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Anschlag auf MirowBekennerschreiben eingegangen

27.12.2006, 13:41 Uhr

Eine Spur des Brandanschlages vor dem Hamburger Haus des Staatssekretärs im Bundesfinanzministerium, Thomas Mirow, führt möglicherweise zu Globalisierungsgegnern.

Eine Spur des Brandanschlages vor dem Hamburger Haus des Staatssekretärs im Bundesfinanzministerium, Thomas Mirow, führt möglicherweise zu Globalisierungsgegnern. Ein Bekennerschreiben sei bei einer Hamburger Tageszeitung eingegangen, teilte die Polizei mit. Das dreiseitige Schreiben richte sich gegen den G8-Gipfel im kommenden Jahr in Heiligendamm an der Ostsee. Das Grundstück von Mirow im Stadtteil Winterhude sei dem Verfasser zufolge gezielt ausgesucht worden. Das Schreiben werde von der Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes ausgewertet, die die Ermittlungen übernommen habe.

In der Nacht zu Dienstag hatten nach Polizeiangaben Unbekannte ein vor Mirows Haus parkendes Auto mit Hilfe eines Brandbeschleunigers angezündet. Zeugen hätten die Feuerwehr und die Polizei alarmiert. Der Wagen brannte fast vollständig aus, durch die Hitze des Feuers wurden die Fenster und die Fassade des Einfamilienhauses in Mitleidenschaft gezogen. Außerdem hätten unbekannte Täter Farbbeutel gegen die Hauswand geworfen.

Der 53-jährige Mirow war von 1997 bis 2001 Wirtschaftssenator in Hamburg. Seit 2005 ist Mirow Staatssekretär im Bundesfinanzministerium.

Der Bundesverfassungsschutz hatte bereits Anfang Dezember vor Anschlägen linker Gruppen gewarnt. Die befürchteten Anschläge sollen demnach Teil einer militanten Begleitkampagne unter anderem von Linksextremisten sein, die zu gewaltsamen Protesten gegen den G8-Gipfel mobilisieren wollten. Ende August hatten Unbekannte einen Farbanschlag auf das Haus des Ministerpräsidenten Harald Ringstorff in der Nähe von Schwerin verübt. Nach Angaben der Landesregierung gingen damals bei Medien in Hamburg und Berlin Bekennerschreiben ein, in denen ebenfalls der G8-Gipfel in Heiligendamm thematisiert wurde.