Panorama

Araber erstehen "entweihte" VillaBerlusconi verkauft Liebesnest

18.11.2009, 14:16 Uhr

40 Hektar umfasst das Anwesen, das im Zuge der Spekulationen um die Schülerin Noemi Letizia weltberühmt wurde. Nun blättert Familie Al-Nahjan 450 Millionen für die Villa hin.

AP04073006123
Blick in den Innenhof der Villa. (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Die inzwischen als "Liebesnest" bekannte Villa Certosa des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi soll verkauft werden. Gerüchte darüber, dass der Regierungschef mit einer gewissen Schwäche für schöne Frauen seine Lust an dem Anwesen verloren habe, waren schon früher laut geworden. Nun soll es einen Käufer geben. Wie der Mailänder "Corriere della Sera" berichtete, ist die steinreiche arabische Herrscherfamilie Al-Nahjan an der Villa im Nordosten Sardiniens interessiert. Auch die 450 Millionen Euro, die Berlusconi veranschlagt habe, hätten die Kaufinteressenten "nicht abgeschreckt". Das Geschäft könnte schon im Januar beim anstehenden Besuch Berlusconis in Dubai perfekt gemacht werden.

Das 40-Hektar-Anwesen - "so groß wie der Vatikanstaat", wie römische Medien einst spöttisch vermerkten - und die Luxusvilla mit 2600 Quadratmetern standen Mitte des Jahres im Zentrum einer Reihe von Skandalen. Monatelang spekulierte die internationale Presse über Berlusconis Treffen in der Villa mit der damals noch minderjährigen neapolitanischen Schülerin Noemi Letizia. Über 5000 Fotos eines sardischen Paparazzo von hüllenlosen ranghohen Gästen des Regierungschefs in Begleitung oft ebenfalls hüllenloser Frauen am Pool der Villa taten ihr Übriges.

2kef2559-jpg7291877742981489882
Noemi Letizia und Silvio Berlusconi. (Foto: dpa)

Der Paparazzo habe die Villa "entweiht", erläuterte Berlusconi im Sommer genervt seine Entscheidung, den Urlaub nicht wie gewohnt auf der Mittelmeerinsel, sondern in einem Erdbebengebiet in den Abruzzen zu verbringen.

Auf dem Anwesen gibt es Medienberichten zufolge 400 Kakteen-Arten aus aller Welt und jahrhundertealte Olivenbäume, ein Amphitheater, einen Vulkan und künstliche Wasserfälle.

Quelle: dpa