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Donnerstag, 24. Dezember 2009

Morde "erörtert": Amokläufer kündigte Tat an

Nidal Hasan

Nidal Hasan
(Foto: AP)

Der mutmaßliche Amokläufer von Fort Hood hat offenbar schon Monate vor der Bluttat mit einem radikalen Islamprediger über die Ermordung von US-Soldaten gesprochen. Nidal Hasan und er hätten bereits seit Dezember 2008 per E-Mail die Frage erörtert, ob die Tötung amerikanischer Soldaten und Offiziere legitim sei, sagte der inzwischen im Jemen lebende Imam Anwar el Aulaki in einem Interview mit dem arabischen Fernsehsender El Dschasira. In anderen Emails habe der muslimische Militärpsychiater seine Ansichten zur Ermordung israelischer Zivilisten dargelegt - "Er war dafür", sagte Aulaki.

Der 39-jährige palästinensischstämmige Major hatte Anfang November auf dem größten Militärstützpunkt der USA 13 Menschen getötet und 42 weitere verletzt. Der Amoklauf wurde schließlich von der Polizei gestoppt, Hasan schwer verletzt. Bereits kurz nach der Tat wurde bekannt, dass er in E-Mail-Kontakt mit dem radikalen Imam stand, den er noch aus seiner Zeit als Prediger in den USA kannte.

Gegenüber El Dschasira dementierte Aulaki, dass er Nidal Hasan zu der Tat angeregt habe. Er bekräftigte aber, dass er sie unterstütze. "Ich habe Nidal Hasan nicht rekrutiert, in Wirklichkeit war es Amerika selbst, das ihn durch seine Verbrechen und Ungerechtigkeiten rekrutierte - und das ist etwas, was sich Amerika nicht eingestehen will", sagte Aulaki.

AFP

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