Panorama

Mexiko überfordert 7000 Tote im Drogenkrieg

08.12.2009, 16:15 Uhr

Die Auseinandersetzungen mexikanischer Drogen-Kartelle werden immer brutaler, immer offener. Die Bilanz des Jahres 2009 zeichnet ein düsteres Bild.

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Täglich sterben vor allem junge Männer in den blutigen Konflikten. (Foto: dpa)

Seit Beginn des Jahres sind in Mexiko 7026 Menschen im Drogen-Krieg ermordet worden. Besonders betroffen von dem Krieg der Drogen-Kartelle untereinander und gegen die staatlichen Sicherheitskräfte sind die Nordstaaten Chihuahua, Sinaloa, Sonora, aber auch Mexiko-Stadt. Allein in Chihuahua wurden fast 3000 Menschen getötet, davon die meisten in der Grenzstadt Ciudad Juárez. Das berichtete die Zeitung "El Universal". 2007 waren rund 3700 und 2008 etwa 6300 Menschen ums Leben gekommen.

Damit ist die Zahl der Morde und "Hinrichtungen" durch die Banden der Kartelle erneut dramatisch gestiegen, obwohl Präsident Felipe Calderón mehrere zehntausend Soldaten in diesen Krieg geschickt hat. Wie "El Universal" berechnete, wurden allein seit dem 21. Oktober 1000 Menschen getötet, im Durchschnitt also etwa 22 pro Tag.

Quelle: dpa