Mehr Mitarbeiter im EinsatzBahn auf Winter vorbereitet

Verspätungen wegen Eis und Schnee sollen in diesem Winter die Ausnahme sein. Dafür gibt die Bahn 70 Millionen Euro zusätzlich aus. Außerdem teilt der Konzern mit, dass die Zahl der Körperverletzungen in Zügen und Bahnhöfen zurückgegangen sei.
Schnee und Eis sollen der Bahn in den kommenden Monaten nicht mehr so zu schaffen machen wie im letzten Winter. Allein für die Schneeräumung stünden 16.000 Mitarbeiter aus dem Bahnkonzern oder von externen Winterdiensten bereit - doppelt so viele wie vor einem Jahr, teilte die Bahn mit.
In diesem Jahr investiert die Bahn mehr als 70 Millionen Euro zusätzlich in ihre Wintervorbereitungen. Bis 2015 sollen dafür 300 Millionen Euro ausgegeben werden.
Im vergangenen Winter waren vor allem nach starkem Schneefall im Dezember viele Züge ausgefallen. Auch Reifbildung an elektrischen Oberleitungen hatte so manchen Zug zum Halten gezwungen. Deshalb sollen nun regelmäßig "Putzloks" auf die Reise geschickt werden, um den Fahrdraht dort von Reif zu befreien, wo es längere Betriebspausen gegeben hat. Zudem richtet die Bahn bundesweit 27 neue Enteisungsanlagen für Fern- und Regionalzüge ein.
Weniger Gewalt in Zügen
Die Bahn teilte auch mit, dass die Gewalt in Zügen und Bahnhöfen zurückgehe. Der Konzern zählte in den ersten neun Monaten dieses Jahres 1195 Körperverletzungen, 17 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Zwei Drittel der Taten hängt demnach mit Großveranstaltungen wie Fußballspielen, Konzerten und Volksfesten zusammen. Nach Bahn-Angaben sanken auch die Fälle von Graffiti und Vandalismus. Es gab 10.505 Fälle von Sachbeschädigung, 27 Prozent weniger als in den ersten neun Monaten 2010. Sprayer hinterließen 10.482 Mal ihre Spuren, ein Rückgang um 4 Prozent. Die Bahn führt die gesunkenen Zahlen auf zusätzliches Sicherheitspersonal zurück