Panorama

Hochwasser an der OderBehörden erhöhen Alarmstufe

03.01.2011, 17:28 Uhr

An der Oder staut sich Wasser und Eis - so hoch, dass die Behörden im Märkisch-Oderland die höchste Hochwasser-Alarmstufe 4 ausrufen. Wachen sind 24 Stunden pro Tag im Einsatz.

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(Foto: picture alliance / dpa)

An der Oder gilt wieder die höchste Hochwasser-Alarmstufe. Wegen der Eisbildung auf dem Fluss riefen die Behörden am Nachmittag die Alarmstufe 4 aus. Betroffen ist die Region zwischen Hohensaaten und Zollbrücke im Kreis Märkisch-Oderland. Zuvor war in Seelow ein rund 20-köpfiger Krisenstab zusammengekommen, in dem Vertreter von Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Bundeswehr, Landesumweltamt und Landkreis vertreten sind.

Zuletzt hatte der Grenzfluss bei Hohensaaten eine Höhe von sieben Metern erreicht und damit den Richtwert der Alarmstufe 4 mit Eis um 50 Zentimeter überschritten. Auch an Havel und Spree gilt zunächst vor allem wegen des Eisgangs weiter Hochwasseralarm, wenn auch auf relativ niedrigem Niveau.

Besonderes Kopfzerbrechen bereitet die zugefrorene, aus Polen kommende und bei Küstrin (Kostrzyn) in die Oder mündende Warthe. Sie könnte sogenannte Eisversetzungen verursachen, die das Wasser meist schnell ansteigen lassen. Auch wenn jetzt schon über 24 Stunden Wachen im Einsatz seien, erlaube die offizielle Ausrufung der höchsten Alarmstufe, einfacher auf Helfer beispielsweise von Polizei und Bundeswehr zurückzugreifen, erläuterte Kreis-Sprecher Tobias Seyfarth.

Quelle: dpa