Jugendliche SchlägerAttacke auf Bundespolizisten
Zwei Jugendliche sollen einen Bundespolizisten auf dem Bahnhof in Wesel derart geschlagen haben, dass der Beamte immer noch dienstunfähig ist. Die Polizei wollte den Übergriff eigentlich geheim halten.
Zwei junge Männer sollen auf dem Bahnhof von Wesel am Niederrhein einen Bundespolizisten zusammengeschlagen haben, der die Täter zuvor in einem Zug auf das dort geltende Rauchverbot aufmerksam gemachte hatte.
Der Beamte in Zivil war in dem Zug zunächst aus einer Gruppe junger Leute heraus beleidigt worden, erklärte die Polizei. Als der Polizist nach dem Stopp des Zuges in Wesel die Personalien eines der Jugendlichen feststellen wollte, soll der 16-Jährige den Beamten auf dem Bahnhof angegriffen haben. Ein 24-jähriger Passant ging schließlich dazwischen.
Beamte ist dienstunfähig
An dem Übergriff, der sich bereits am 30. März ereignet hatte, soll auch ein 21-Jähriger beteiligt gewesen sein. Der Polizist erlitt bei dem Angriff Prellungen und Quetschungen. Wegen der Folgen der Attacke ist der Beamte nach Polizeiangaben bis heute dienstunfähig. Die Behörden hätten den Vorfall nicht bekanntgemacht, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nicht zu beeinträchtigen.
Die beiden mutmaßlichen Schläger wurden festgenommen, befinden sich aber laut "Spiegel" inzwischen wieder auf freiem Fuß. Es soll sich um zwei der Justiz bekannte Straftäter handeln.
Immer wieder kommt es im Bahnverkehr zu Übergriffen, Pöbeleien und Schlägereien. Die Deutsche Bahn hatte kürzlich angekündigt, zum Schutz vor Gewalt und Vandalismus ihr Sicherheitspersonal in Zügen und Stationen aufzustocken. In Ballungsräumen sollen schrittweise 150 zusätzliche Kräfte eingesetzt werden.