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Die Polizei hat das Gelände des jüdischen Gemeindezentrums abgesperrt.
Die Polizei hat das Gelände des jüdischen Gemeindezentrums abgesperrt.(Foto: AP)

Anschlag auf jüdische Einrichtungen: Antisemit erschießt in Kansas drei Menschen

Aus offenbar antisemitischem Motiv tötet ein Mann im US-Bundesstaat Kansas drei Menschen: Das Ku-Klux-Klan-Mitglied sucht gezielt jüdische Einrichtungen auf und eröffnet das Feuer. Bei seiner Festnahme äußert er freimütig seine Gesinnung.

Ein 73 Jahre alter Mann hat in zwei jüdischen Einrichtungen im US-Bundesstaat Kansas drei Menschen erschossen. Er wurde danach auf dem Parkplatz einer Grundschule festgenommen. Offenbar handelte er aus antisemitischen Motiven. Nach Medienberichten soll der Schütze bei seiner Festnahme antisemitische Bemerkungen gemacht und den Hitlergruß geäußert haben.

Laut Medienberichten soll der ehemalige Soldat ehemaliges führendes Mitglied einer Ortsgruppe der rassistischen Organisation Ku-Klux-Klan und der Polizei wegen rassistischer und antisemitischer Aktivitäten bekannt sein. Er kommt aus dem benachbarten Bundesstaat Misouri und kannte seine Opfer nicht. Der Schütze musste laut NBC 1979 wegen seiner KKK-Aktivitäten frühzeitig seinen Dienst bei der Eliteeinheit "Green Berets" quittieren.

Seine ersten beiden Opfer erschoss der Täter auf dem Gelände eines jüdischen Gemeindezentrums. Wie der Rabbi Herbert Mandl, der in Overland Park als Polizeiseelsorger arbeitet, dem Fernsehsender CNN sagte, fragte der Mann die Anwesenden, ob sie Juden seien. Dann eröffnete er das Feuer. Zwei Menschen in einem Auto wurden getötet. Einer von ihnen war sofort tot, der zweite starb später im Krankenhaus.

Obama nimmt Anteil

Bei den Opfern soll es sich um einen 14-jährigen Jungen und dessen Großvater handeln, berichtete der Fernsehsender NBC und die Zeitung "Kansas City Star" übereinstimmend. Zur Zeit der Schießerei hielten sich zahlreiche Schüler zu einem Tanzwettbewerb in dem Gemeindezentrum auf.

Danach fuhr der Schütze dem Polizeichef zufolge zu einem jüdischen Seniorenheim im nahe gelegenen Lealand und erschoss dort eine Frau. Es gebe keine Hinweise darauf, dass er die Opfer gekannt habe, sagte Douglass.

US-Präsident Barack Obama sprach den Familien der Opfer sein Mitgefühl aus. "Auch wenn wir noch nicht alle Einzelheiten kennen, sind die ersten Berichte aber erschütternd", erklärte er.

Mörderischer Geheimbund

Am Montag beginnt das jüdische Pessach-Fest, mit dem die Juden des Auszugs des israelischen Volkes aus Ägypten gedenken.

Die auf das Jahr 1865 zurückgehende und zwischenzeitlich verbotene rassistische Terrorvereinigung Ku-Klux-Klan kämpfte als Geheimbund mit Morden an Schwarzen und Attentaten auf Politiker gegen die Abschaffung der Sklaverei. Bei nächtlichen Überfällen trugen seine Mitglieder weiße Kutten mit Kapuzen und verbreiteten mit brennenden Kreuzen Angst und Schrecken.

In den 1960er Jahren richtete sich ihr Augenmerk auf Mitglieder der schwarzen Bürgerrechtsbewegung. Seit den 1990er Jahren greift der Ku-Klux-Klan gezielt schwarze Kirchengemeinden an. Nach Schätzungen von Experten zählt der Klan in den USA heute 5000 bis 8000 Mitglieder in rund 150 unabhängigen Ortsgruppen. Der Bund knüpfte Kontakte zu Rechtsextremisten im Ausland, darunter auch in Deutschland.

Quelle: n-tv.de

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