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Bernhard Blaszkiewitz
Bernhard Blaszkiewitz(Foto: dpa)

Frauenfeindlich oder höflich?: Berlins Zoo-Chef unter Druck

Berlins Zoo- und Tierparkchef Bernhard Blaszkiewitz bezeichnet Frauen mit einem Kürzel, das in der Zoo-Diktion auch für "Zuchtstuten" gilt. Bei einer Betriebsversammlung regt er sich darüber auf, dass Mitarbeiter Weihnachtsgeld kassieren, auch wenn sie nicht in der Kirch sind. Er selbst findet sich höflich.

Berlins Zoo- und Tierparkchef Bernhard Blaszkiewitz muss nach Vorwürfen wegen frauenfeindlicher Äußerungen um seinen Job bangen. In einem internen Schreiben hatte der 58-Jährige den Namen von Frauen in beiden Institutionen eine Zoo-Formel (0,1) vorangestellt, die in der Zoo-Welt allgemein für Weibchen steht.

Nach scharfer Kritik von Berlins Frauen-Senatorin Dilek Kolat (SPD) und Gewerkschaftschefin Susanne Stumpenhusen will der Aufsichtsrat eine für den 1. Februar routinemäßig geplante Sitzung vorziehen und Blaszkiewitz anhören.

Bei einer Betriebsversammlung im Tierpark soll er die Berliner Grünen-Abgeordnete Claudia Hämmerling zudem als "bösartig" bezeichnet haben. Zoo-Mitarbeitern habe er vorgeworfen, sie würden Weihnachtsgeld annehmen, obwohl sie nicht in der Kirche seien.

Blaszkiewitz bestätigte, dass die kritisierten Themen bei der Betriebsversammlung besprochen worden seien. Jedoch wies er den Vorwurf zurück, er habe wörtlich gesagt, die Abgeordnete Hämmerling sei "einfach nur bösartig". Zum Thema Frauenfeindlichkeit sagte er, die Klassifizierung von Frauen-Namen mit dem Zusatz 0,1 für "Weibchen" - in der Zoo-Welt im Detail auch für "Zuchtstuten" - sei "nicht etwa eine Bezeichnung von Missachtung". Vielmehr sei das von ihm "als Höflichkeit gegenüber den weiblichen Mitarbeitern gedacht".

Quelle: n-tv.de

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