Panorama

Auf die lange Sparbank geschobenBerliner Schloss kommt später

07.06.2010, 13:01 Uhr

Die Bundesregierung will den Bau des Berliner Schlosses wegen der Sparzwänge um ein paar Jahre verschieben. Das Projekt sei aber "nicht tot", wird versichert.

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Illustration an der Fassade der "Humboldt-Box" des Berliner Stadtschlosses. (Foto: dpa)

Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses wird nach den Sparplänen der Bundesregierung bis zum Jahr 2014 auf Eis gelegt. Die Teilnehmer der Sparrunde bei Bundeskanzlerin Angela Merkel betonten, das Projekt sei nicht tot. Lediglich der Baubeginn werde vom Jahr 2011 auf das Jahr 2014 verschoben.

Betroffen ist der Haushalt von Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU), der für den architektonischen Teil des auf 552 Millionen Euro veranschlagten Projekts zuständig ist. Offiziell mitgeteilt ist der Plan noch nicht.

Zu teures Mammutprojekt

Den Informationen zufolge wurde in der Runde die Meinung vertreten, ein solches Mammutprojekt lasse sich nicht stemmen, wenn man andernorts an so vielen Stellen sparen müsse. Von den Baukosten entfallen 440 Millionen auf den Bund, die auf die kommenden Jahre verteilt ausgezahlt werden sollten.

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Anstelle des Schlosses stand seit 1976 der Palast der Republik. Er wurde von Februar 2006 bis Dezember 2008 abgerissen. (Foto: picture-alliance / dpa)

Das Berliner Schloss war bis zur Abschaffung der Monarchie in Deutschland 1918 Residenz der preußischen Könige und deutschen Kaiser. Im Zweiten Weltkrieg wurde es beschädigt, 1950 von den DDR-Machthabern gesprengt. Auf einem Teil der Fläche entstand später der Palast der Republik der DDR, der inzwischen wieder abgerissen wurde. Ende 2008 hatte der Entwurf des italienischen Architekten Franco Stella den Wettbewerb für den Wiederaufbau des Schlosses gewonnen.

Quelle: dpa