Panorama

Mindestens 32 Tote in der UkraineBergleute sterben nach Explosion

30.07.2011, 18:49 Uhr
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Kohleabbau in der Ukraine ist lebensgefährlich (Foto: einer der Retter). (Foto: AP)

Völlig unzureichend sind die Schutzmaßnahmen für die Bergleute, die in ukrainischen Kohleminen schuften. Immer wieder gibt es Tote. Bei den jüngsten beiden Unglücken kommen mindestens 32 Bergleute ums Leben, fünf werden noch vermisst.

Bei zwei schweren Bergwerksunglücken in der Ukraine sind nach neuen Angaben mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte das Katastrophenschutzministerium in der Hauptstadt Kiew am Samstag mit. Für Sonntag setzte der ukrainische Staatschef Viktor Janukowitsch einen nationalen Trauertag an.

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Rettungsarbeiter betrachten eine Karte des Bergwerks. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Vermutlich durch eine Methangasexplosion in einer Kohlemine wurden am Freitag in der östlichen Lugansk-Region den jüngsten Angaben zufolge 24 Bergarbeiter getötet. Zwei weitere Kumpel würden noch vermisst, zwei Bergleute würden weiter wegen schwerer Verbrennungen im Krankenhaus behandelt. Bei dem Einsturz eines Förderturms in einer Mine in der Region Donezk starben den neuen Angaben zufolge mindestens acht Bergleute. Drei weitere würden noch vermisst.

Wegen der Unglücke hatte Janukowitsch seinen Urlaub auf der Krim abgebrochen und Überlebende und Opferangehörige in Lugansk getroffen. Er richtete eine Regierungskommission zur Untersuchung der beiden Unglücke ein und sprach sich für strengere Sicherheitsvorkehrungen in den Bergwerken des Landes aus. Zwei Bergleute wurden bereits am Samstag beerdigt, 15 weitere Beerdigungen sollen am Sonntag folgen.

Ukrainische Bergwerke zählen zu den gefährlichsten weltweit. In vielen von ihnen stammt die Ausrüstung noch aus der Sowjetzeit, in moderne Sicherheitsvorkehrungen wird kaum investiert. In dem Kohlebergwerk in Lugansk hatte es bereits im Juni einen Vorfall gegeben, der aber glimpflich ausging. Berichten zufolge konnten damals alle Kumpel sicher aus der Mine gebracht werden.

Quelle: AFP/rts