein in der am schwersten betroffenen Stadt Gonaives im Nordwesten des Landes seien 250.000 der 350.000 Einwohner dringend auf Hilfe angewiesen. "Sie brauchen Trinkwasser und Lebensmittel, das Wasser hat alle Lager zerstört", sagte die Sprecherin. Nach ihren Angaben haben die Hilfsorganisationen große Schwierigkeiten, die Hilfe zu den Bedürftigen zu bringen. Die beiden Verbindungsstraßen nach Gonaives und Cap Haitien seien durch umgestürzte Bäume praktisch unpassierbar. Schiffe und Flugzeuge müssten den Transport übernehmen.
Laut der OCHA-Sprecherin wollen die Vereinten Nationen in den kommenden Tagen einen dringenden Appell zur finanziellen Unterstützung von 600.000 Menschen für das nächste halbe Jahr starten. Schon vor der Hurrikan-Saison habe das Land unter akuter Lebensmittelknappheit gelitten, die Situation habe sich noch weiter verschärft.