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Von dem abgelassenen Kerosin kommt kaum etwas am Boden an.
Von dem abgelassenen Kerosin kommt kaum etwas am Boden an.(Foto: imago/JOKER)
Donnerstag, 18. Mai 2017

Flugzeug muss Ballast loswerden: 54 Tonnen Kerosin verdampfen über der Pfalz

Ein Passagierflugzeug verteilt tonnenweise Kerosin über der Westpfalz. Beim Anflug auf den Frankfurter Flughafen muss das Flugzeug wegen technischer Probleme an Gewicht verlieren. Das Ablassen von Treibstoff ist nicht ungewöhnlich.

Ein Passagierflugzeug hat 54 Tonnen Kerosin über der Westpfalz abgelassen. Grund sei gewesen, dass das Flugzeug wegen technischer Probleme zum Frankfurter Flughafen zurückkehren und zur Landung Gewicht verlieren musste, sagte eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung.

Das Flugzeug sei bereits am vergangenen Montagabend unterwegs nach Kanada gewesen, habe aber wegen Problemen mit der Hydraulik umkehren müssen. Um welchen Flug es sich genau handelte, sagte die Sprecherin nicht. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) über den Fall berichtet.

Dass Sprit abgelassen werde, komme in Deutschland pro Jahr nur 20 bis 30 Mal vor - bei insgesamt drei Millionen Flugbewegungen, sagte die Sprecherin. Das geschehe nur in Fällen, in denen ansonsten eine große Gefahr für das Leben der Reisenden bestünde.

Der Pilot könne dies auch nicht selbst entscheiden, sondern müsse auf Geheiß der Lotsen über möglichst unbewohnte Gebiete fliegen und dort den Sprit ablassen - in dem Fall zwischen Saarbrücken und Kaiserslautern. Ob der Treibstoff überhaupt am Boden ankomme, sei unter Experten umstritten, berichtete der SWR.

Quelle: n-tv.de

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