Panorama

Zwei Concordia-Überlebende Bahn lässt Schiffbrüchige stehen

23.01.2012, 16:39 Uhr
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Die Reisenden müssen den Zug verlassen. (Foto: picture alliance / dpa)

Das ältere Ehepaar aus dem Westerwald wird nach dem Unglück der "Costa Concordia" von Italien nach Frankfurt gebracht. Hier endet allerdings die Heimreise. Weil die Überlebenden der Schiffskatastrophe kein Geld für ein Zugticket haben, lässt die Bahn sie nicht mitfahren.

Mitarbeiter der Bahn haben in Frankfurt Schiffbrüchigen der "Costa Concordia" die Heimreise mit dem ICE verwehrt - weil diese kein Geld für eine Bahnfahrkarte dabei hatten. Wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte, habe sich der Vorstand inzwischen bei dem 70 Jahre alten Mann und seiner 66 Jahre alten Frau aus dem Westerwald für die Panne entschuldigt. Statt der Bundespolizei am Fernbahnhof des Flughafens die Notlage zu schildern, hätten die beiden mit dem Zugpersonal verhandelt, das für solche Situationen nicht ausgebildet sei.

Gleichzeitig machte der Sprecher den Reiseveranstalter für die missglückte Heimreise der beiden verantwortlich. "Generell muss der Reiseveranstalter sicherstellen, dass seine Gäste in einem solchen Fall nach Hause kommen", sagte er.

Das Ehepaar war nach dem Schiffsunglück vor der toskanischen Küste mit einem Reisebus von Italien aus zum Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens gebracht worden. Von dort aus wollte es mit dem ICE nach Hause fahren.

Quelle: dpa