Panorama

Warnung vor "Verhaltensgestörten"Bahn bedauert "Hinweis im Affekt"

13.10.2014, 12:46 Uhr
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Das Verhalten mancher Wasen-Rückkehrer ist nicht fein. (Foto: imago/Michael Westermann)

Ein Warnhinweis sorgt für Lacher, Spott und eine Entschuldigung der Deutschen Bahn: "Cannstatter Wasen: Es ist mit Verspätungen, überfüllten Zügen und verhaltensgestörten Personen zu rechnen". Die Bahn reut es.

Für die öffentliche Warnung vor "verhaltensgestörten" Volksfestbesuchern hat sich ein Bahn-Mitarbeiter entschuldigt. "Die Formulierung tut ihm und uns sehr leid", sagte ein Bahnsprecher.

Der Mitarbeiter sei am Samstag selbst mit der Bahn zur Arbeit gekommen, dabei auf rücksichtslose Besucher des Volksfestes Cannstatter Wasen gestoßen und habe dann "im Affekt" den Eintrag für das Laufband formuliert. Der Hinweis "Cannstatter Wasen: Es ist mit Verspätungen, überfüllten Zügen und verhaltensgestörten Personen zu rechnen" war etwa 45 Minuten lang auf Anzeigetafeln der Bahn zu lesen gewesen. Zu möglichen Konsequenzen für den Mitarbeiter wollte sich der Sprecher nicht äußern. "Er zeigte sich sehr einsichtig", betonte er zugleich.

Die Besuchermassen beim "Wasen" führen immer wieder zu Verzögerungen im Nahverkehr. Betrunkene Volksfestgäste sitzen in den Bahnen, manche übergeben sich. "Das entschuldigt aber auf keinen Fall eine solche Meldung", sagte die Unternehmenssprecherin. Im Internet kommentierten manche User den Vorgang mit Humor.

Rund 4,1 Millionen Besucher besuchten nach ersten Schätzungen das 169. Cannstatter Volksfest in Stuttgart. "Wir sind mehr als zufrieden", sagte ein Sprecher des Veranstalters.

Quelle: ntv.de, ppo/dpa